Bachelorarbeit, 2013
52 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Grundlagen
2.1 Aktuelle Regelungen nach IAS 17
2.1.1 Finanzierungsleasing
2.1.2 Operating-Leasing
2.2 Geplante Änderungen (ED/2013/6)
2.2.1 Typ A-Leasing
2.2.2 Typ B-Leasing
2.3 Theoretische Überlegungen
3. Empirische Untersuchung
3.1 Übersicht Finanzkennzahlen
3.2 Auswirkungen am Beispiel des EuroStoxx 50
3.3 Ereignisstudie
4. Interpretation der Ergebnisse
4.1 Erklärungsansätze
4.2 Ausblick
5. Kritische Würdigung
Die Arbeit untersucht die bilanziellen Auswirkungen und die kapitalmarktrelevanten Folgen der geplanten Reform der Leasingbilanzierung unter IFRS (ED/2013/6). Ziel ist es, durch eine empirische Analyse von 37 EuroStoxx 50-Unternehmen zu prüfen, ob die Einführung einer verpflichtenden Bilanzierung von bisher außerbilanziellen Operating-Leasingverhältnissen signifikante Kursreaktionen an den Aktienmärkten hervorruft.
2.1 Aktuelle Regelungen nach IAS 17
Grundlage für die momentane Bilanzierung und Bewertung von Leasingverhältnissen bildet IAS 17. Dieser beinhaltet sowohl Regelungen für Leasinggeber als auch für Leasingnehmer. Gemäß IAS 17.4 ist ein Leasingverhältnis „eine Vereinbarung bei der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts für einen vereinbarten Zeitraum überträgt.“ Dabei wird zwischen Finanzierungsleasing und Operating-Leasing unterschieden. Für beide Arten von Leasing gelten unterschiedliche Bilanzierungsgrundsätze, weshalb zu Beginn eines Leasingverhältnisses zunächst geklärt werden muss, welche Art von Leasing vorliegt. Gehen alle wesentlichen Risiken und Chancen auf den Leasingnehmer über, so ist das Leasingverhältnis als Finanzierungsleasing zu klassifizieren. In allen anderen Fällen erfolgt die Klassifizierung als Operating-Leasing. Risiken im Sinne des IAS 17 sind Verlustmöglichkeiten aufgrund ungetzter Kapazitäten oder technischer Überholung. Hingegen ergeben sich Chancen z.B. durch einen gewinnbringenden Einsatz des Vermögenswerts bzw. im Zusammenhang mit Wertsteigerungen und Restwerten.
1. Einleitung: Einführung in die Problematik der Leasingbilanzierung und Vorstellung der Forschungsfrage sowie des methodischen Aufbaus.
2. Grundlagen: Erläuterung der aktuellen Vorschriften nach IAS 17 sowie detaillierte Darstellung der geplanten Änderungen durch den Exposure Draft ED/2013/6 unter Einbeziehung ökonomischer Theorien.
3. Empirische Untersuchung: Durchführung einer Analyse der Auswirkungen auf Finanzkennzahlen von 37 EuroStoxx 50-Unternehmen sowie eine Ereignisstudie zur Marktreaktion.
4. Interpretation der Ergebnisse: Diskussion der Ergebnisse der Ereignisstudie anhand verschiedener Erklärungsansätze und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Standardsetzungsprozess.
5. Kritische Würdigung: Zusammenfassende Feststellungen zu den Auswirkungen der Reformbestrebungen auf Bilanzen und Kennzahlen sowie Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.
Leasingbilanzierung, IFRS, IAS 17, Exposure Draft, ED/2013/6, On-Balance-Bilanzierung, Operating-Leasing, Finanzierungsleasing, Nutzungsrechtmodell, EuroStoxx 50, Ereignisstudie, Informationsasymmetrie, Prinzipal-Agent-Theorie, Finanzkennzahlen, hidden leverage.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen einer geplanten Reform der Leasingbilanzierung in der IFRS-Rechnungslegung auf Unternehmen und Kapitalmärkte.
Der Fokus liegt auf der Abkehr von der bisherigen Operating-Leasing-Bilanzierung hin zu einer on-balance-Pflicht sowie den Auswirkungen auf Finanzkennzahlen.
Es soll geklärt werden, wie stark die Bilanzkennzahlen durch die Reform beeinflusst werden und ob die Märkte die Veröffentlichung des Standardentwurfs als kursrelevant einstufen.
Die Arbeit nutzt eine empirische Analyse von 37 EuroStoxx 50-Unternehmen kombiniert mit einer Ereignisstudie zur Untersuchung von abnormalen Aktienrenditen.
Neben den theoretischen Grundlagen (IAS 17 vs. ED/2013/6) erfolgt eine Berechnung der Auswirkungen auf Verbindlichkeiten und Eigenkapitalquoten sowie eine statistische Prüfung von Marktreaktionen.
Wichtige Begriffe sind Leasingbilanzierung, on-balance-Bilanzierung, hidden leverage, Ereignisstudie und Prinzipal-Agent-Theorie.
Diese Differenzierung soll für unterschiedliche Leasingobjekte (Mobilien vs. Immobilien) eine adäquate Abbildung des Aufwandsprofils (degressiv vs. linear) ermöglichen.
Nein, die empirische Analyse zeigt keinen eindeutigen, nachhaltigen Effekt auf die Aktienkurse, was auf verschiedene Erklärungsansätze wie die Vorab-Einpreisung oder mangelnde Informationsasymmetrie zurückgeführt wird.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

