Bachelorarbeit, 2011
122 Seiten, Note: 3
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1 EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG UND ZIEL DER ARBEIT
1.2 STRUKTUR UND METHODIK DER ARBEIT
2 POPSTARS ALS VERMITTLERINNEN VON RUHM UND ERFOLG
2.1 VORBILDFUNKTIONEN DER POPSTARS
2.2 CASTING-SHOWS
2.2.1 Ära der Casting-Stars
2.2.2 Das Musikformat Helden von Morgen
2.3 INSZENIERUNGSSTRATEGIEN
3 MEDIENGEBRAUCH IM ALLTAG
3.1 THEORETISCHE GRUNDLAGEN ZUR REZEPTION, NUTZUNG UND MEDIENANEIGNUNG
3.1.1 Die strukturanalytische Rezeptionsforschung
3.1.2 Medienaneignung
3.1.3 Parasoziale Interaktionen beim Medienkonsum
3.2 FERNSEHEN ALS GEMEINSAME SOZIALE VERANSTALTUNG
4 EMPIRISCHER TEIL
4.1 GRUPPENDISKUSSIONEN
4.2 ABLAUF DER GRUPPENDISKUSSION
4.3 ANALYSE DER GRUPPENDISKUSSIONEN
4.4 ERGEBNISSE
4.5 LIMITATIONEN
5 RESÜMEE
6 LITERATURVERZEICHNIS
CD-ROM (nicht enthalten)
ANHANG
A. INTERVIEWLEITFADEN
A.1 ERÖFFNUNGSFRAGE/EISBRECHERFRAGE
A.2 HINFÜHRUNGSFRAGEN
A.3 ÜBERLEITUNGSFRAGEN
A.4 SCHLÜSSELFRAGEN
A.5 SCHLUSSFRAGE
B. DEMOGRAPHISCHE AUSWERTUNG DER BEFRAGTEN
C. TRANSKRIPTION GRUPPE „MUSIKER“ VOM 9.2.2011
D. TRANSKRIPTION GRUPPE „NON-MUSIKER“ VOM 11.2.2011
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss sozialer Kontexte auf die Rezeption und mediale Aneignung der Castingshow "Helden von Morgen". Ziel ist es zu analysieren, wie individuelle Identität, soziale Umgebungen und persönliche Erfahrungen das Verständnis und die Bewertung medialer Inhalte prägen.
2.1 Vorbildfunktionen der Popstars
Für pubertierende Jugendliche ist es natürlich, sich in diesem Alter von den Eltern abzukapseln und selbstständig zu werden, aber aufgrund mangelnder geistiger Reife suchen sie sich oft Hilfe von Anderen. Wenn Jugendliche von ihrer Familie, in der Schule oder im Freundes- und Bekanntenkreis keine Unterstützung finden, sind es oft die Massenmedien, die den Pubertierenden „den Weg weisen“. Stars der Popszene sind Identifikationsfiguren, welche gewisse Werte und Wünsche verkörpern. Menschen benötigen zum Aufbau Ihrer Identität Unterstützung aus deren Umwelt.
Gerade bei den Jugendlichen gehört die Nachahmung von Vorbildern zum Erwachsenwerden. Vor allem in der Pubertät setzen sich die Jungen und Mädchen mit sich selbst, also mit ihrem Selbstbild auseinander. Die Identität eines jeden Menschen ist in erster Linie im eigenen Ich zu finden, andererseits wird das Selbstbild auch durch deren soziales Umfeld gebildet. Stars bieten dafür gewisse Vergleichsinformationen, an denen sich die Jugendlichen orientieren können. Anders ausgedrückt: „Identität selbst ist ein Phänomen, das durch die Dialektik von Individuum und Gesellschaft entsteht.“
In unserer postmodernen Gesellschaft werden Vorbilder vor allem durch Medien verbreitet. Unsere Gesellschaft tendiert immer mehr zu Patchworkfamilien statt traditionellem Ehebild, zu Job-Hopping statt lebenslanger Fixanstellung in einem Unternehmen und so weiter. Dieses Phänomen bezeichnet Gross in seinem Werk als „Bastel-„ oder „Patchwork-Mentalität“. Durch die Medien stehen die Menschen immer im Wechselspiel zwischen Selbst- und Fremdbild und vergleichen ihre Identität mit medialen Texten. Diese werden überprüft und oft eine Mischung „zusammengebastelt“.
