Masterarbeit, 2014
126 Seiten, Note: 1,7
1 Problemstellung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Das Konzept der Selbstwirksamkeit
2.1.1 Definitionen und Abgrenzung
2.1.2 Allgemeine und spezifische Selbstwirksamkeit
2.1.3 Individuelle und kollektive Selbstwirksamkeit
2.1.4 Entstehung und Beeinflussung von Selbstwirksamkeit
2.1.5 Rahmenbedingungen von Selbstwirksamkeitserwartungen
2.2 Stress
2.2.1 Definitionen und Abgrenzung
2.2.2 Das transaktionale Stressmodell
2.2.3 Die Stressmessung
2.3 Interdependenzen zwischen Selbstwirksamkeitserwartungen und Stress
2.3.1 Selbstwirksamkeit als Ressource gegen Stress
2.3.2 Die gegenseitige Beeinflussung von Selbstwirksamkeit und Stress
2.3.3 Empirische Befunde
3 Forschungsfrage und Thesen
3.1 Forschungsfrage
3.2 Thesen
4 Untersuchungsmethode
4.1 Theoretischer Hintergrund
4.1.1 Qualitative Inhaltsanalyse nach MAYRING
4.1.2 Frequenzanalyse
4.2 Datenerhebung
4.2.1 Operationalisierung
4.2.2 Auswahl der Abstracts und Stichprobe
5 Auswertungsergebnisse
5.1 Ergebnisse aus dem „allgemeinen“ Bereich
5.1.1 Ergebnisse der Rubrik „Publikationsinformationen“
5.1.2 Ergebnisse der Rubrik „Forschungseinrichtung“
5.1.3 Ergebnisse der Rubrik „Stichprobe“
5.1.4 Ergebnisse der Rubrik „Methodischer Ansatz“
5.1.5 Ergebnisse der Rubrik „Formen der Selbstwirksamkeit“
5.2 Ergebnisse aus dem „thesenrelevanten“ Bereich
5.2.1 Ergebnisse der Rubrik „Art der Stressmessung“
5.2.2 Ergebnisse der Rubrik „Interdependenzen zwischen Selbstwirksamkeit und Stress“
5.2.3 Ergebnisse der Rubrik „Effekte von Interventionsmaßnahmen auf Selbstwirksamkeit und Stress“
5.2.4 Zusammenfassung der „thesenrelevanten“ Ergebnisse
6 Diskussion
6.1 Interpretation der „thesenrelevanten“ Ergebnisse
6.1.1 Ergebnisinterpretation der Rubrik „Art der Stressmessung“
6.1.2 Ergebnisinterpretation der Rubrik „Interdependenzen zwischen Selbstwirksamkeit und Stress“
6.1.3 Ergebnisinterpretation der Rubrik „Effekte von Interventionsmaßnahmen auf Selbstwirksamkeit und Stress“
6.1.4 Zusammenfassung der Ergebnisinterpretation und Beantwortung der Forschungsfrage
7 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Interdependenzen zwischen Selbstwirksamkeitserwartungen und Stress, um zu prüfen, ob Selbstwirksamkeitserwartungen als wirkungsvolle Ressource gegen Stress fungieren können. Die Forschungsfrage zielt darauf ab, diese protektive Funktion wissenschaftlich durch eine empirische Abstract- und Literaturanalyse zu untermauern.
2.1 Das Konzept der Selbstwirksamkeit
Ab und zu erscheinen uns Hindernisse unüberwindbar. Gute Beispiele dafür finden sich im Leistungssport, wo Zeitlimits, Sprunghöhen und Distanzen oftmals als unüberwindbar angesehen werden. So war man z.B. lange Zeit der Überzeugung, dass es keinem Menschen möglich wäre, eine Meile unter vier Minuten zu laufen. Da niemand es jemals geschafft hatte, wurde angenommen, dass der menschliche Organismus nicht in der Lage sei, diese Zeit zu unterbieten. Diese psychologische Barriere wurde erstmalig im Jahre 1954 von Roger Bannister durchbrochen. Die Nachricht, dass Bannister eine halbe Sekunde schneller war, verbreitete sich in Windeseile. Der Bann war gebrochen und es folgte ein Weltrekord auf den anderen. Dieses Beispiel aus dem Leistungssport soll verdeutlichen, dass für die Leistungsfähigkeit des Körpers oftmals psychische Barrieren entscheidend sind (BANDURA 1997, 396; SCHWARZER & JERUSALEM 2002, 28).
