Examensarbeit, 2012
97 Seiten, Note: 2,7
1. Vorbemerkungen
2. Ziele der vorliegenden Unterrichtssequenz
3. Lernvoraussetzungen
4. Fachgegenstand
5. Lerngegenstand
5.1. Bedeutung des Themas für die Schüler
5.2. Bezug zum Lehrplan
6. Didaktische und methodische Überlegungen
6.1. Methodische Grundlagen (Fernerkundung)
6.2. Didaktische Reduktion
7. Geplanter Verlauf der Sequenz
8. Darstellung der einzelnen Unterrichtseinheiten
8.1. 1. 1. Stunde – Einführung in die Fernerkundung
8.1.1. Planung
8.1.2. Durchführung
8.1.3. Reflexion
8.2. 2. Stunde – Unterschiedliche Arten von Satellitenbilder
8.2.1. Planung
8.2.2. Durchführung
8.2.3. Reflexion
8.3.3. Stunde – Das Schrumpfen des Aralsees
8.3.1. Planung
8.3.2. Durchführung
8.3.3. Reflexion
8.4. 4. Stunde – Ursachen für das Schrumpfen des Aralsees
8.4.1. Planung
8.4.2. Durchführung
8.4.3. Reflexion
8.5. 5./6. Stunde (Eine Lerneinheit) – Folgen der Austrocknung
8.5.1. Planung
8.5.2. Durchführung
8.5.3. Reflexion
8.6. 7. Stunde – Transfer: Der Marawi - Stausee
8.6.1. Planung
8.6.2. Durchführung
8.6.3. Reflexion
9. Gesamtreflexion
Das Hauptziel der Unterrichtsreihe ist es, den Schülern die Folgen wasserbaulicher Großprojekte am Beispiel des Aralsees durch fernerkundliche Methoden näherzubringen und dieses Wissen anschließend auf ein weiteres Projekt (Marawi-Stausee) zu übertragen, um ein Ursache-Wirkungs-Geflecht zu erkennen.
4. Fachgegenstand
„Der Aralsee in Usbekistan bzw. Kasachstan ist gleichsam zu einem Synonym der großen Umweltkatastrophen unseres Planeten geworden“7
Mit Umweltkatastrophen werden oftmals nur kurze, temporäre Ereignisse in Verbindung gebracht. Als Beispiel sei hier die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko, ausgelöst durch eine Explosion auf der Ölbohrplattform Deepwater Horizon, genannt. Schleichende, jedoch in ihrem Ausmaß ebenso gravierende Umweltkatastrophen werden dagegen in der Öffentlichkeit eher selten behandelt. Ein solches Beispiel sind die am Aralsee stattfindenden Prozesse, welche im Folgenden dargestellt werden. Zuerst wird in diesem Kapitel kurz der Prozess der räumlichen Veränderung beschrieben, in weiteren Schritten dann die Ursachen und Folgen erörtert. Im Anschluss daran werden mögliche Lösungsansätze diskutiert sowie das Marawi-Staudamm Projekt vorgestellt, welches als Transfer in dieser Reihe behandelt wird, um zum Abschluss die aus diesem Kapitel für den Unterricht entstehenden Fragestellungen zu präsentieren.
Der Aralsee befindet sich in Zentralasien an der usbekisch- kasachischen Grenze. Seine (temporären) Hauptzuflüsse sind der Syr-Darja (alternative Schreibweise Syrdarja) und der Amu-Darja (Amudarja). Sie speisen sich zum großen Teilen aus „den Gletschern und Schneemassen der Hochgebirge in Kyrgistan und Tadschikistan“8. Klimatisch befindet sich der Aralsee in einem trockenen Wüstenklima mit einer maximalen Jahrestemperatur von 18° C (nach Köppen/Geiger).Bedeutende Städte am Aralsee sind unter anderem Nukus und Kasalink.
