Diplomarbeit, 2014
148 Seiten, Note: 1,0
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Arbeitsgrundlagen und Arbeitsmethodik
1.3 Lage des Untersuchungsgebietes
2 Theoretische Überlegungen
2.1 Ethnie / Ethnizität
2.2 Nationalität – nationale Minderheit
2.3 Minderheit
2.4 Typen nationaler Minderheiten im Baltikum
2.5 Minderheitenschutz als politisches Konzept
2.6 Historische Grundlagen des Baltikums
3 Rechtliche Grundlagen
3.1 Verfassungen in den baltischen Staaten
3.2 Minderheitengesetzgebung
3.3 Regelungen in der Frage der Staatsbürgerschaft
3.4 Verwaltungseinheiten in den einzelnen baltischen Staaten
3.5 Der Census 2011
4 Die Bevölkerung der baltischen Staaten
4.1 Konfessionen im Baltikum
4.2 Bevölkerungsentwicklung in Litauen
4.3 Bevölkerungsentwicklung in Lettland
4.4 Bevölkerungsentwicklung in Estland
5 Räumliche Verteilung der Minderheiten in Litauen
5.1 Ethnische Minderheiten in Litauen
5.2 Visualisierung in Litauen
5.3 Ausreißergemeinden in Litauen
6 Räumliche Verteilung der Minderheiten in Lettland
6.1 Ethnische Minderheiten in Lettland
6.2 Visualisierung in Lettland
6.3 Ausreißerbezirke und -republikstädte in Lettland
7 Räumliche Verteilung der Minderheiten in Estland
7.1 Ethnische Minderheiten in Estland
7.2 Visualisierung in Estland
7.3 Ausreißerlandkreise in Estland
8 Die ethnischen Minderheiten des Baltikums im Vergleich
9 Minderheitenpolitik
9.1 Bildung und Sprache
9.2 Politische Mitbestimmung
9.3 Medien der Minderheiten
10 Resümee und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle ethnische Struktur der drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen basierend auf den Volkszählungsergebnissen des Jahres 2011, um die demografische Entwicklung und räumliche Verteilung ethnischer Minderheiten sowie deren politisch-soziale Situation zu analysieren.
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
Die an dieser Stelle verfasste Magisterarbeit beschäftigt sich mit der ethnischen Struktur in den baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Ergebnisse der Volkszählungen aus dem Jahr 2011 gelegt. Am Anfang der Arbeit werden Begrifflichkeiten abgeklärt sowie historische Grundlagen behandelt, um in Folge dessen die räumliche Verteilung der ethnischen Minderheiten und den aktuellen Stand der Minderheitenpolitik in den einzelnen Staaten besser verstehen zu können. Die Forschungsfragen, die dieser Arbeit zugrunde liegen, lauten:
Welche ethnischen Minderheiten siedeln in den baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen?
Wo siedeln Angehörige der ethnischen Minderheiten in den einzelnen Staaten?
Können Veränderungen durch die aktuellen Volkszählungsergebnisse 2011 rückgeschlossen werden?
Wie hat sich das Verhältnis der Minoritäten im Vergleich zur Mehrheitsbevölkerung in den baltischen Staaten entwickelt und welche Probleme und Konflikte gibt es aktuell?
In welcher Form organisieren sich die ethnischen Minderheiten? Welche Unterstützungen erfahren diese von staatlicher Ebene zur Bewahrung ihrer kulturellen Identität?
Welche Möglichkeiten des Unterrichts in der Muttersprache gibt es in Estland, Lettland und Litauen?
1 Einleitung: Darstellung der Forschungsfragen und Zielsetzung der Untersuchung im Kontext der Volkszählungsergebnisse 2011.
2 Theoretische Überlegungen: Definition grundlegender Begriffe wie Ethnie, Nationalität und Minderheit sowie Einordnung historischer Grundlagen.
3 Rechtliche Grundlagen: Untersuchung der verfassungsrechtlichen Situation, der Minderheitengesetzgebung und der Staatsbürgerschaftsregelungen in den drei Ländern.
4 Die Bevölkerung der baltischen Staaten: Analyse der religiösen Konfessionen und der allgemeinen demografischen Entwicklung.
5 Räumliche Verteilung der Minderheiten in Litauen: Detaillierte Betrachtung der ethnischen Gruppen in Litauen und Identifikation von Ausreißergemeinden.
6 Räumliche Verteilung der Minderheiten in Lettland: Analyse der ethnischen Minderheiten in Lettland und deren spezifische räumliche Ausprägung.
7 Räumliche Verteilung der Minderheiten in Estland: Untersuchung der Minderheitensituation und deren räumlicher Verteilung innerhalb Estlands.
8 Die ethnischen Minderheiten des Baltikums im Vergleich: Synthese und direkte Gegenüberstellung der Minderheitensituation in den untersuchten Staaten.
9 Minderheitenpolitik: Evaluierung der politischen Aspekte bezüglich Bildung, Sprache, politischer Partizipation und Mediennutzung.
10 Resümee und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Hypothesen zur zukünftigen Entwicklung.
Baltische Staaten, Estland, Lettland, Litauen, ethnische Minderheiten, Volkszählung 2011, Demografie, räumliche Verteilung, Staatsbürgerschaft, Minderheitenpolitik, Integration, kulturelle Identität, Minderheitenschutz, Russifizierung, Sprachpolitik.
Die Arbeit analysiert die aktuelle ethnische Zusammensetzung und die Situation von Minderheiten in Estland, Lettland und Litauen auf Basis der Volkszählungsdaten von 2011.
Die Arbeit deckt die demografische Entwicklung, die rechtlichen Rahmenbedingungen der Minderheitenpolitik, die räumliche Verteilung ethnischer Gruppen sowie Bildungs- und Medienaspekte ab.
Ziel ist es, die demografische Situation und die räumliche Verteilung der Minderheiten durch selbst erstellte Karten zu visualisieren und die Minderheitenpolitik der Staaten vergleichend darzustellen.
Es wird ein deduktiver Ansatz verfolgt, der durch intensive Literaturrecherche sowie die analytische Aufbereitung und Visualisierung statistischer Daten aus nationalen Online-Portalen gestützt wird.
Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Grundlagen, rechtlichen Aspekten, der Bevölkerungsentwicklung sowie einer detaillierten räumlichen Analyse der Minderheiten in den drei Ländern.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie ethnische Minoritäten, Staatsbürgerschaft, regionale Siedlungsstrukturen, Volkszählung 2011 und Minderheitenschutz gekennzeichnet.
Die russische Minderheit stellt in allen drei Staaten eine signifikante Gruppe dar, deren Situation stark von historischen Faktoren wie der Sowjetzeit und den heutigen Integrations- sowie Sprachpolitiken beeinflusst ist.
Die Analyse dieser Gemeinden dient dazu, Orte mit besonders hoher oder niedriger Konzentration bestimmter Minderheiten zu identifizieren und die regionale Varianz der ethnischen Struktur aufzuzeigen.
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