Im Jahre 1977 veröffentlichte Albert BANDURA einen Artikel unter der Überschrift „Self-Efficacy: Toward a Unifying Theory of Behavioral Change“ in dem er das Konzept der Selbstwirksamkeit erstmalig vorstellte (BARTHOLDT & SCHÜTZ 2010, 98; FUCHS 2005, 21; SCHWARZER 1996, 35).
Die Bedeutung der Selbstwirksamkeit für das menschliche Verhalten und Erleben soll in den folgenden Abschnitten detailliert erläutert werden. Dazu werden zuerst die grundlegenden Begriffe definiert sowie die Selbstwirksamkeitserwartung gegenüber der Ergebniserwartung3 abgegrenzt. Anschließend erfolgt eine Differenzierung des Konstrukts nach seinem Grad an Generalität oder Spezifität sowie der Ebene der Überzeugungen. Ferner werden vier wesentliche Quellen für den Erwerb von Selbstwirksamkeit und die Notwendigkeit von geeigneten Rahmenbedingungen beschrieben.
1 Problemstellung: Diese Einleitung beschreibt die hohe psychische Belastung von Erwerbstätigen, insbesondere Lehrkräften, und stellt die Selbstwirksamkeit als relevante Ressource zur Stressbewältigung vor.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert das Konzept der Selbstwirksamkeit, die verschiedenen Stressmodelle sowie die bestehenden theoretischen Erkenntnisse zu deren Interdependenzen.
3 Forschungsfrage und Thesen: Hier wird die zentrale Forschungsfrage der Arbeit definiert und auf Basis der Literatur vier prüfbare Thesen abgeleitet.
4 Untersuchungsmethode: Dieser Abschnitt beschreibt das methodische Vorgehen, welches auf einer qualitativen Inhaltsanalyse und Frequenzanalyse von wissenschaftlichen Abstracts basiert.
5 Auswertungsergebnisse: Das Kapitel präsentiert die deskriptiven Ergebnisse der Untersuchung, unterteilt in einen allgemeinen Bereich und einen thesenrelevanten Bereich.
6 Diskussion: Die Ergebnisse werden interpretiert, die Thesen auf ihren Wahrheitsgehalt geprüft und die zentrale Forschungsfrage beantwortet.
7 Fazit und Ausblick: Diese Zusammenfassung reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung, ordnet sie kritisch ein und gibt Hinweise für weiterführende Forschungsarbeiten.
Selbstwirksamkeit, Stress, Stressbewältigung, Ressourcen, Ergebniserwartung, transaktionales Stressmodell, Belastung, Beanspruchung, Interdependenz, Coping-Strategien, Stressmessung, Lehrkräfte, Interventionsmaßnahmen, empirische Analyse, qualitative Inhaltsanalyse.
Die Arbeit untersucht, inwiefern Selbstwirksamkeitserwartungen als psychologische Ressource dienen, um Belastungssituationen zu bewältigen und das subjektive Stresserleben von Personen zu reduzieren.
Die zentralen Themen sind das Konzept der Selbstwirksamkeit (nach Albert Bandura), transaktionale Stressmodelle, Stressmessmethoden sowie die empirische Evidenz für den protektiven Charakter von Selbstwirksamkeit.
Das primäre Ziel besteht in der Beantwortung der Forschungsfrage: „Können Selbstwirksamkeitserwartungen eine wirkungsvolle Ressource gegen Stress darstellen?“
Der Autor führt eine quantitative Literaturanalyse (in Form einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring und einer Frequenzanalyse) von 80 wissenschaftlichen Abstracts durch.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Rahmen und einen umfangreichen empirischen Teil, in dem Daten zu Korrelationen zwischen Selbstwirksamkeit und Stress sowie Effekte von Interventionen ausgewertet werden.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Selbstwirksamkeit, Stress, Ressourcen, Coping, transaktionales Stressmodell und quantitative Literaturanalyse.
Die Differenzierung ist wichtig, da die Untersuchung zeigt, dass bereichsspezifische Selbstwirksamkeitserwartungen Stressereignisse oft präziser abbilden und stärker mit dem Stresserleben korrelieren als allgemeine Skalen.
Die Arbeit stellt kritisch fest, dass der Großteil der aktuellen Forschung fast ausschließlich auf subjektiven Fragebögen basiert und fordert verstärkt den Einsatz physiologischer Messmethoden (wie Kortisolmessungen), um die Ergebnisse zu validieren.
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