1 EINLEITUNG: Definiert die Problemstellung und das Ziel der Arbeit, die Castingshow "Helden von Morgen" auf ihren Einfluss auf die Rezipienten hin zu untersuchen.
2 POPSTARS ALS VERMITTLERINNEN VON RUHM UND ERFOLG: Beleuchtet die Funktion von Popstars als Identifikationsfiguren und analysiert die Mechanismen und Inszenierungsstrategien von Castingshows.
3 MEDIENGEBRAUCH IM ALLTAG: Erläutert theoretische Grundlagen der Rezeptionsforschung, insbesondere Medienaneignung und parasoziale Interaktionen.
4 EMPIRISCHER TEIL: Präsentiert die qualitative Untersuchung mittels Gruppendiskussionen, die das Medienverhalten und die Beeinflussbarkeit der Teilnehmenden analysiert.
5 RESÜMEE: Fasst die Haupterkenntnisse der Untersuchung zusammen und gibt Ausblicke auf künftige Forschungsmöglichkeiten.
Castingshow, Helden von Morgen, Medienrezeption, Medienaneignung, Vorbildfunktion, parasoziale Interaktion, Gruppendiskussion, soziale Kontexte, Identitätsbildung, Musikformat, Rezipienten, Eigenmarketing, Reality-TV, Medienkonsum, Popularitätswettbewerb
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rezeption und der kommunikativen Medienaneignung der Castingshow "Helden von Morgen" durch unterschiedliche Rezipientengruppen.
Das Ziel ist es herauszufinden, welchen Einfluss soziale Kontexte, wie das soziale Umfeld oder der Bildungsgrad, auf die Wahrnehmung und Aneignung von Castingshow-Inhalten haben.
Es wird ein qualitativer Ansatz gewählt, basierend auf einer strukturanalytischen Rezeptionsforschung und der Durchführung von Gruppendiskussionen mit zwei unterschiedlich musikalisch affinen Gruppen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Vorbildfunktion von Popstars, der Darstellung von Inszenierungsstrategien im Reality-TV sowie der theoretischen Einbettung in die Rezeptionsforschung.
Sie dienen als wichtiges theoretisches Konstrukt, um zu erklären, wie Zuschauer Beziehungen zu medialen Figuren aufbauen und diese in ihren Alltag sowie ihre Identitätsarbeit integrieren.
Medienaneignung, Castingshow, soziale Kontexte, Vorbildfunktion, parasoziale Interaktion und Rezeptionssteuerung.
Die Studie zeigt, dass Rezipienten mit höherem Bildungsgrad das Format kritischer reflektieren, während Personen mit niedrigerem Bildungsgrad stärker durch ihr soziales Umfeld, insbesondere das Elternhaus, beeinflusst werden.
Die Teilnehmer der Studie waren sich einig, dass Kandidaten einen gewissen Einfluss auf pubertierende Jugendliche ausüben können, wobei dieser Einfluss oft kritisch im Kontext von Drogen- oder Alkoholkonsum diskutiert wurde.
Sie schlussfolgert, dass es sich bei dem Format weniger um einen reinen Gesangswettbewerb handelt, sondern vielmehr um einen Popularitätswettbewerb, bei dem Äußerlichkeiten und mediale Inszenierung oft wichtiger sind als gesangliches Können.
Ja, die Befragten äußerten sich skeptisch über das "Zurechtstutzen" von Charakteren durch die Medienproduktion, was von vielen als manipulativ und "abgekartet" wahrgenommen wurde.
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