Diplomarbeit, 2000
91 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Aktueller Forschungsstand
3. Methodische Vorbemerkungen
3.1 Methodik
3.2 Feldzugang
3.3 Auswertung des Datenmaterials
4. Der 1. FC Kaiserslautern und die Einbindung des Vereins in die Stadt Kaiserslautern und die umgebende Region
5. Fußball-Fankultur
6. Weibliche Fußballfans
6.1 Allgemeine Vorbemerkungen
6.2 Problematik bei der Charakterisierung und Abgrenzung der weiblichen Fantypen
7. Typologie weiblicher Fußballfans
7.1 Normalos
7.2 Teenies
7.3 Fancluberinnen
7.4 Fanatikerinnen
7.5 Einzelfall „Die Schweizerin“
8. Differenzierung weiblicher und männlicher Fußballfans
9. Schlußbetrachtung
Die Diplomarbeit untersucht die Erlebniswelten und Organisationsformen weiblicher Fußballfans am Beispiel des 1. FC Kaiserslautern, um eine Typologie zu erstellen und geschlechtsspezifische Unterschiede in der Fankultur herauszuarbeiten.
1. Einleitung
„Am Anfang war nur der Ball. Als das runde Leder rollen lernte, gab es auf den Zuschauerrängen keine bengalischen Feuer, keine Fahnenschwenker, keine Trommler, keine Vereinshymnen und keine Haßgesänge. Es gab überhaupt keine Fans, nicht einmal Zuschauerränge. Denn zur Zeit des Volksfußballs, als man noch keine fest definierten Regeln oder Spielfelder kannte, existierte noch keine Trennung in Spieler und Zuschauer.“ Seit dieser Zeit hat sich die Situation jedoch grundlegend verändert, gerade in den letzten Jahrzehnten rückte der Profi-Fußball mehr und mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit.
Im Rahmen dieser Arbeit soll nun der Frage nachgegangen werden, wie die weiblichen Fußballanhänger ihr Fansein organisieren, ob beispielsweise spezifische Verhaltensweisen und Erlebnismodi oder eventuell sogar charakteristische Arten der Auseinandersetzung mit dem Spiel und dem Umfeld des Vereins bestehen.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der wachsenden Präsenz weiblicher Fußballfans und Formulierung der Forschungsfrage.
2. Aktueller Forschungsstand: Darstellung der bisherigen, meist lückenhaften wissenschaftlichen Literatur zum Thema weibliche Fußballfans.
3. Methodische Vorbemerkungen: Erläuterung der qualitativen Forschungsmethoden, insbesondere des problemzentrierten Interviews und des Feldzugangs.
4. Der 1. FC Kaiserslautern und die Einbindung des Vereins in die Stadt Kaiserslautern und die umgebende Region: Analyse des Vereins als zentrales Identitätsmerkmal für die Stadt und die Region.
5. Fußball-Fankultur: Beschreibung genereller Strukturen der Fußball-Fankultur und der Bedeutung von Ritualen und Symbolen.
6. Weibliche Fußballfans: Einleitende Beschreibung und Skizzierung der Problematik bei der Charakterisierung weiblicher Fangruppen.
7. Typologie weiblicher Fußballfans: Detaillierte Vorstellung der vier identifizierten Fantypen sowie eines Einzelfall-Porträts.
8. Differenzierung weiblicher und männlicher Fußballfans: Untersuchung geschlechtsspezifischer Unterschiede im Fanverhalten, Alkoholkonsum und in der Aggressivität.
9. Schlußbetrachtung: Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Weibliche Fußballfans, 1. FC Kaiserslautern, Fankultur, Typologie, Fancluberinnen, Normalos, Teenies, Fanatikerinnen, Identität, Heimat, qualitative Sozialforschung, Stadionatmosphäre, Fanverhalten, geschlechtsspezifische Unterschiede.
Die Arbeit befasst sich mit dem bisher wissenschaftlich wenig beachteten Phänomen weiblicher Fußballfans und untersucht deren spezifische Erlebniswelten sowie Organisationsformen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung einer Typologie weiblicher Fans, der Rolle des 1. FC Kaiserslautern für die regionale Identität und der Fankultur im Allgemeinen.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie weibliche Fußballanhänger ihr Fansein organisieren und ob es spezifische Arten der Auseinandersetzung mit dem Spiel und dem Verein gibt.
Es handelt sich um eine qualitative Untersuchung, bei der problemzentrierte Interviews und Gruppendiskussionen als primäre Erhebungsinstrumente dienen.
Der Hauptteil analysiert die vier identifizierten Fantypen (Normalos, Teenies, Fancluberinnen, Fanatikerinnen), deren Organisation, Motivation und emotionale Einbindung.
Wichtige Begriffe sind Weibliche Fußballfans, Fankultur, Typologie, regionale Identität und geschlechtsspezifische Fanrollen.
Der Verein dient als zentraler Identifikationspunkt und Gegenpol zum tristen Alltag in einer strukturschwachen Region; er schafft ein Stück Lebensqualität und Heimatgefühl.
Der Fantyp der „Teenies“ konstituiert sich vor allem durch eine schwärmerische Verbundenheit zu spezifischen, gutaussehenden Spielern, was von anderen Fangruppen kritisch gesehen wird.
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