Examensarbeit, 2013
70 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Armutsdefinitionen und -konzepte
2.1 Absolute und relative Armut
2.2 Ressourcenansatz und Lebenslagenansatz
2.3 Bekämpfte und verdeckte Armut
3. Risikogruppen
3.1 Einelternfamilien
3.2 Kinderreiche Familien
3.3 Familien mit Migrationshintergrund
3.4 Arbeitslose
4. Ursachen von Kinderarmut
4.1 Globalisierung
4.1.1 Arbeitslosigkeit
4.1.2 Niedriglöhne sowie die Senkung der Lohnnebenkosten
4.2 Individualisierung und demographische Veränderungen
4.3 Um- und Abbau des Sozialstaates
5. Merkmale und Auswirkungen von Kinderarmut
5.1 Wohnen
5.2 Physische Gesundheit
5.3 Soziale Lage
5.4 Kulturelle Lage – Gleiche Bildungschancen für alle?
6. Lösungsansätze und Gegenmaßnahmen
6.1 Bekämpfung der Arbeitslosigkeit
6.2 Abschaffung des Niedriglohnsektors
6.3 Neuorientierung in der Familienpolitik
6.4 Veränderungen im Bildungswesen
6.5 Veränderungen in der Wohnungspolitik
6.6 Gesellschaftliche Veränderungen
7. Möglichkeiten und Grenzen der Armutsbewältigung von Kindern
7.1. Der Einfluss der Familie auf die Armutsbewältigung von Kindern
7.2 Das Konzept der Resilienz
7.2.1 Begriffserklärung
7.2.2 Kaui-Studie
7.2.3 Mannheimer Studie
7.2.4 Handlungskonzepte zur Resilienzförderung
8. Möglichkeiten und Grenzen von Armutsbewältigung in der Schule
8.1 Die Rolle der Lehrkräfte
8.2 Pädagogische Ansätze in der Literatur
8.3 Praxisansätze für die Schule
8.3.1 Anti-Mobbing-Intervention
8.3.2 Zusammenarbeit mit dem Elternhaus, Jugendamt und Familienhilfe
9. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik der Kinderarmut in Deutschland aus der Perspektive einer Lehramtsanwärterin. Das primäre Ziel ist es, die Ursachen, Merkmale und Auswirkungen von Kinderarmut zu analysieren und insbesondere die Rolle der Lehrkräfte sowie pädagogische Handlungsmöglichkeiten in der Schule im Umgang mit betroffenen Schülerinnen und Schülern aufzuzeigen.
8.3.1 Anti-Mobbing-Intervention
Dennoch gibt es Möglichkeiten für Lehrkräfte, SchülerInnen vor armutsbedingten Auswirkungen zu schützen, zumindest vor der durch Armut verursachten Stigmatisierung und Ausgrenzung. Dies kann beispielsweise im Rahmen einer generellen Anti-Mobbing-Intervention erfolgen. Es ist Aufgabe der Lehrkraft, für ein wertschätzendes Klima in der Klasse zu sorgen. Stigmatisierung und Ausgrenzung aus der Klassengemeinschaft sowie Hänseleien, weil jemand sich von den anderen SchülerInnen unterscheidet, sollten nicht akzeptiert oder toleriert werden. Dies gilt natürlich für sämtliche Ursachen von Ausgrenzungen einzelner SchülerInnen. Im Folgenden wird (verkürzt) eine Anti-Mobbing Intervention skizziert, die sich, sofern möglich, auf die Ausgrenzung durch Armut bezieht. Sie basiert auf dem Anti-Mobbing-Konzept von Grüner und Hilt und gliedert sich in fünf Phasen. Die folgende Intervention ist hilfreich, wenn die Lehrkraft davon ausgeht, dass ein(e) bestimmte(r) Schüler(in) aufgrund seiner/ihrer Armut stigmatisiert und ausgegrenzt wird. Vor der Durchführung dieser Einheit sollten sich die SchülerInnen im Unterricht mit den internationalen Menschenrechten beschäftigt haben. Sie sollten deren Inhalt und Bedeutung kennen, insbesondere das „Recht auf körperliche und seelische Unversehrtheit“ sowie das „Recht auf Eigentum“.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung der Kinderarmut als politisches und soziales Thema in Deutschland und definiert den Fokus der Arbeit aus pädagogischer Perspektive.
