Bachelorarbeit, 2014
49 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Was ist Jugendkriminalität?
2.1 Der Begriff „Jugendlicher“
2.2 Kriminalität – Was versteht man darunter?
2.3 Jugendstrafrecht – Ein Sonderfall!
3 Theorien, Ansätze und Faktoren zur Entstehung von Jugendkriminalität
3.1 Theoretische Ursachenforschung
3.1.1 Die Anomietheorie nach Merton
3.1.2 Lerntheoretischer Ansatz
3.1.3 Kontrolltheoretischer Ansatz
3.1.4 Labeling Ansatz
3.1.5 Das Teufelskreis-Modell nach Quensel
3.2 Jugendkriminalität: Episodencharakter oder dauerhafte Delinquenz
3.3 Risikofaktoren für dauerhaftes Abgleiten in die Kriminalität
3.3.1 Einflussfaktor: Familie und Erziehung
3.3.2 Multiproblem-Milieu
3.3.3 Kindesmisshandlung
3.3.4 Die Peergroup
3.3.5 Medien
4 Polizeiliche Jugendarbeit
4.1 Jugendsachbearbeitung
4.2 Jugendkontaktarbeit
4.2.1 Prävention
4.2.2 Kooperation
4.2.2.1 Kooperationspartner
4.2.2.2 Zusammenarbeit mit der Polizei
4.2.3 Intervention
5 Projekte gegen Jugendkriminalität
5.1 Landesprojekt „Kurve kriegen“
5.2 Projekt „Gefährderansprache“ in Gelsenkirchen
5.3 Die Gefährderansprache
5.4 Die U-21 Datei
5.5 Gliederung des Projekts
5.6 Die Ergebnisse des Projektes „Gefährderansprachen“
Diese Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen polizeilicher Arbeit bei der Bekämpfung von Jugendkriminalität, mit besonderem Fokus auf präventive Ansätze und Interventionsstrategien im Kontext der jugendlichen Entwicklungsphase und deren direktem sozialen Umfeld.
3.1.5 Das Teufelskreis-Modell nach Quensel
Stephan Quensel versucht in seinem Teufelskreis-Modell die Entwicklung eines Jugendlichen zum Straftäter anhand von 8 Phasen zu erklären. Hierzu bedient er sich eines Fallbeispiels eines Jugendlichen.
In Phase 1 begeht der Jugendliche aus irgendwelchen Gründen ein leichtes Delikt. Hiermit will er ein ebenso kleines Problem lösen. Dies kann zum Beispiel ein schulischer Misserfolg oder eine Streitigkeit mit seinen Eltern sein. Hat er nun Glück, wird er nicht erwischt und kann das Problem lösen. Diesen Erfolg wertet der jugendliche als Bestätigung für sein Verhalten und als Möglichkeit Probleme zu lösen. Er versucht nun weitere Erfahrungen zu sammeln. Dies geschieht solange bis er unweigerlich irgendwann einmal auffällt.
Damit befindet er sich in Phase 2. Wenn er glück hat wird ihm bei der Lösung eines Problems geholfen ohne dass sein soziales Umfeld Kenntnis davon erlangt. Wird er jedoch erwischt erfährt er eine „Bestrafung“ (erzieherische Maßnahmen). Diese umfasst Strafen wie zum Beispiel Nachsitzen, Arbeitsauflagen oder Jugendarrest.
1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Entwicklung straffällig gewordener Jugendlicher und die polizeilichen Möglichkeiten, auf deren kriminelles Verhalten einzuwirken.
2 Was ist Jugendkriminalität?: Dieses Kapitel definiert die Begriffe „Jugendlicher“ und „Kriminalität“ und erörtert die rechtlichen Grundlagen des Jugendstrafrechts.
3 Theorien, Ansätze und Faktoren zur Entstehung von Jugendkriminalität: Hier werden wissenschaftliche Erklärungsmodelle vorgestellt und Risikofaktoren wie Familie, Peergroup und Medien analysiert.
4 Polizeiliche Jugendarbeit: Dieses Kapitel beschreibt die Aufgaben von Jugendsachbearbeitung und Jugendkontaktarbeit sowie das Zusammenwirken von Repression und Prävention.
5 Projekte gegen Jugendkriminalität: Hier werden konkrete Präventionsprojekte wie „Kurve kriegen“ und die „Gefährderansprache“ detailliert beschrieben und evaluiert.
Jugendkriminalität, Polizeiliche Jugendarbeit, Prävention, Intervention, Jugendstrafrecht, Risikofaktoren, Sozialisation, Mehrfachtatverdächtige, Gefährderansprache, Kurve kriegen, Kriminologie, Erziehung vor Strafe, Diversionsverfahren, Jugenddelinquenz, Soziales Umfeld
Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten der Polizei, Jugendkriminalität problemorientiert zu bekämpfen, indem sie Ursachen versteht und präventive sowie intervenierende Strategien anwendet.
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Ursachenforschung, den polizeilichen Aufgabenbereichen und der Evaluation spezifischer Praxisprojekte in Nordrhein-Westfalen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Polizei durch gezielte Maßnahmen und Kooperationen mit anderen Stellen Einfluss auf die Entwicklung gefährdeter Jugendlicher nehmen kann, um ein Abgleiten in die dauerhafte Delinquenz zu verhindern.
Es werden kriminologische Theorien wie die Anomietheorie, der Lerntheoretische Ansatz und der Labeling-Ansatz sowie Evaluationsstudien polizeilicher Praxisprojekte genutzt.
Der Hauptteil befasst sich mit der Entstehung von Jugendkriminalität, der polizeilichen Organisation der Jugendarbeit und der praktischen Umsetzung von Projekten wie der Gefährderansprache.
Die wichtigsten Begriffe sind Jugendkriminalität, Prävention, Intervention, Gefährderansprache, Mehrfachtatverdächtige und Jugendstrafrecht.
Das Modell von Stephan Quensel beschreibt in acht Phasen, wie sich ein Jugendlicher durch fortlaufende negative Erfahrungen und behördliche Sanktionen in eine kriminelle Karriere entwickeln kann.
Die Gefährderansprache ist ein verhaltensbeeinflussendes Instrument, das durch ein Gespräch die Polizei als präsente Instanz verdeutlicht, Vertrauen aufbaut und gemeinsam mit dem Jugendlichen nach Lösungen sucht, um weiteres kriminelles Verhalten zu vermeiden.
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