Bachelorarbeit, 2013
54 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Der Libor als Benchmark im Geldmarkt
2.1 Bedeutung von Benchmarks im Geldmarkt
2.2 Das Libor-System
2.2.1 Steuerung und Kontrolle
2.2.2 Geschichtliche Entwicklung des Libors und globale Bedeutung heute
2.2.3 Definition und Kalkulation des Libors
2.2.4 Schwächen im Libor-System
3 Aktuelle Manipulation
3.1 Unregelmäßige Libor-Zinsen in der Finanzkrise
3.2 Gründe für manipulatives Verhalten
3.3 Beweise für manipulierte Libor-Zinsen
3.4 Konsequenzen
4 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die Bedeutung des Libors als zentralen Benchmark im internationalen Geldmarkt sowie die Hintergründe und Folgen des manipulativen Verhaltens zahlreicher Banken im Zuge der Finanzkrise 2007. Ziel ist es, die Schwachstellen des Libor-Systems aufzuzeigen, die Mechanismen der Manipulation zu analysieren und die daraus resultierenden Konsequenzen sowie notwendige Reformen kritisch zu bewerten.
2.2.4 Schwächen im Libor-System
Der Libor geriet aufgrund der auffälligen Unregelmäßigkeiten und den Spekulationen um manipulierte Zinssätze 2008 mehr und mehr in die Kritik und es wurde auf mehrere Schwachstellen im Libor-System aufmerksam gemacht:
1. Wenn der Interbankenmarkt in Krisenzeiten (wie in der Finanzkrise ab 2007) nahezu zum Erliegen kommt, basieren die Libor-Angaben aufgrund mangelnder Transaktionen nur noch auf Schätzungen und Expertenbewertungen. Dies macht den Libor anfällig für Verzerrungen.
2. Banken leihen sich untereinander Gelder hauptsächlich für eine Laufzeit von einer Woche oder kürzer. Demzufolge beruhen alle Libor-Zinsen mit längeren Laufzeiten, auch wenn sich der Finanzmarkt in einem „normalen“ Zustand befindet, fast ausschließlich auf geschätzten Zahlen. Dasselbe gilt für Währungen, in denen der Libor festgelegt wird, in denen sich Banken aber kaum Gelder leihen.
1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die Ausgangslage der Finanzkrise 2007, die Entkoppelung wichtiger Zinsindikatoren und die aufkommenden Vorwürfe der Manipulation des Libors.
2 Der Libor als Benchmark im Geldmarkt: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise, Steuerung und historische Entwicklung des Libors sowie dessen immense Bedeutung für globale Finanztransaktionen.
3 Aktuelle Manipulation: Hier werden die Anomalien im Zinsverlauf während der Finanzkrise, die ökonomischen Beweggründe für Manipulationen und die regulatorischen Konsequenzen detailliert untersucht.
4 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Notwendigkeit sowie die Herausforderungen einer Reform des Libor-Systems gegenüber einer vollständigen Abschaffung.
Libor, Geldmarkt, Finanzkrise, Benchmark, Zinsmanipulation, Interbankenmarkt, Bankenpanel, Derivate, Zins-Swaps, Finanzmarktregulierung, Referenzzinssatz, Liquiditätsrisiko, Markttransparenz, Compliance, Reformen
Die Arbeit analysiert die Rolle des Libor als Referenzzinssatz im Geldmarkt und beleuchtet den Skandal um dessen Manipulation während und nach der Finanzkrise 2007.
Die Arbeit fokussiert auf die Struktur des Libor-Systems, die Gründe für manipulatives Verhalten der Banken sowie die daraus resultierenden Konsequenzen für das weltweite Finanzsystem.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein eigentlich vertrauensbasiertes Benchmark-System durch mangelnde Kontrollen anfällig für systemische Manipulationen wurde und welche Reformen nun notwendig sind.
Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Literaturrecherche, gestützt auf Fachpublikationen, offizielle Berichte von Finanzmarktaufsichten und empirische Analysen der Zins-Spreads.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Funktionsbeschreibung des Libor-Systems und eine umfassende Untersuchung der Manipulationen, inklusive der Beweisführung durch Vergleich mit CDS-Spreads und anderen Marktindikatoren.
Zentrale Begriffe sind Libor, Zinsmanipulation, Interbankenmarkt, Finanzkrise und Finanzmarktregulierung.
Da der Libor die Basis für Finanzkontrakte in zweistelliger Billionenhöhe bildet, ist eine einfache Ersetzung mit extremen operativen Risiken, Kosten und Marktunsicherheiten verbunden.
Die Arbeit untersucht anhand von Daten, wie diese Banken von einem manipulierten Libor bei gleichzeitig hohen Volumina an Zins-Swaps profitierten und wie ihre Zinsmeldungen in bestimmten Zeiträumen signifikant vom Markttrend abwichen.
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