Bachelorarbeit, 2014
42 Seiten
1 Einleitung
2 Fußball in Mecklenburg-Vorpommern
3 Wirtschaftliche Betrachtung deutscher Fußballvereine
3.1 Charakteristika von Fußballclubs
3.1.1 Rechtsform: Verein
3.1.2 Vereinslizenzierung
3.1.3 Sportvereine an der Grenze zwischen Amateur- und Profibereich
3.2 Der Fußballverein als Fußballunternehmen
3.2.1 Wirtschaftliche Faktoren des Fußballsports
3.2.2 Besondere Merkmale von Fußballunternehmen
3.2.2.1 Zielformulierungen
3.2.2.2 Vereinsmarke
3.2.2.3 Finanzplanung
3.2.2.4 Sponsoring
3.2.2.5 Kundengruppe Fans
3.2.2.6 Erlösaufstellung in der 3. Liga
3.2.2.7 Zusammenfassung
4 Empirische Untersuchung
4.1 Die Erfolgsgeschichte der TSG Neustrelitz
4.2 Datenerhebung und Auswertung
4.2.1 Einführung
4.2.2 Befragung der Fußballinteressierten
4.3 Ableitungen aus den Ergebnissen
5 Diskussion
5.1 Ergebnisbeurteilung
5.2 Einschränkungen
5.3 Ausblick
Die Arbeit untersucht die ökonomische Reichweite des Fußballsports und analysiert am Beispiel der TSG Neustrelitz, wie durch professionelles Markenmanagement, Fanbindung und Sponsoring ein wirtschaftlicher Erfolg erzielt werden kann, um die Anforderungen für einen Aufstieg in die 3. Liga nachhaltig zu erfüllen.
3.2.1 Wirtschaftliche Faktoren des Fußballsports
Fußball ist inzwischen ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und sein Markt ist in den letzten Jahren gewachsen. Es ist nicht nur das hohe Interesse der Menschen an dem Fußballsport, vielmehr hat sich die wirtschaftliche Relevanz der sogenannten Fußballunternehmen weiter ausgeprägt. Zum einen sind die Zuschauenzahlen gestiegen. Dies belegt eine Statistik zu Stadionbesucher aus der 1. Bundesliga über eine gesamte Saison. Zur Jahrtausendwende gingen ca. 9,5 Millionen Menschen in die Stadien. In der Saison 2012/13 sind es bereits 12,9 Millionen Besucher. Zum anderen beschäftigen sich die Fußballclubs aus den ersten beiden Bundesligen weitgehend mit dem „Produkt Fußball“ und handeln wie Unternehmen aus der Normalwirtschaft. Dieses Kapital beschäftigt sich mit der wirtschaftlichen Bedeutung von Vereinen bzw. Fußballunternehmen.
Besonders die Proficlubs wirtschaften wie kommerzielle Unternehmen und verzeichnen Erlöse in Millionenhöhe. In einem Report der DFL verdeutlichen die hohen Umsatzzahlen der Bundesligisten die Zielstrebigkeit nach hohen Erträgen. Verglichen mit den vergangenen Jahren ist eine deutliche jährliche Steigerung der Erträge festzustellen. Damit einhergehend verdient der Staat erheblich an Steuern und Abgaben. Der deutsche Lizenzfußball trägt im großen Maße des Steueraufkommens bei. Neben Verein und Staat verdienen eine Vielzahl an Betrieben in Form von Sponsoring, Catering, Sicherheit, Werbung etc. durch den Fußballsport. Diese sind nötig, um den gesamten Spielbetrieb und den Unterhaltungswert von Fußball aufrecht zu erhalten. Im deutschen Fernsehen haben Spielübertragungen die höchsten Einschaltquoten. Wodurch vor allem die Unternehmen in der Medienbranche erhebliche Erträge erwirtschaften. Durch Fußball ist ein Markt geschaffen worden, von dem viele verschiedene Unternehmen profitieren. Demnach steht Fußball im engen Zusammenhang mit der Wirtschaft und Gesellschaft. In einer Studie wurde belegt, wie sehr dieser Sport für den Wohlstand der ganzen Republik Deutschland beiträgt. Die Studie kam zum Ergebnis, dass der Profifußball eine Wertschöpfung von 5 Milliarden Euro erzeugt. Demzufolge leistet die Bundesliga einen hohen Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt, wovon der Staat rund 1,5 Milliarden Euro an Steuern und sonstigen Abgaben verdient.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die ökonomische Bedeutung des modernen Fußballs ein und definiert die Zielsetzung, den wirtschaftlichen Erfolg am Beispiel der TSG Neustrelitz zu untersuchen.