1. Vorbemerkungen: Einleitung in die unterrichtliche Behandlung der Aralsee-Katastrophe und Erläuterung der Intention, Satellitenbilder als komplexe Analyse-Methode in den Erdkundeunterricht zu integrieren.
2. Ziele der vorliegenden Unterrichtssequenz: Darlegung des übergeordneten Lernziels und der fachspezifischen Kompetenzbereiche (Fachwissen, Orientierung, Methoden, Kommunikation, Beurteilung, Handlung).
3. Lernvoraussetzungen: Analyse der methodischen Vorkenntnisse und der Klassensituation am Wiedtal-Gymnasium zur Anpassung des Unterrichtsmaterials.
4. Fachgegenstand: Theoretische Aufarbeitung des Aralsee-Syndroms, der Ursachen für die Austrocknung durch Bewässerungsfeldbau sowie der ökologischen, ökonomischen und sozialen Folgen.
5. Lerngegenstand: Begründung der Relevanz des Themas für die Schüler und Verankerung im Lehrplan für die 8. Klasse.
6. Didaktische und methodische Überlegungen: Einführung in die Grundlagen der Fernerkundung, Erläuterung der Overlaytechnik als methodischer Schwerpunkt sowie didaktische Reduktion der Inhalte.
7. Geplanter Verlauf der Sequenz: Detaillierte Übersicht über die progression vom Einfachen zum Komplexen über acht Unterrichtseinheiten.
8. Darstellung der einzelnen Unterrichtseinheiten: Detaillierte Planung, Durchführung und Reflexion der einzelnen Stunden vom Einstieg bis zur Transferleistung.
9. Gesamtreflexion: Kritische Bewertung des Unterrichtsverlaufs, der methodischen Entscheidungen sowie des Lernerfolgs basierend auf den Testergebnissen.
Aralsee, Fernerkundung, Satellitenbilder, Bewässerungsfeldbau, Ökologische Katastrophe, Overlaytechnik, Marawi-Stausee, Geographieunterricht, Kompetenzorientierung, Bodenversalzung, Syndromansatz, Humangeographie, Umweltschutz, Anthropogene Einflüsse, Bildinterpretation
Die Arbeit dokumentiert eine Unterrichtsreihe für die 8. Jahrgangsstufe, die sich mit der ökologischen Katastrophe am Aralsee befasst und dabei methodisch auf die Analyse von Satellitenbildern setzt.
Im Zentrum stehen wasserbauliche Großprojekte, deren Ursachen und die daraus resultierenden ökologischen, ökonomischen und sozialen Folgen für Mensch und Natur.
Die Schüler sollen lernen, räumliche Veränderungen durch Satellitenbilder zu erfassen, ein Verständnis für Mensch-Umwelt-Beziehungen zu entwickeln und Transferleistungen auf vergleichbare Projekte zu erbringen.
Der methodische Schwerpunkt liegt auf der Fernerkundung, konkret auf der Arbeit mit Satellitenbildern unter Verwendung des Overlayverfahrens, um Strukturen zeichnerisch zu erfassen und zu interpretieren.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen des Fachgegenstands, didaktische Überlegungen zur Methodenvermittlung sowie die detaillierte Planung und Reflexion der einzelnen Unterrichtseinheiten.
Zentrale Begriffe sind das Aralsee-Syndrom, die methodische Kompetenz durch Overlayverfahren, Bewässerungsfeldbau, Nachhaltigkeit und das vernetzte Denken in Mensch-Umwelt-Systemen.
Der Marawi-Stausee dient als Fallbeispiel, um zu verdeutlichen, dass das bei wasserbaulichen Großprojekten typische Ursache-Wirkungs-Geflecht global auftritt, auch wenn die Projekte selbst unterschiedliche Zielsetzungen haben.
Da die komplexe Thematik der Fernerkundung und der politischen Planwirtschaft der UdSSR für eine 8. Klasse zu umfangreich wäre, wurden fachliche Details reduziert, um den Fokus auf die Kernproblematiken der Umweltveränderung zu legen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

