Masterarbeit, 2014
83 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Forschungsproblematik und –fragen
1.3 Über das Unternehmen, das Praktikum und wahrgenommene Aufgaben
2. Theoretischer Teil
2.1 Vorgehen zur Entwicklung themenspezifischer Geschäftsmodelle
2.2 Theorie der Geschäftsmodelle
2.2.1 Herkunft, Definition und theoretisches Fundament
2.2.2 Anwendungsbereiche, Nutzen, Ziele und Barrieren
2.2.3 Einordnung des Geschäftsmodells
2.2.3.1 Geschäftsmodell und Strategie
2.2.3.2 Geschäftsmodell und Klassifizierung
2.2.3.3 Geschäftsmodell und Prozess
2.3 Herleitung generischer Geschäftsmodelle für Daten
2.3.1 Ein Klassifizierungsansatz für Daten-Geschäftsmodelle
2.3.2 Die neun generischen Value Propositions
2.3.3 Verwendung des Klassifizierungsansatzes
2.4 Geschäftsmodell-Innovation
2.4.1 Definition und Vorgehen zur Geschäftsmodellentwicklung
2.4.2 Analyse des Status Quo
2.4.3 Geschäftsmodell-Dynamik
3. Praktischer Teil
3.1 Management-Problematik
3.2 Fallstudien-Design
3.3 Fall 1: Pay-as-you-drive / Pay-how-you-drive
3.4 Fall 2: Remote Diagnose
3.5 Fall 3: Car Sharing
3.6 Fall 4: Flottenmanagement Logistik
4. Fazit
Die Arbeit untersucht die Notwendigkeit und Gestaltung spezifischer Geschäftsmodelle für Daten und entwickelt einen entsprechenden Klassifizierungsansatz, um den Innovationsprozess in datengetriebenen Industrien zu strukturieren und zu unterstützen.
2.3.2 Die neun generischen Value Propositions
Die Datensammlung, die erste Value Proposition, ist das vermutlich traditionellste Konzept. Es umfasst die schlichte Sammlung neuer (Roh-)Daten. Der Aufwand zur Erstellung des Datensatzes ist zunächst hoch und die Daten oftmals ungeordnet; dafür können sie anschließend beliebig oft an Interessenten weiterverkauft werden. Ein Marktforschungsinstitut kann Daten im Auftrag eines Unternehmens erheben, es kann aber auch sein, dass ein Unternehmen auf Grund seines Arbeitsbereiches für andere Unternehmen nützliche Daten „nebenbei“ erhebt und diese zusätzlich zum Alltagsgeschäft gewinnbringend umsetzt (McCallum & Gleason, 2013).
Die Sammlung von Daten bezieht sich auch auf Parmar et al. (2014) erstes Innovationsmuster, Produkte bereitzustellen, die vermehrt Daten generieren, bspw. neuartige Sensoren, die Blackbox im Flugzeug, die alle Daten mitschreibt und im Falle eines Absturzes hinzugezogen wird, oder einen OBD Dongle, mit dessen Hilfe ein KFZ-Mechaniker einen Fehlercode ausliest und damit das Fahrzeug schnell und gezielt reparieren kann.
Ähnlich funktioniert auch Rolls Royce bekanntes Engine Health Management (EHM) zur Wartung von Flugzeugen, welches die Firma mittlerweile auf Kreuzfahrtschiffe und Turbinen ausgeweitet hat. Werte lassen sich hierbei durch Problemprävention sowie optimale Wartungs- und Reparaturzyklen schaffen. Der Motor bleibt Eigentum von Rolls Royce und die Dienstleistung wird nach Nutzungsstunden abgerechnet.
Bei der Datengenerierung sollte beachtet werden, dass mehr Daten nicht zwangsweise besser sind (Moody & Walsh, 1999). Um Wertschöpfungspotenziale zu maximieren ist es daher nötig, eine Informationsüberflutung zu vermeiden.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Datengeschäftsmodelle ein, erläutert die Motivation des Autors und definiert die zentralen Forschungsfragen der Masterthesis.
2. Theoretischer Teil: Dieses Kapitel liefert das theoretische Fundament durch die Analyse von Geschäftsmodell-Literatur, leitet einen Klassifizierungsansatz für Datengeschäftsmodelle her und stellt Methoden zur Geschäftsmodell-Innovation vor.
3. Praktischer Teil: In diesem Teil wird der entwickelte theoretische Klassifizierungsansatz anhand von vier konkreten Fallbeispielen aus der Telematik-Branche angewendet und auf seine Praxistauglichkeit geprüft.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen, beantwortet die eingangs gestellten Forschungsfragen und diskutiert die Grenzen sowie künftige Forschungsmöglichkeiten des entwickelten Ansatzes.
Geschäftsmodell, Daten, Telematik, Wertschöpfung, Klassifizierung, Innovation, Digitalisierung, Geschäftsmodell-Innovation, Value Proposition, Datenfluss, Strategie, Fallstudie, Geschäftsmodell-Dynamik, Geschäftsmodell-Entwicklung, Wettbewerbsvorteil
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines spezifischen Klassifizierungsansatzes für Geschäftsmodelle in der Datenindustrie, um die Komplexität datengetriebener Wertschöpfung strukturiert abzubilden.
Die zentralen Themen umfassen die Theorie der Geschäftsmodelle, die Herleitung generischer Leistungskonzepte für Daten sowie die praktische Anwendung von Innovationsmethoden in der Fahrzeugtelematik.
Das primäre Ziel ist es, einen industriespezifischen Klassifizierungsansatz für Datengeschäftsmodelle zu formulieren, der Unternehmen hilft, den Innovationsprozess für datenbasierte Lösungen zu strukturieren.
Der Autor nutzt eine Kombination aus umfassender Literaturrecherche zur theoretischen Fundierung und einer induktiven, qualitativen Herleitung eines Typologie-Modells, das anschließend in einer multiplen Fallstudienanalyse validiert wird.
Der Praxisteil wendet den theoretischen Klassifizierungsansatz auf vier spezifische Telematik-Szenarien an: PAYD/PHYD-Versicherungen, Remote Diagnose, Car Sharing und Flottenmanagement in der Logistik.
Die wichtigsten Schlagworte sind Geschäftsmodell, Daten, Telematik, Wertschöpfung, Klassifizierung, Innovation und Value Proposition.
Der Autor ordnet die Strategie auf einer übergeordneten Positionierungsebene ein, während das Geschäftsmodell als die gedankliche und operative Umsetzungsebene betrachtet wird, die Wertschöpfung visualisiert.
Da generische Ansätze die Besonderheiten datenbasierter Wertschöpfung oft vernachlässigen, ermöglicht ein spezifischer Ansatz eine präzisere Strukturierung und Standardisierung von Geschäftsmodellen innerhalb der Datenindustrie.
Datensicherheit und Datenübertragung werden als fundamentale „Enabler“ identifiziert, die als technisches Rückgrat die Umsetzung der jeweiligen Value Propositions erst ermöglichen.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass ein strukturierter Innovationsansatz – basierend auf Klassifizierung, Umweltanalyse und Prototyping – wesentlich dazu beiträgt, den Innovationsprozess planbar zu machen und sich gegenüber dem Wettbewerb zu differenzieren.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

