Masterarbeit, 2014
118 Seiten
1 Problemstellung und Gang der Untersuchung
2 Impulskaufverhalten
2.1 Abgrenzung und Definition des Impulskaufverhaltens
2.2 Einordnung des impulsiven Kaufverhaltens
2.2.1 Kaufentscheidungstypologien unter besonderer Berücksichtigung impulsiver Käufe
2.2.2 Die emotionale Komponente des impulsiven Kaufverhaltens
2.3 Prädiktoren des Impulskaufverhaltens
3 Die Konzeption von Stress
3.1 Das Fehlen einer einheitlichen Definition
3.2 Stressoren und Stressreaktionen
3.3 Das transaktionale Stressmodell von Lazarus und Folkman
3.4 Die Theorie der Ressourcenerhaltung von Hobfoll
4 Burnout und emotionale Erschöpfung
4.1 Eine kurze Definition des Burnout-Syndroms
4.2 Emotionale Erschöpfung als Hauptdimension von Burnout
4.3 Vorläufer und Konsequenzen emotionaler Erschöpfung
5 Die Entwicklung eines konzeptionellen Modells
5.1 Darstellung der Forschungslücke
5.2 Die Beziehung zwischen Stress und emotionaler Erschöpfung
5.3 Der Einfluss emotionaler Erschöpfung auf das Impulskaufverhalten
5.4 Moderierende Variablen
5.4.1 Die Auswirkung von Persönlichkeitseigenschaften
5.4.1.1 Impulskauftendenz
5.4.1.2 Shopping-Vergnügen
5.4.2 Die Auswirkung situationsabhängiger Variablen
5.4.2.1 Geld-Verfügbarkeit
5.4.2.2 Zeit-Verfügbarkeit
5.4.2.3 In-Store Browsing
5.4.2.4 Kaufverlangen
5.5 Kontrollvariablen
6 Methode
6.1 Durchführung der Befragung
6.2 Beschreibung der Stichprobe
6.3 Analysemethoden
7 Ergebnisse
7.1 Gütebeurteilung anhand der Kriterien der ersten Generation
7.2 Gütebeurteilung anhand der Kriterien der zweiten Generation
7.3 Überprüfung des Pfadmodells
8. Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse
9 Limitationen sowie Implikationen für Forschung und Praxis
Die vorliegende Arbeit untersucht den kausalen Zusammenhang zwischen chronischem Stress, emotionaler Erschöpfung und dem Impulskaufverhalten von Konsumenten, wobei der Fokus auf der Rolle der emotionalen Erschöpfung als emotionaler Gefühlszustand liegt. Ziel ist es zu ergründen, ob emotional erschöpfte Individuen verstärkt zu Impulskäufen neigen, um ihren emotionalen Zustand zu regulieren, und wie moderierende Variablen wie Persönlichkeitsmerkmale oder situative Bedingungen diesen Prozess beeinflussen.
1 Problemstellung und Gang der Untersuchung
Eine junge Frau geht nach der Arbeit kurz in die Stadt, um Lebensmittel für das Abendessen zu kaufen. Sie weiß genau, was sie kaufen will und in welches Geschäft sie gehen muss. Auf ihrem Weg dorthin kommt sie an einer Reihe anderer Verkaufsstätten vorbei, die Schuhe, Parfüm, Bücher oder Kleidung anbieten. Alle Geschäfte tragen zur visuellen Unterstützung ihrer Waren bei, zahlreiche Produkt- und Umweltstimuli sollen zum Kauf anregen. Plötzlich springt ihr ein T-Shirt in ihrer Lieblingsfarbe ins Auge, es starrt sie förmlich an und ruft ihr zu „Kauf mich!“ Der Frau ist bewusst, dass sie eigentlich keine Zeit hat, das T-Shirt anzuprobieren. Außerdem ist es viel zu teuer ist und ein Kauf würde somit ihren Sparplan für diesen Monat zunichtemachen. Doch sie kann nicht anders, das Verlangen, es zu kaufen ist so übermächtig und scheinbar unwiderstehlich, dass sie schließlich ihre Absichten über Bord wirft und das T-Shirt aus einem Impuls heraus kauft. Die sich möglicherweise einstellenden inneren Konflikte sind ihr in diesem Augenblick egal und die sofortige Befriedigung ihres Bedürfnisses steht im Vordergrund. Die nachstehende Abbildung kann die innere Gefühlslage der jungen Frau gut zum Ausdruck bringen:
Dieses plötzliche und spontane Verlangen etwas zu kaufen, das sich von der vorangegangenen Verhaltensabsicht gänzlich unterscheidet, hat wahrscheinlich eine Vielzahl von Konsumenten während einer Einkaufstour schon einmal verspürt. Auch wenn für einige Konsumenten dieses impulsive Kaufverhalten mit einer negativen Konnotation (z.B. dem Gefühl, etwas Schlechtes zu tun) oder unangenehmen Konsequenzen behaftet ist, so stellt es dennoch für viele einen allgegenwärtigen Lifestyle-Aspekt dar.
