Facharbeit (Schule), 2014
70 Seiten, Note: 2
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
1. Einführung
1.1. Vorübergehende Niedergeschlagenheit oder Depression?
1.2. Bedeutung der Wörter „Depression“ und „Melancholie“
1.3. Historischer Überblick
2. Was sind Depressionen
2.1. Verschiedene Unterteilungen und Formen der Depression
2.1.1. Depressive Störung/MAJOR Depression
2.1.2. Disthymie
2.1.3. Bipolare Depression/Bipolare Störung
2.1.4. Zyklothymie
2.1.5. Symptomatische Depression
2.1.6. Depression bei Abhängigkeitserkrankungen
2.1.7. SAD-Saisonal abhängige Depression
2.2. Die Ursachen der Depression
2.3. Theorien, um Depressionen besser zu verstehen
2.3.1. Tiefenpsychologie
2.3.2. Verhaltenspsychologie
3. Depressionen bei Kindern und Jugendlichen
3.1. Können Kinder und Jugendliche überhaupt depressiv werden?
3.2. Was macht Kinder und Jugendliche überhaupt depressiv? – Übersicht über die Ursachen
3.2.1. Familienleben
3.2.2. Gewalt gegen Kinder
3.2.3. Schule und Beruf
3.2.4. Genetische Ursachen
3.2.5. Ein depressiver Elternteil
3.3. Die Gesichter einer Depression im Kindes- und Jugendalter
3.3.1. Symptomatik
3.3.2. Vorkommende Formen im Kindes- und Jugendalter
3.4. Diagnostik
3.4.1. Die Problematik der Diagnostik
3.4.2. Alter und Entwicklungsstadium
3.4.3. Die klinische Diagnostik
3.5. Epidemiologie
3.6. Verlauf der Krankheit-von leichter Depression bis hin zu Suizid
4. Depressionen bei Kindern und Jugendlichen in unserer Gesellschaft
4.1. Prävention
4.2. Intervention
4.2.1. Kognitive Verhaltenstherapie (KVT)
4.2.2. Interpersonelle Psychotherapie (IPT)
4.2.3. Familientherapie
4.2.4. Pharmakotherapie
4.3. Gespräche mit Experten
4.4. Auswertung des Fragebogens
5. Zusammenfassung
Die Fachbereichsarbeit untersucht das komplexe Krankheitsbild der Depression bei Kindern und Jugendlichen, analysiert gesellschaftliche Tabuisierungen, diagnostische Herausforderungen sowie Präventions- und Interventionsmöglichkeiten.
1.1. Vorübergehende Niedergeschlagenheit oder Depression?
Ganz einfach und ohne viel nachzudenken gehen einem die Worte „Ich fühle mich heute so depressiv“ über die Lippen. Egal ob das Wetter, der ungerechte Chef oder ein einschneidendes Ereignis, es gibt viele alltägliche Situationen, die für Menschen zu Auslösern von Depressionen werden. Manchmal braucht man aber nicht einmal einen Grund, um sich niedergeschlagen zu fühlen und um diesen Zustand dann auch mit dem Wort „Depression“ zu beschreiben. Jedoch heißt es nicht automatisch, dass man an einer Depression leidet, wenn man sich unwohl fühlt.
Auch wenn man in unserer heutigen Gesellschaft die Begriffe „Depression“ und „depressiv“ oft und ohne viel nachzudenken verwendet, ist die Gesellschaft dennoch nicht ausreichend über dieses Thema informiert und kennt nicht das „wahre Gesicht“ der Depression. Dieses Unwissen, dass kurzzeitige Verstimmungen keineswegs etwas mit Depressionen zu tun haben, macht es den Betroffenen umso schwieriger ihren Zustand als Krankheit zu erkennen und zu akzeptieren.
Daher ist es wichtig, dass man zwischen dem alltäglichen Begriff und dem in der Medizin und in der Psychologie verwendeten Begriff für eine Depression unterscheidet. Tatsache ist, dass die Niedergeschlagenheit, also die alltägliche Form, von jedem einzelnen selbst überwunden werden kann, die Prävention einer „echten“ Depression ist aber ohne Hilfe von Ärzten und Psychologen nicht möglich. Die Depression ist eine Krankheit und hat nichts mit Stimmungsschwankungen und Trauer gemein. Jedoch werden die Divergenzen nach einem kurzen Vergleich schnell sichtbar.
1. Einführung: Grundlegende Klärung der Begriffe und Abgrenzung von alltäglicher Niedergeschlagenheit sowie ein historischer Abriss des Krankheitsbildes.
2. Was sind Depressionen: Detaillierte Unterteilung und Formen der Depression sowie die theoretischen Erklärungsmodelle aus psychologischer Sicht.
3. Depressionen bei Kindern und Jugendlichen: Analyse spezifischer Ursachen, Symptome und diagnostischer Besonderheiten in verschiedenen Entwicklungsstufen.
4. Depressionen bei Kindern und Jugendlichen in unserer Gesellschaft: Diskussion von Präventionsstrategien, therapeutischen Interventionen und Auswertung einer eigenen empirischen Umfrage.
5. Zusammenfassung: Resümee über die Erkenntnisse zur Tabuisierung, Forschungslage und den Handlungsbedarf bei der Behandlung und Aufklärung.
Depression, Kinder, Jugendliche, Psychologie, Diagnose, Prävention, Intervention, Verhaltenstherapie, Symptome, Psychiatrie, Suizidalität, Familiensystem, Tabuisierung, Fragebogenauswertung, Psychopharmaka.
Die Arbeit behandelt die psychische Erkrankung Depression mit einem speziellen Fokus auf Kinder und Jugendliche, um das Krankheitsbild und seine Auswirkungen auf das Umfeld zu beleuchten.
Zu den Kernbereichen gehören die Ursachenforschung, diagnostische Verfahren, therapeutische Interventionen sowie die gesellschaftliche Aufklärung und Wahrnehmung der Krankheit.
Das Ziel ist es, aufzuklären, ob Depressionen bei Heranwachsenden tabuisiert werden und welche Fortschritte in der Diagnostik und Therapie erzielt wurden.
Neben einer umfassenden Literaturrecherche führt die Autorin eine eigene empirische Untersuchung mittels Fragebogen an ihrer Schule durch.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition und Ursachen von Depressionen, deren spezifische Ausprägung bei Kindern sowie ausführliche Ansätze zur Prävention und Behandlung.
Schlüsselbegriffe sind hierbei unter anderem Diagnostik, Entwicklungspsychologie, familiäre Einflussfaktoren, Präventionsmaßnahmen und therapeutische Interventionen.
Ja, ab etwa 15 Jahren steigt die Rate bei Mädchen im Vergleich zu Jungen deutlich an, was durch soziale und hormonelle Faktoren während der Adoleszenz mitbedingt ist.
Da Symptome oft mit normalen, altersspezifischen Entwicklungserscheinungen wie Reizbarkeit oder Pubertätsmerkmalen übereinstimmen, was ein frühzeitiges Erkennen erschwert.
Sie sind nicht die erste Wahl und werden meist unterstützend zur Psychotherapie bei schweren Fällen eingesetzt, wobei für Kinder zugelassene Präparate aufgrund hoher Entwicklungskosten eher selten sind.
Ein depressiver Elternteil kann durch Antriebslosigkeit oder inkonsequentes Erziehungsverhalten als signifikanter Risikofaktor für das Kind wirken, weshalb die Einbeziehung des Familiensystems essenziell ist.
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