Examensarbeit, 2002
98 Seiten, Note: Gut
1 EINLEITUNG
1.1 Problemstellung
1.2 Vorhaben
2 JONGLIEREN
2.1 Geschichte des Jonglierens
2.2 Jongliermaterialien
2.2.1 Bälle
2.2.2 Tücher
2.2.3 Ringe
2.2.4 Keulen
2.2.5 Teller
2.2.6 Diabolo
2.2.7 Devilstick
2.3 Jongliertechniken
2.3.1 Kaskade
2.3.2 Tellerdrehen
2.3.3 Diabolospiel
2.3.4 Devilstickjonglage
2.4 Zusammenfassung
3 EINORDNUNG DES JONGLIERENS IN DIE VORGABEN FÜR DEN SPORTUNTERRICHT AN GRUNDSCHULEN
3.1 Jonglieren in den Rahmenrichtlinien für die Grundschule - Sport
3.2 Jonglieren in den Grundsätzen und Bestimmungen für den Schulsport
3.2.1 Die Aufteilung in Lern- und Erfahrungsfelder
3.2.2 Jonglieren - eine Bewegungskunst
3.2.3 Jonglieren im Lern- und Erfahrungsfeld „Turnen und Bewegungskünste“
3.3 Zusammenfassung
4 JONGLIEREN MIT KINDERN
4.1 Das Einstiegsalter
4.1.1 Entwicklung der koordinativen Fähigkeiten
4.1.2 Schlussfolgerung
4.2 Aspekte für das Jonglieren in der Grundschule
4.3 Zusammenfassung
5 DIE UNTERRICHTSEINHEIT
5.1 Ziele der Unterrichtseinheit
5.2 Rahmenbedingungen
5.2.1 Die Schule
5.2.2 Die Klasse
5.2.3 Übungszeiten
5.2.4 Der Übungsort
5.2.5 Die Materialien
5.3 Diskussion von Unterrichtsvorschlägen in der Literatur
5.4 Eigene Unterrichtsentwürfe
5.4.1 Montag - 1. Jonglierabschnitt
5.4.2 Mittwoch - 2. Jonglierabschnitt
5.4.3 Donnerstag - 3. Jonglierabschnitt
5.4.4 Montag - 4. Jonglierabschnitt
5.4.5 Donnerstag - 5. Jonglierabschnitt
5.4.6 Freitag - Der Auftritt
5.5 Resümee der Unterrichtseinheit
6 ABSCHLUSSBETRACHTUNG
7 IMPRESSIONEN
Diese Arbeit zielt darauf ab, das Jonglieren als pädagogisch wertvolle Aktivität im Schulsport an Grundschulen zu etablieren, um Bewegungsdefiziten entgegenzuwirken und die koordinativen Fähigkeiten sowie das Selbstbewusstsein der Kinder zu fördern.
1.1 Problemstellung
Die Lebenswelt von Kindern hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Kinder verbringen einen Großteil ihrer Zeit in geschlossenen Räumen, sei es in der Schule oder zu Hause.
Auf Grund der zunehmenden Verstädterung, wird der Lebensraum der Kinder immer kleiner. Es besteht für die Kinder immer weniger die Möglichkeit sich frei zu bewegen, da ständige Gefahren, wie der Straßenverkehr, und Regeln, wie Spielverbote auf bestimmten Plätzen, den zur Verfügung stehenden Bewegungsraum stark einschränken (vgl. Hildebrandt u. a. 1993, S. 5 ff.). Sie müssen sich immer weiter in geschützte Räume zurückziehen und grenzen sich so „gegenüber der natürlichen Umwelt und de[n] Handlungsorte[n] [...] andere[r] Altersgruppen“ aus (ebd., S. 6). Es besteht die „Entwicklungstendenz von der ‚Straßenkindheit’ zur ‚Verhäuslichung’“ (ebd.).
Hinzu kommt die steigende Mediatisierung der heutigen Lebenswelt. Erfahrungen werden immer weniger selbst aktiv erlebt, sondern werden sehr oft nur aus zweiter Hand durch die Medien bezogen. Dazu gehören auch die Bewegungserfahrungen der Kinder. Kinder erschließen ihre Umwelt also immer weniger handelnd sondern konsumieren sie zunehmend (vgl. Ramin 1997, S. 109).
