Masterarbeit, 2014
164 Seiten, Note: 1,1
1 EINLEITUNG
2 BEHINDERUNG IN DER SCHULE: DIE FÖRDERSCHWERPUNKTE
2.1 FÖRDERSCHWERPUNKT: LERNEN
2.2 FÖRDERSCHWERPUNKT: GEISTIGE ENTWICKLUNG
2.3 FÖRDERSCHWERPUNKT: EMOTIONALE UND SOZIALE ENTWICKLUNG
2.4 FÖRDERSCHWERPUNKT: SPRACHE
2.5 FÖRDERSCHWERPUNKT: KÖRPERLICHE UND MOTORISCHE ENTWICKLUNG
2.6 FÖRDERSCHWERPUNKT: HÖREN
2.7 FÖRDERSCHWERPUNKT: KRANKE
2.8 FÖRDERSCHWERPUNKT: SEHEN
3 VON DER EXKLUSION ZUR INKLUSION
3.1 DIE EXKLUSION
3.2 DIE SEPARATION
3.3 DIE KOOPERATION
3.4 DIE INTEGRATION
3.4.1 Das Konzept
3.4.2 Umstrukturierungsprozesse
3.4.3 Zusammenfassung
3.5 DIE INKLUSION
3.5.1 Das Konzept
3.5.2 Umstrukturierungsprozesse
3.5.3 Zusammenfassung
4 DIE INTEGRATION UND INKLUSION IM VERGLEICH
4.1 DIE KONZEPTE
4.2 DIE UNTERRICHTSPRAXIS
5 UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE VON STUDIEN ZUR INTEGRATIVEN PÄDAGOGIK
5.1 ZAHLEN UND DATEN ZUR BESCHULUNG VON FÖRDERSCHÜLERN IN DEUTSCHLAND
5.2 UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE ZUM INTEGRATIVEN UNTERRICHT
6 STUDIE ZU ERFAHRUNGEN UND PROBLEMEN AN EINER GESAMTSCHULE
6.1 ANMERKUNG ZUM DATENSCHUTZ
6.2 VORSTELLUNG DES UNTERSUCHUNGSRAUMS:
6.2.1 Das allgemeine Schulprofil
6.2.2 Das Integrationskonzept: Der Gemeinsame Unterricht
7 ZUR FRAGESTELLUNG UND DEN THESEN
8 FORSCHUNGSMETHODIK
8.1 DATENERHEBUNG
8.1.1 Die Beobachtung mit einem Beobachtungsbogen
8.1.2 Leitfadengestütztes Experteninterview
8.2 DATENAUFBEREITUNG
8.2.1 Statistische Aufbereitung
8.2.2 Transkription
8.3 DATENANALYSE
8.3.1 Quantitative Daten
8.3.2 Qualitative Daten
8.4 DATENAUSWERTUNG
9 STUDIENDURCHFÜHRUNG
9.1 DATENERHEBUNG
9.1.1 Auswahl der beobachteten und befragten Personen
9.1.2 Umfang der Beobachtung und Befragung
9.1.3 Zeitpunkt der Beobachtung und Befragung
9.1.4 Der Beobachtungsbogen
9.1.5 Der Interviewleitfaden
9.2 DATENANALYSE
9.2.1 Die quantitativen Daten
9.2.2 Die qualitativen Daten
9.3 DATENAUSWERTUNG
10 FAZIT UND AUSBLICK
11 LITERATURVERZEICHNIS
11.1 LITERATUR
11.2 INTERNETQUELLEN
Die Arbeit untersucht, welche Erkenntnisse aus langjährigen Erfahrungen des „Gemeinsamen Unterrichts“ an einer Gesamtschule für die Umsetzung inklusiver Schulkonzepte gewonnen werden können und inwieweit diese Erfahrungen hilfreich sind.
3.4.1 Das Konzept
„Der Mensch wird am Du zum Ich“70, dieser Ausspruch Martin Bubers kann man als Grundprinzip der Integration verstehen, denn „[w]er Sondereinrichtungen besucht, erfährt reduzierte Entwicklungsanreize und Lernimpulse.“71 Bei der Integration wird den verminderten Anreizen entgegengewirkt, indem die Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf in eine Klasse der Allgemeinen Schule integriert werden, um mit den Regelschülern eine „gelebte Gemeinschaft“72 zu bilden. Konzeptionell bedarf es also bei der Integration weiterhin einer „defizitorientierten Diagnostik“73, und damit wird weiterhin ein Bedarf an sonderpädagogischer Förderung bei den jeweiligen Schülern attestiert.
Dementsprechend werden (finanzielle) Ressourcen auch nur dann zur Verfügung gestellt, wenn ein sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt wurde. Das bedeutet es kommt grundsätzlich nur zu einer Verlagerung von Schülern der Sonderschule in Klassen der Allgemeinen Schule. Es vollzieht sich ein Wandel bei der Vorstellung wie Integration funktioniert. Denn die Integration ist nicht mehr nur Ziel, wie bei den separierten Sonderschulen, sondern auch Mittel und Weg, sodass ein Wandel von der indirekten zur direkten Integration vollzogen wird.74 Die behinderten und nicht-behinderten Schüler stehen in einem alltäglichen Kontakt zueinander, sodass z.B. die Unterschiede in Aussehen, Wahrnehmung und Lernleistungsvermögen als selbstverständlich wahrgenommen werden – ein Lern- und Erfahrungseffekt, der für ein friedliches Miteinander in einer demokratischen Gesellschaft ohne Aussonderung und Diskriminierung unabdingbar ist.
