Masterarbeit, 2014
172 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Problemlösen - Psychologische Sichtweise
2.1.1 Der Problembegriff
2.1.2 Problemkategorien
2.1.3 Der Problemlöseprozess
2.1.4 Problemlöseheurismen
2.2 Problemlösen – Mathematikdidaktische Sichtweise
2.2.1 Der Problembegriff
2.2.2 Problemkategorien
2.2.3 Der Problemlöseprozess
2.2.4. Problemlöseheurismen
2.3 Problemlösen lernen und Problemlösekompetenz
2.3.1 Problemlösen in der Mathematikdidaktik und im Mathematikunterricht
2.3.2 Ansatzpunkte und Methoden zur Förderung der Problemlösekompetenz
2.4 Fehler beim Problemlösen als möglicher Ansatzpunkt
2.4.1 Der Fehlerbegriff
2.4.2 Einteilung von Fehlern
3. Wissenschaftliche Fragestellung der empirischen Erkundungsstudie
4. Methodologisches Vorgehen
4.1 Zur Auswahl geeigneter Probleme
4.2 Exemplarische Lösungsmöglichkeiten des ausgewählten Problems
4.3 Zur Auswahl der Versuchspersonen
4.4 Zur Erhebung der Daten
4.5 Zur Weiterverarbeitung der Daten
4.6 Zur Auswertung der Daten
5. Analyse der Problembearbeitungsprozesse
5.1 Versuchsperson 1
5.1.1 Beschreibung des Problembearbeitungsprozesses der Versuchsperson
5.1.2 Identifizierte Fehler der Versuchsperson
5.1.3 Strukturierte Aufzeichnungen der Versuchsperson
5.2 Versuchsperson 2
5.2.1 Beschreibung des Problembearbeitungsprozesses der Versuchsperson
5.2.2 Identifizierte Fehler der Versuchsperson
5.2.3 Strukturierte Aufzeichnungen der Versuchsperson
5.2 Versuchsperson 3
5.3.1 Beschreibung des Problembearbeitungsprozesseses der Versuchsperson
5.3.2 Identifizierte Fehler der Versuchsperson
5.3.3 Strukturierte Aufzeichnungen der Versuchsperson
5.4 Versuchsperson 4
5.4.1 Beschreibung des Problembearbeitungsprozesses der Versuchsperson
5.4.2 Identifizierte Fehler der Versuchsperson
5.4.3 Strukturierte Aufzeichnungen der Versuchsperson
5.5 Versuchsperson 5
5.5.1 Beschreibung des Problembearbeitungsprozesses der Versuchsperson
5.5.2 Identifizierte Fehler der Versuchsperson
5.5.3 Strukturierte Aufzeichnungen der Versuchsperson
6. Zusammenfassung der Befunde
6.1 Hauptbefunde der empirischen Untersuchung
6.2 Vorläufige didaktische Überlegungen
7. Ausblick
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Hauptziel, das Verständnis für Fehler beim Bearbeiten mathematischer Probleme zu erweitern, um Mathematiklehrenden konkrete Ansatzpunkte für eine zielgerichtete didaktische Einflussnahme zur Verbesserung der Problemlösekompetenz zu geben.
2.4.2 EINTEILUNG VON FEHLERN
Wenn beim Bearbeiten mathematischer Probleme keine Lösung gefunden wird, stellt sich die Frage nach dem Warum. Eine mögliche Ursache dafür können Fehler sein. Da der Problembearbeiter beim Problemlösen verschiedene Fehler begehen kann, ist es sinnvoll, verschiedene Arten von Fehlern zu kategorisieren (vgl. ebenda).