Aus diesen Veränderungen der Kindheit resultieren Bewegungsdefizite, sowie gesundheitliche und motorische Störungen. Das Unfallrisiko für Kinder ist gestiegen, da sie „auf alltägliche Situationen nicht mehr angemessen reagieren können.’“ (Einladung zum Symposium der Deutschen Olympischen Gesellschaft 1995, zitiert nach: Ramin 1997, S. 109).
1 EINLEITUNG: Die Arbeit beleuchtet die veränderte Lebenswelt von Kindern und begründet die Notwendigkeit, Jonglieren als bewegungsfördernde Maßnahme in den Schulalltag zu integrieren.
2 JONGLIEREN: Dieses Kapitel liefert ein theoretisches Grundwissen über die Geschichte, verschiedene Jongliermaterialien und grundlegende Techniken des Jonglierens.
3 EINORDNUNG DES JONGLIERENS IN DIE VORGABEN FÜR DEN SPORTUNTERRICHT AN GRUNDSCHULEN: Hier wird nachgewiesen, dass Jonglieren durch offizielle Rahmenrichtlinien und Grundsätze für den niedersächsischen Schulsport legitimiert ist.
4 JONGLIEREN MIT KINDERN: Es wird diskutiert, warum Kinder im Grundschulalter ideal für das Jonglieren geeignet sind, gestützt auf motorische Entwicklungstheorien.
5 DIE UNTERRICHTSEINHEIT: In diesem zentralen Teil wird die praktische Umsetzung einer Unterrichtseinheit in einer vierten Klasse detailliert dargestellt, inklusive der methodischen Entwürfe und Auswertungen.
6 ABSCHLUSSBETRACHTUNG: Eine kritische Bilanz der durchgeführten Arbeit, die den Erfolg der Unterrichtseinheit zusammenfasst und Empfehlungen für den Sportlehrer gibt.
7 IMPRESSIONEN: Eine ergänzende bildliche Dokumentation der Arbeit mit der vierten Klasse.
Jonglieren, Grundschule, Sportunterricht, motorische Fähigkeiten, Koordination, Schulsport, Bewegungsdefizite, Unterrichtseinheit, Kaskade, Diabolo, Jonglierteller, Bewegungsfreude, Selbstbewusstsein, Kinderzirkus, Lernalter.
Die Arbeit untersucht die Integration von Jonglierprojekten in den Sportunterricht an Grundschulen, um Kindern in einer bewegungsarmen Umwelt neue Erfahrungsmöglichkeiten zu bieten.
Die Themenfelder umfassen die sportpädagogische Einordnung des Jonglierens, die motorische Entwicklung von Kindern, die praktische Anwendung verschiedener Jongliergeräte und die Konzeption einer Unterrichtseinheit.
Das primäre Ziel ist es, den Nutzen des Jonglierens für die motorische und soziale Entwicklung von Grundschulkindern aufzuzeigen und ein praktisches Beispiel für eine Unterrichtseinheit zu liefern.
Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse und eine empirische Fallstudie, bei der er eine Unterrichtseinheit in einer vierten Grundschulklasse in Bremen eigenständig durchführte und evaluierte.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einordnung des Jonglierens in die Sportlehrpläne, eine Altersanalyse für das Jonglieren und die detaillierte Darstellung und Auswertung der praktischen Unterrichtsabschnitte.
Jonglieren, Grundschule, Sportunterricht, Koordination, Bewegungsentwicklung, Unterrichtseinheit, Selbstbewusstsein, Präsentation, Motorik, Jongliergeräte.
Der Autor argumentiert, dass Tücher zu instabilen Flugbahnen führen und beim Fangen kaum Ähnlichkeit mit der Handhabung von Bällen, Ringen oder Keulen haben, weshalb er den direkten Einstieg mit Bällen bevorzugt.
Rhythmische Musik wird gezielt eingesetzt, um den Wurftakt der Jonglage zu unterstützen, eine angenehme Arbeitsatmosphäre zu schaffen und die Motivation der Kinder zu fördern.
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