1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Debatte um Inklusion und stellt das Ziel der Studie an einer Bielefelder Gesamtschule vor.
2 BEHINDERUNG IN DER SCHULE: DIE FÖRDERSCHWERPUNKTE: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Förderschwerpunkte und deren Bedeutung im schulischen Kontext.
3 VON DER EXKLUSION ZUR INKLUSION: Es wird die historische Entwicklung des Bildungssystems von der Exklusion über die Separation und Kooperation bis hin zu Integration und Inklusion beschrieben.
4 DIE INTEGRATION UND INKLUSION IM VERGLEICH: Hier werden die wissenschaftstheoretischen Unterschiede sowie die unterrichtspraktischen Differenzen der beiden Konzepte gegenübergestellt.
5 UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE VON STUDIEN ZUR INTEGRATIVEN PÄDAGOGIK: Das Kapitel fasst Studien zur integrativen Beschulung und deren Auswirkungen auf die betroffenen Schüler zusammen.
6 STUDIE ZU ERFAHRUNGEN UND PROBLEMEN AN EINER GESAMTSCHULE: Vorstellung des Untersuchungsraums, des Schulprofils und der spezifischen Umsetzung des „Gemeinsamen Unterrichts“.
7 ZUR FRAGESTELLUNG UND DEN THESEN: Dieses Kapitel formuliert die Forschungsfragen und die zu überprüfenden Thesen der Arbeit.
8 FORSCHUNGSMETHODIK: Beschreibung der angewandten Methoden, insbesondere der Beobachtung mit Beobachtungsbogen und dem leitfadengestützten Experteninterview.
9 STUDIENDURCHFÜHRUNG: Detaillierte Darstellung der Datenerhebung, Datenaufbereitung und Datenanalyse innerhalb der durchgeführten Studie.
10 FAZIT UND AUSBLICK: Zusammenfassung der Ergebnisse und Einschätzung zur zukünftigen Umsetzbarkeit von Inklusion.
11 LITERATURVERZEICHNIS: Auflistung der verwendeten Literatur und Internetquellen.
Inklusion, Integration, Gemeinsamer Unterricht, Förderschwerpunkt, sonderpädagogische Förderung, Gesamtschule, Schulentwicklung, Teamteaching, Heterogenität, Zieldifferenz, sonderpädagogischer Förderbedarf, Bildungssystem, Reformpädagogik, empirische Studie, Lehrerrolle.
Die Arbeit analysiert die Erfahrungen mit dem „Gemeinsamen Unterricht“ an einer Gesamtschule und untersucht, inwiefern diese Erkenntnisse bei der Umsetzung inklusiver Konzepte hilfreich sein können.
Die Arbeit behandelt die Entwicklung von Exklusion zu Inklusion, vergleicht Integrations- und Inklusionskonzepte und untersucht empirisch die Bedingungen und Probleme des gemeinsamen Unterrichts von Schülern mit und ohne Förderbedarf.
Ziel ist es, die Erfahrungen und Probleme des „Gemeinsamen Unterrichts“ an einer Gesamtschule darzustellen, Unterschiede zwischen Integration und Inklusion zu klären und einen Ausblick auf die Umsetzbarkeit des Inklusionskonzepts zu geben.
Zur Erhebung quantitativer Daten wurden Beobachtungen mit Beobachtungsbögen eingesetzt. Zur Gewinnung qualitativer Einblicke wurden leitfadengestützte Experteninterviews mit Lehrkräften geführt und anschließend mittels Inhaltsanalyse nach Schmidt ausgewertet.
Im Hauptteil erfolgt eine theoretische Einordnung der Förderschwerpunkte und des Wandels der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen, der Vergleich von Integration und Inklusion, eine Auswertung von Studien sowie die detaillierte Durchführung und Analyse der eigenen empirischen Studie.
Die wichtigsten Schlagworte sind Integration, Inklusion, Gemeinsamer Unterricht, Sonderpädagogik, Gesamtschule und Teamteaching.
Die Lehrkräfte der untersuchten Schule sind der Ansicht, dass das bestehende integrative Konzept des Gemeinsamen Unterrichts unter den gegebenen personellen und räumlichen Bedingungen besser geeignet ist, um alle Schüler gerecht zu fördern, ohne die Regelschüler zu beeinträchtigen.
Das Teamteaching durch Regelschullehrkräfte und Sonderpädagogen wird als zentraler Grundpfeiler angesehen, der eine Entlastung der Lehrkräfte und eine individuellere Förderung der Schüler ermöglicht, auch wenn die gemeinsame Vorbereitungszeit oft eine Herausforderung darstellt.
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