Masterarbeit, 2014
72 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Der Begriff Familie im Hinblick auf die unterschiedlichen Länder
2.1 Deutschland: „Mutter, Vater, Kind“
2.2 Schweden: Familiendebatte eng verbunden mit der über gesellschaftliche Gleichstellung
3. Bedeutung von Krise für Menschen in einem Wohlfahrtsstaat
4. Die Bezeichnung „Wohlfahrtsstaat“, dessen Entstehung und Architekturen
4.1 Zur Entstehung des Wohlfahrtsstaates
4.2 Formen bzw. Architekturen des Wohlfahrtsstaates
4.2.1 Der liberale Wohlfahrtsstaat
4.2.2 Der konservative Wohlfahrtsstaat
4.2.3 Der sozialdemokratische Wohlfahrtsstaat
4.2.4 Fazit und Kritik zum Modell von Esping-Andersen
5. Wohlfahrtsstaat Deutschland
5.1 Familie und deren finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten
5.2 Betreuung und Schule für Kinder und Jugendliche
5.2.1 Kinderkrippe, Krabbelstube und Kindergarten
5.2.2 Tagesmutter und Tagesvater
5.2.3 Betreuung von Schulkindern
5.2.4 Bildungsgänge bis zum Beruf
5.3 Soziale Sicherung in Deutschland für alle BürgerInnen
5.3.1 Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe
5.3.2 Krankenversicherung und Unfallversicherung
5.3.3 Rente und Alter
5.3.4 Grafische Übersicht des deutschen Sozialsystems
6. Välfärdsstaten Sverige (Wohlfahrtsstaat Schweden)
6.1 Ekonomiskt Familjestöd (Finanzielle Unterstützung von Familien)
6.2 Utbildning och Vård av Barn (Betreuung und Bildung von Kindern)
6.2.1 Förskolan/ Öppna Förskolan (Vorschule / offene Vorschule)
6.2.2 Familjedaghem (Familientagesstätten)
6.2.3 Fritidshem (Freizeitheim und offene Freizeittätigkeit)
6.2.4 Skolan och Högskola / Universitet (Schule und Hochschule)
6.3 Socialförsäkringssystemet (Soziales Sicherungssystem)
6.3.1 Ekonomiskt Bistånd (Sozialhilfe)
6.3.2 Arbetslöshetsförsäkring (Arbeitslosenversicherung)
6.3.3 Olycksfallsförsäkring (Unfallversicherung)
6.3.4 Sjukförsäkring (Krankenversicherung und Gesundheitsvorsorge)
6.3.5 Pensionsförsäkring (Rente und Unterstützung im Alter)
6.3.6 Grafische Übersicht des schwedischen Sozialsystems
7. Die familiäre Krise aus Wohlfahrtsstaat und Familie
7.1 Familie und Kinder
7.2 Arbeitslosigkeit und Sozialhilfe
7.3 Unfallversicherungen
7.4 Gesundheitsversorgung
7.5 Renten
8. Soziale Arbeit in Deutschland und Schweden
8.1 Ausbildung und Arbeitsbereiche
8.2 Rahmenbedingungen und Grundlagen für SozialarbeiterInnen
8.3 Psychosoziale Krisenarten und Unterstützungsangebote Sozialer Arbeit
9. Abschließende Diskussion
Die Arbeit vergleicht das deutsche und schwedische Wohlfahrtsstaat-System im Hinblick auf präventive und unterstützende Hilfsangebote für Familien in Krisensituationen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, inwieweit beide Staaten präventiv agieren, um individuellen familiären Krisen vorzubeugen und bei bestehenden Krisen Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.
3. Bedeutung von Krise für Menschen in einem Wohlfahrtsstaat
Kurt Tucholsky schrieb in seinem Essay „Deutsche Richter“:
„Eine Krise ist jener Ungewisse Zustand, in dem sich etwas entscheiden soll: Tod oder Leben – Ja oder Nein“ (Tucholsky 1927).
Dies beschreibt den richtungsweisenden Wendepunkt, welchen eine Krise darstellt sehr gut und zeigt auch auf, dass sie zugleich eine Chance kann. Eine Möglichkeit sich einer Herausforderung zu stellen, einen neuen Anfang zu wagen und Ressourcen zu entdecken, um sie zu mobilisieren. Das bedeutet nicht, dass jede Herausforderung eine Krise verkörpert. Aber sie birgt sie in sich, wenn die Herausforderung nämlich zur Überforderung wird und das Gefühl aufkommt, dass es die Existenz bedroht ist und keine der bisher erlernten Strategien und Fähigkeiten vorhanden zu sein scheinen, um dem entgegen zu wirken (vgl. Stein 2009: S. 20f.).