2 Fußball in Mecklenburg-Vorpommern: In diesem Kapitel wird die Struktur des Landesfußballverbands Mecklenburg-Vorpommern sowie das regionale Ligasystem erläutert und die sportliche Positionierung wichtiger Vereine dargestellt.
3 Wirtschaftliche Betrachtung deutscher Fußballvereine: Dieses Kapitel analysiert die Rechtsformen von Fußballclubs, die Lizenzierungsverfahren für den Profibereich sowie die Merkmale, die Fußballvereine zunehmend zu Wirtschaftsunternehmen machen.
4 Empirische Untersuchung: Dieser Teil beschreibt die historische Entwicklung der TSG Neustrelitz und analysiert mittels einer Online-Umfrage die Bekanntheit, Fan-Strukturen und Informationsgewinnung in der Region.
5 Diskussion: Die Diskussion bewertet die Ergebnisse der Analyse, reflektiert die methodischen Einschränkungen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung von Fußballvereinen.
Fußballunternehmen, TSG Neustrelitz, Lizenzierung, Wirtschaftlichkeit, Markenmanagement, Fanbindung, Sponsoring, 3. Liga, Regionalfußball, Vereinsmarke, Sportökonomie, Medienverwertung, Amateurfußball, Profifußball, Kundenbindung.
Die Arbeit befasst sich mit der zunehmenden ökonomischen Bedeutung von Fußballvereinen und untersucht, wie diese, unter besonderer Betrachtung der TSG Neustrelitz, unternehmerische Strategien zur Sicherung ihrer wirtschaftlichen und sportlichen Existenz nutzen können.
Zu den zentralen Feldern gehören die ökonomische Professionalisierung von Fußballvereinen, die Anforderungen an ein Lizenzierungsverfahren, der Vergleich zwischen Amateur- und Profistrukturen sowie Strategien zur Fan- und Sponsorengewinnung.
Das primäre Ziel ist es, die ökonomische Reichweite des Fußballs aufzuzeigen und durch eine empirische Analyse der TSG Neustrelitz konkrete Handlungsempfehlungen für ein verbessertes Image und eine höhere wirtschaftliche Stabilität im Kontext eines Aufstiegs in die 3. Liga abzuleiten.
Die Arbeit nutzt neben einer Literaturrecherche zur theoretischen Fundierung eine empirische Online-Befragung von Fußballinteressierten in Mecklenburg-Vorpommern, um quantitative Daten über Bekanntheit, Informationsquellen und Präferenzen von Fans zu erheben.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung von Fußballunternehmen (Rechtsformen, Lizenzierung, Merkmale) und die praktische Untersuchung der TSG Neustrelitz, inklusive einer detaillierten Analyse der Umfrageergebnisse.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Fußballunternehmen, Markenmanagement, Fanbindung, Sponsoring, Lizenzierung und Vereinsmarke charakterisiert.
Die Umfrage ergab signifikante Unterschiede: Während junge Menschen Informationen primär über soziale Medien und Gespräche erhalten, greifen ältere Personen signifikant häufiger auf die Internetseiten der Vereine zurück.
Das Image ist ein entscheidender Faktor für die Fanbindung und die Attraktivität für Sponsoren. Die Umfrage verdeutlicht, dass besonders die über 30-jährigen Fans einen hohen Wert auf das Vereinsimage legen, was für die strategische Ausrichtung der TSG essenziell ist.
Der regionale Bezug ist für zwei Drittel der Befragten ein entscheidender Faktor, da die meisten Fans bevorzugen, dass ihr Lieblingsverein in der Nähe ihres Wohnortes ansässig ist. Dies schränkt die Markenpositionierung zwar regional ein, bietet aber Ansätze für lokale Bindungsstrategien.
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