1 Problemstellung und Gang der Untersuchung: Einführung in die Relevanz des Impulskaufverhaltens und Darlegung der zentralen Forschungsfragen sowie des strukturellen Aufbaus der Arbeit.
2 Impulskaufverhalten: Theoretische Definition und Abgrenzung des Impulskaufs von anderen Kaufentscheidungen sowie Diskussion der damit verbundenen emotionalen Komponenten.
3 Die Konzeption von Stress: Grundlagenbeschreibung verschiedener Stressmodelle, insbesondere der Ansätze von Lazarus und Folkman sowie Hobfoll, zur Einordnung des Spannungszustands.
4 Burnout und emotionale Erschöpfung: Detaillierte Betrachtung des Burnout-Phänomens und dessen Hauptdimension, der emotionalen Erschöpfung, als langfristige Stressfolge.
5 Die Entwicklung eines konzeptionellen Modells: Herleitung der Hypothesen über den Zusammenhang von Stress, emotionaler Erschöpfung und Impulskaufverhalten sowie der moderierenden Einflüsse.
6 Methode: Erläuterung der Datenerhebung basierend auf einem Konsumentenpanel, Operationalisierung der Variablen und Beschreibung der Analyseverfahren.
7 Ergebnisse: Präsentation der statistischen Gütebeurteilung und Überprüfung der aufgestellten Hypothesen mittels Pfadanalyse.
8. Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse: Synthese der Forschungsergebnisse und kritische Reflexion im Kontext der Forschungsfragen.
9 Limitationen sowie Implikationen für Forschung und Praxis: Darstellung methodischer Grenzen und Ableitung von Handlungsempfehlungen für das Management.
Impulskaufverhalten, emotionale Erschöpfung, Stress, Burnout-Syndrom, Konsumentenforschung, Moderatoreffekte, Impulskauftendenz, Kaufverlangen, In-Store Browsing, Selbstkontrolle, Pfadanalyse, Konsumentenpsychologie, Kaufentscheidungsprozess, Stressbewältigung, Marketing.
Die Arbeit untersucht, wie emotionale Erschöpfung als negativer Gefühlszustand das Impulskaufverhalten von Konsumenten beeinflusst und welche Faktoren diesen Zusammenhang moderieren.
Die Arbeit verknüpft Erkenntnisse aus der Stress- und Burnout-Forschung mit dem Konsumentenverhalten im Bereich Marketing.
Es soll geklärt werden, ob emotional erschöpfte Individuen eher Impulskäufe tätigen, um negative Zustände zu kompensieren, und ob dieser Effekt durch situative oder persönliche Variablen verstärkt wird.
Die empirische Analyse basiert auf den Daten eines Konsumentenpanels von 12.507 Personen, die mittels Pfadanalyse und strukturprüfenden Verfahren ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Stress, Burnout und Impulskauf, gefolgt von der Entwicklung eines Modells, dessen Validierung und der Diskussion der Ergebnisse.
Impulskaufverhalten, emotionale Erschöpfung, Stress, Konsumentenpsychologie, Moderatoreffekte und Impulskauftendenz.
Die Studie identifiziert emotionale Erschöpfung als einen signifikanten Prädiktor, der Konsumenten dazu verleitet, impulsiv zu kaufen, um ihren inneren Spannungszustand zu reduzieren.
Die Ergebnisse dazu waren nicht signifikant; die Arbeit begründet dies mit der spezifischen Produktkategorie des betrachteten Einzelhändlers, in der impulsive Käufe vermutlich weniger von allgemeinem Einkaufsspaß abhängig sind.
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