Das Wort Krise stammt von dem altgriechischen Wort krisis ab und bedeutet Umschlagpunkt, Wende und Entscheidung. Ursprünglich wurde es in der Medizin verwendet wenn bei einer Krankheit ein Wendepunkt dahingehend sichtbar wurde ob der Patient den stärker auftretenden Symptomen erliegen oder eine Genesung eintreten würde (vgl. Stein 2009: S. 21). Krisen können von unterschiedlichen Gesichtspunkten aus betrachtet und gedeutet werden. Das Wort Krise wird im Zusammenhang mit soziologischen, psychologischen, wirtschaftlichen, politischen und viele andere Kontexten und einhergehende Definitionen verwendet. Jedoch muss unterschieden werden zwischen individuellen und staatlichen Krisen und daher auch zwischen einer persönlich empfundenen Krise und einer materiellen oder anderen existenzbedrohenden allgemeingültigen Krise (vgl. Hedinger 2012: S. 148).
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Motivation dar, das schwedische Wohlfahrtsstaat-Modell kritisch mit dem deutschen System zu vergleichen, und führt die zentrale Fragestellung zur präventiven staatlichen Unterstützung von Familien ein.
2. Der Begriff Familie im Hinblick auf die unterschiedlichen Länder: Dieses Kapitel erläutert länderspezifische Vorstellungen und historische Entwicklungen des Familienbegriffs in Deutschland und Schweden.
3. Bedeutung von Krise für Menschen in einem Wohlfahrtsstaat: Das Kapitel definiert den Krisenbegriff im Kontext soziologischer und existenzieller Bedrohungen und grenzt individuelle von staatlichen Krisen ab.
4. Die Bezeichnung „Wohlfahrtsstaat“, dessen Entstehung und Architekturen: Hier werden theoretische Modelle (Esping-Andersen) und Entstehungsansätze von Wohlfahrtsstaaten diskutiert, um die unterschiedlichen Ausprägungen der beiden Länder einordnen zu können.
5. Wohlfahrtsstaat Deutschland: Es erfolgt eine detaillierte Darstellung des deutschen Systems mit Fokus auf finanzielle Familienunterstützung, Betreuungsangebote und soziale Sicherungsmechanismen.
6. Välfärdsstaten Sverige (Wohlfahrtsstaat Schweden): Analog zum vorigen Kapitel wird das schwedische System mit seinen spezifischen Unterstützungsleistungen, Betreuungsstrukturen und sozialen Sicherungen analysiert.
7. Die familiäre Krise aus Wohlfahrtsstaat und Familie: Dieses Kapitel vergleicht die Hilfesysteme beider Länder direkt in Bezug auf konkrete Lebensbereiche wie Schwangerschaft, Arbeitslosigkeit und Gesundheit, um Krisenbewältigung zu untersuchen.
8. Soziale Arbeit in Deutschland und Schweden: Die Rolle und Ausbildung der Sozialarbeiter sowie deren Arbeitsfelder und Möglichkeiten zur Krisenintervention in beiden Nationen werden hier gegenübergestellt.
9. Abschließende Diskussion: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen, reflektiert die Unterschiede und leitet Empfehlungen für eine präventivere Gestaltung des deutschen Hilfesystems ab.
Wohlfahrtsstaat, Deutschland, Schweden, Familie, Krise, Soziale Arbeit, Familienpolitik, soziale Sicherung, Kinderbetreuung, Gleichstellung, Prävention, Hilfesystem, Arbeitslosigkeit, Sozialpädagogik, Wohlfahrtsmodell
Die Arbeit befasst sich mit einem vergleichenden Blick auf die Wohlfahrtsstaaten Deutschland und Schweden, insbesondere im Hinblick auf die Unterstützung von Familien in Krisensituationen.
Die zentralen Themenfelder umfassen die unterschiedlichen Wohlfahrtsstaat-Modelle, Familienpolitik, Kinderbetreuungskonzepte, das soziale Sicherungssystem sowie die Rolle der Sozialen Arbeit in beiden Ländern.
Das Ziel ist es zu analysieren, wie Deutschland und Schweden präventiv auf familiäre Krisen reagieren und welche Unterstützung sie für die Selbsthilfe der Betroffenen anbieten.
Die Autorin verwendet eine vergleichende Literatur- und Systemanalyse der beiden Wohlfahrtsstaaten sowie deren Strukturen der Sozialen Arbeit.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Definitionen, die detaillierte Darstellung der beiden nationalen Wohlfahrts- und Sicherungssysteme sowie einen spezifischen Vergleich des Umgangs mit familiären Krisen und der Praxis der Sozialen Arbeit.
Wohlfahrtsstaat, Familie, Krise, Soziale Arbeit, Familienpolitik, soziale Sicherung, Prävention und Ländervergleich.
Während Deutschland stark auf Transferleistungen und ein traditionelles Familienmodell setzt, fokussiert Schweden auf ein universalistisches Modell, das durch einheitliche staatliche Dienste (z. B. Kinderbetreuung) die Gleichstellung von Mann und Frau fördert.
Die Autorin schlussfolgert, dass das deutsche Hilfesystem stärker von einer reinen finanziellen Mindestsicherung weg zu einer präventiven, stärker staatlich gelenkten Serviceleistung nach schwedischem Vorbild entwickelt werden sollte.
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