In der mathematikdidaktischen Literatur gibt es im Kontext des Problemlösens verschiedene bekannte Fehlertypologien. Bereits 1967 untersuchte Kilpatrick Fehler in Problembearbeitungsprozessen. Er unterschied dabei zwei Arten von Fehlern: strukturelle und exekutive Fehler: „If a subject makes a structural error in performing a production process, a bar is drawn over the process symbol. Structural errors (Donaldson, 1963, p. 43) stem from a misunderstanding of the problem or of some principle necessary for its solution. They can be contrasted with executive errors, or slips in carrying out manipulations. For example, if a subject sets up and solves incorrectly an appropriate equation, he has made an executive error.“ (Kilpatrick 1967: 51)
Zudem hat Schoenfeld (1985) eine Fehlereinordnung vorgenommen, welche sich auf die vier Komponenten bezieht, die für ihn den Problembearbeitungsprozess subjektiv beeinflussen können (vgl. Kapitel 2.3.2). Demnach unterscheidet er zwischen Ressourcenfehlern, Heuristikfehlern, Kontrollfehlern und Überzeugungsfehlern. Auch Geering (1995) hat eine solche Fehlereinteilung entwickelt.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung des Problemlösens im Alltag und im Unterricht und führt die Untersuchung von Fehlern als Ansatzpunkt zur Förderung der Problemlösekompetenz ein.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Problembegriff, erläutert Problemlöseprozesse und Heurismen aus psychologischer und didaktischer Perspektive und führt die Klassifizierung von Fehlern ein.
3. Wissenschaftliche Fragestellung der empirischen Erkundungsstudie: Hier wird das Ziel der Studie formuliert, Fehler in mathematischen Problembearbeitungsprozessen zu identifizieren und den Umgang der Lernenden damit zu untersuchen.
4. Methodologisches Vorgehen: Das Kapitel beschreibt das Design der Erkundungsstudie, die Auswahl der Probleme und Versuchspersonen sowie die eingesetzten Methoden wie lautes Denken und Audioreflexion.
5. Analyse der Problembearbeitungsprozesse: In diesem Hauptteil werden die Bearbeitungsprozesse der fünf Versuchspersonen detailliert dokumentiert, Fehler identifiziert und in Beziehung zur Strategiefehler-Klassifikation gesetzt.
6. Zusammenfassung der Befunde: Die Ergebnisse der Untersuchung werden zusammengeführt, insbesondere im Hinblick darauf, wie oft und in welchen Phasen Fehler von Lernenden erkannt und analysiert werden.
7. Ausblick: Das abschließende Kapitel reflektiert die vorläufigen Ergebnisse und gibt Anregungen für die didaktische Praxis zur Förderung der Problemlösefähigkeit.
Problemlösen, Problemlösekompetenz, Mathematikdidaktik, Fehleranalyse, Strategiefehler, Wissensfehler, Fertigkeitsfehler, Empirische Untersuchung, Sekundarstufe II, Kognitive Struktur, Heurismen, Metakognition, Lautes Denken, Audioreflexion, Lernchancen.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse von Fehlern, die Lernende der Sekundarstufe II beim Bearbeiten mathematischer Probleme begehen, um daraus Erkenntnisse für eine gezielte Förderung der Problemlösekompetenz zu gewinnen.
Die zentralen Themen sind der Problemlöseprozess, die verschiedenen Arten von Fehlern (Wissens-, Fertigkeits- und Strategiefehler) sowie didaktische Strategien zum konstruktiven Umgang mit diesen Fehlern.
Das primäre Ziel ist es herauszufinden, welche Fehler das Lösen mathematischer Probleme verhindern und inwieweit Lernende in der Lage sind, ihre eigenen Fehler im Handlungsvollzug oder retrospektiv zu erkennen und zu korrigieren.
Es wird eine empirische Erkundungsstudie durchgeführt, bei der Video- und Audioaufzeichnungen (Methode des lauten Denkens und Audioreflexion) von fünf Probanden bei der Bearbeitung geometrischer Probleme analysiert werden.
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Einzelfallanalyse der fünf Versuchspersonen, die Kategorisierung ihrer Fehler sowie die schematische Darstellung und Strukturierung ihrer Problembearbeitungsprozesse.
Wichtige Begriffe sind Problemlösekompetenz, Fehleranalyse, Strategiefehler, Mathematikunterricht, Metakognition und konstruktives Lernen aus Fehlern.
Die Analyse zeigt, dass eine starke, oft einseitige Fixierung auf die Formelsammlung als heuristisches Hilfsmittel häufig zu Strategiefehlern führt, da eigene Lösungsansätze zugunsten einer bloßen Suche nach Formeln vernachlässigt werden.
Strategiefehler betreffen das übergeordnete Vorgehen beim Problemlösen (z.B. "Springen an der Oberfläche"), während Wissens- und Fertigkeitsfehler spezifische mathematische Defizite sind, die den Lösungsprozess punktuell behindern.
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