2. Armutsdefinitionen und -konzepte: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Unterscheidungen zwischen absoluter und relativer Armut sowie zwischen dem Ressourcen- und dem Lebenslagenansatz.
3. Risikogruppen: Es werden spezifische Bevölkerungsgruppen identifiziert, die ein erhöhtes Armutsrisiko tragen, darunter Einelternfamilien, kinderreiche Familien und Arbeitslose.
4. Ursachen von Kinderarmut: Das Kapitel analysiert systemische Ursachen, insbesondere die Folgen der Globalisierung, den Wandel von Lebensformen und den Abbau sozialstaatlicher Leistungen.
5. Merkmale und Auswirkungen von Kinderarmut: Hier werden die multidimensionalen Auswirkungen auf Wohnsituation, physische Gesundheit, soziale Lage und Bildungschancen dargestellt.
6. Lösungsansätze und Gegenmaßnahmen: Es werden verschiedene politische und wirtschaftliche Maßnahmen diskutiert, wie die Arbeitsmarktpolitik, Mindestlöhne und Reformen im Bildungssystem.
7. Möglichkeiten und Grenzen der Armutsbewältigung von Kindern: Das Kapitel führt das Konzept der Resilienz ein und untersucht, wie Schutzfaktoren Kindern helfen können, Armutssituationen besser zu bewältigen.
8. Möglichkeiten und Grenzen von Armutsbewältigung in der Schule: Hier wird die Rolle der Lehrkraft beleuchtet und es werden konkrete pädagogische Praxisansätze zur Unterstützung betroffener Kinder vorgestellt.
9. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert kritisch die Möglichkeiten und Grenzen pädagogischen Handelns im aktuellen Schulsystem.
Kinderarmut, Armutsgefährdung, Deutschland, Soziale Ungleichheit, Resilienz, Bildungschancen, Schulsystem, Lehrkräfte, Prävention, Stigmatisierung, Sozialstaat, Globalisierung, Niedriglohnsektor, Alleinerziehende, Kinderbetreuung.
Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Kindern in Armutslagen in Deutschland, analysiert die Ursachen und Auswirkungen dieses Phänomens und erörtert pädagogische Handlungsoptionen für Lehrkräfte.
Die Schwerpunkte liegen auf Armutsdefinitionen, Risikogruppen, systemischen Ursachen (wie Sozialstaatsabbau oder Globalisierung), den Auswirkungen auf die Lebenswelt von Kindern sowie Möglichkeiten der Armutsbewältigung durch Schule und Resilienzförderung.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrerinnen und Lehrer dazu beitragen können, benachteiligten Kindern bessere Partizipationschancen im Bildungssystem zu ermöglichen und armutsbedingte Ausgrenzung zu minimieren.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die theoretische Konzepte und aktuelle Studien zusammenführt, um die Komplexität von Kinderarmut aus der Perspektive der Schulpädagogik zu beleuchten.
Im Hauptteil werden zunächst die Armutsbegriffe definiert, danach werden Ursachen und Auswirkungen beschrieben, gefolgt von einer detaillierten Analyse von Gegenmaßnahmen, Resilienzkonzepten und spezifischen schulischen Interventionsmöglichkeiten.
Die zentralen Begriffe sind Kinderarmut, Soziale Ungleichheit, Resilienz, Bildungschancen, Armutsprävention und die Rolle der Schule.
Die Autorin schlägt spezifische Anti-Mobbing-Interventionen vor, die auf den Menschenrechten basieren, ein wertschätzendes Klassenklima fördern und in einem strukturierten, fünfphasigen Ablauf durchgeführt werden können.
Soziale Brennpunkte führen zu einer Kumulation von Risikofaktoren, die die Entwicklungschancen von Kindern negativ beeinflussen und oft eine soziale sowie räumliche Isolation zur Folge haben.
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