Bachelorarbeit, 2012
65 Seiten, Note: 2
1 EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG UND ZIEL DER ARBEIT
1.2 STRUKTUR UND METHODIK DER ARBEIT
2 LEADERSHIP IN ORGANISATIONEN
2.1 WAS HEIßT LEADERSHIP?
2.2 LEADERSHIP IN KULTURBETRIEBEN
2.2.1 Wichtigkeit des Personalmanagements
2.2.2 Mitarbeiterführung in Kulturbetrieben
2.3 TRANSFORMATIONALE FÜHRUNG
2.4 MULTIFACTOR LEADERSHIP QUESTIONNAIRE (MLQ)
2.4.1 Entwicklung des MLQ
2.4.2 Weitere Messmethoden der transformationalen Führung
3 EMPIRISCHER TEIL
3.1 DESIGN
3.1.1 Versuchspersonen
3.2 ERGEBNISSE
3.2.1 Ergebnisse Führungspersonen
3.2.1 Ergebnisse MitarbeiterInnen
3.3 LIMITATIONEN
4 FAZIT
Die Arbeit untersucht, ob und wie intensiv das Konzept des "Leadership" in Kulturbetrieben in Oberösterreich gelebt wird, indem ein Vergleich zwischen der Selbsteinschätzung der Führungskräfte und der Fremdeinschätzung durch die MitarbeiterInnen vorgenommen wird.
Was heißt Leadership?
Leadership ist in Europa noch ein relative neuer Begriff, in Amerika findet er seit Jahren bereits Verwendung. Wie bereits Eisenhower oder Kissinger es formulierten, Leadership heißt nicht einfach nur „Führen“. Es bedeutet, die Menschen, die geführt werden sollen, zu verstehen, auf sie einzugehen, auf Ihre Empfindungen und Bedürfnisse zu achten. Dadurch können sie zu größeren Taten bewogen werden und über sich hinauswachsen.
Vor allem in der deutschen Sprache wird der Begriff „Führerschaft“ – aufgrund unserer Geschichte – gemieden und immer häufiger durch Leadership ersetzt, doch soziologisch betrachtet, ist und bleibt auch Leadership eine Form der Herrschaft. Laut Weber ist die ursprünglichste Form der Herrschaft, die charismatische. Es geht bei der Leadership darum, sich mit dem Akt der Unterweisung der Belehrenden gegenüber den Herrschenden auseinanderzusetzen. Als einer der Pioniere der Leadership wird Peter F. Drucker genannt. Er hat sich intensivst mit dem Thema Leadership und Management beschäftigt und dabei immer prägnant differenziert: „Management is doing things right; leadership is doing the right things.“
Für ihn stellt also das Management die Effizienz (die Dinge richtig tun) und Leadership die Effektivität (die richtigen Dinge tun) dar. Diese Unterscheidung findet man auch in fast jeder Fachliteratur zum Thema Leadership. Ein Thema ist die Leadership hauptsächlich im oberen Management, wobei unter Management die habituellen Leistungen und unter Leadership die kreativen Leistungen verstanden werden.
1 EINLEITUNG: Dieses Kapitel erläutert die Problemstellung, das Ziel der Arbeit sowie die methodische Vorgehensweise und den Aufbau der Bachelorarbeit.
2 LEADERSHIP IN ORGANISATIONEN: Hier werden theoretische Grundlagen zu Leadership, transformationale Führung sowie das Messinstrument MLQ behandelt und spezifisch auf Kulturbetriebe angewendet.
3 EMPIRISCHER TEIL: Dieser Teil beschreibt das Design der Untersuchung, die ausgewählte Stichprobe und präsentiert die Ergebnisse der Befragung von Führungskräften und Mitarbeitenden.
4 FAZIT: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse der Studie zusammen und ordnet sie im Hinblick auf die Forschungsfrage ein.
Leadership, Transformationale Führung, Kulturbetriebe, Personalmanagement, MLQ, Multifactor Leadership Questionnaire, Mitarbeiterführung, Führungskräfte, Selbststeuerung, Organisationsziele, Zielvereinbarungen, empirische Forschung, Management, Führungskompetenzen, Unternehmenskultur
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob und in welchem Ausmaß das Führungskonzept "Leadership" in oberösterreichischen Kulturbetrieben praktiziert wird.
Die zentralen Themen sind theoretische Ansätze der Führung (insbesondere transformationale Führung), Personalmanagement in Kulturbetrieben und die empirische Anwendung des Multifactor Leadership Questionnaire (MLQ).
Das primäre Ziel ist es, die Forschungsfrage "Wird Leadership in Kulturbetrieben gelebt?" zu beantworten, indem Selbsteinschätzungen der Führungskräfte mit Fremdeinschätzungen der Mitarbeitenden verglichen werden.
Es wurde eine empirische Untersuchung mittels des standardisierten Messinstruments MLQ Form 5x von Bass und Avolio durchgeführt, um verschiedene Führungsdimensionen zu erheben.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen erarbeitet, gefolgt vom empirischen Teil, der das Studiendesign, die Versuchspersonen sowie die detaillierte Auswertung und Gegenüberstellung der erhobenen Daten enthält.
Zu den prägenden Schlüsselwörtern zählen Leadership, transformationale Führung, Kulturbetriebe, Personalmanagement, MLQ, Führungskräfte und Mitarbeiterführung.
Die Arbeit zeigt, dass Kulturbetriebe durch sehr heterogene Personalstrukturen gekennzeichnet sind, die von Hauptamtlichen bis hin zu Saison- und Ehrenamtlichen reichen, was eine besondere Herausforderung für die Führung darstellt.
Es wurde festgestellt, dass sich Führungskräfte in den meisten Kategorien selbst positiver einschätzten als ihre Mitarbeitenden, wobei die Werte jedoch insgesamt als deckungsgleich angesehen werden können.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass transformationale Führung in den teilnehmenden Betrieben in hohem Maße praktiziert wird, auch wenn in verschiedenen Kategorien noch Verbesserungspotenzial besteht.
Das Modell der "Full Range Leadership" wurde gewählt, da es laut der Verfasserin das meistverwendete Instrument zur Messung transformationaler Führung ist und zudem transaktionale sowie Laissez-faire-Komponenten integriert.
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