Bachelorarbeit, 2013
34 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Schule im Wandel
3. Offener Unterricht
3.1 Versuch einer ersten Definition
3.1.1 Rolle des Lernenden
3.1.2 Rolle der Lehrperson
3.1.3 Veränderung des Unterrichts
3.1.4 Heterogenität
3.2 Formen Offenen Unterrichts
3.2.1 Freiarbeit
3.2.2 Wochenplan
3.2.3 Lernwerkstatt
3.2.4 Stationenlernen
3.3 Problematik und Gefahren
3.4 Zwischenfazit
4. Lerntheke
4.1 Definitionsschwierigkeit
4.2 Einordnung der Lerntheke
4.3 Rahmenbedingungen
4.4 Lernplan
4.5 Aufgaben und Material
4.6 Rolle des Lehrers
4.7 Rolle der Schüler
4.8 Feedback
4.9 Eine Beispieltheke
4.9.1 Zuordnen
4.9.2 Arbeit mit dem Internet
4.9.3 Sinne ansprechen
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Lerntheke als eine spezifische Form des Offenen Unterrichts. Das Ziel ist es, die Lerntheke theoretisch einzuordnen, ihr Potenzial für die innere Differenzierung zu analysieren und praktische Hilfestellungen für deren Planung und Umsetzung im Schulalltag zu geben.
4.1 Definitionsschwierigkeit
Der Begriff Lerntheke ist nicht exklusiv. Die Lerntheke hat viele Namen und sie tritt oft in verschiedensten Formen auf. So wird sie auch als Lernbuffet oder Lernladen bezeichnet. Doch unabhängig davon, welchen Namen sie trägt, handelt es sich bei dieser Form immer um eine bestimmte optische Präsentation des Lernmaterials für die Schüler. (vgl. Lämmle und Wieser 2008, S. 12) Die Aufgaben bzw. Materialien zur Lösung der Aufgaben werden alle auf einem Tisch, der mehr oder weniger zentral im Raum aufgestellt ist, ausgelegt. Der Aufgabentisch soll analog zur Theke in einem Restaurant der zentrale Ort des Raumes sein. Hier wird bestellt und bezahlt, sprich Aufgaben besorgt und gelöste Aufgaben zurückgegeben. Genau wie mit dem Wirt ein kurzes Gespräch gehalten wird, so kann die Lehrperson hier Hilfestellung geben. Die Schüler nehmen sich dort das Material, die Bearbeitung der Aufgaben findet aber an den eigenen Arbeitsplätzen statt. Wie die Aufgaben aussehen und in welcher Reihenfolge sie bearbeitet werden, ob es verschiedene Schwierigkeitsstufen gibt oder nicht, ob jeder Schüler einen Lernplan bekommt, obliegt den Planungen und der Vorlieben der Lehrperson und der Voraussetzungen der Schüler. Die Lerntheke kann in verschiedensten Varianten angelegt und ausgeführt werden. Wichtig ist die Beachtung der im dritten Kapitel vorgestellten Prinzipien des Offenen Unterrichts.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel und die damit verbundenen neuen Anforderungen an die Schule, die einen Übergang zu offeneren Unterrichtskonzepten erforderlich machen.
2. Schule im Wandel: Dieses Kapitel thematisiert die Notwendigkeit der Abkehr vom lehrerzentrierten Frontalunterricht zugunsten schülerorientierter Lernformen, um individuelle Kompetenzen besser zu fördern.
3. Offener Unterricht: Hier werden zentrale Merkmale, Prinzipien und die veränderte Rollenverteilung zwischen Lehrkraft und Lernenden im Offenen Unterricht diskutiert sowie gängige Methoden wie Freiarbeit und Wochenplanarbeit vorgestellt.
4. Lerntheke: Der Hauptteil definiert die Lerntheke, grenzt sie von anderen Methoden ab, erläutert die notwendigen Rahmenbedingungen und bietet konkrete Planungsbeispiele für die Praxis.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt hervor, dass die Lerntheke besonders geeignet ist, um Schüler strukturiert an das selbstständige Lernen im Rahmen des Offenen Unterrichts heranzuführen.
Offener Unterricht, Lerntheke, Schülerorientierung, Selbstständigkeit, Differenzierung, Lernplan, Freiarbeit, Stationenlernen, Lernumgebung, Lernmaterial, Lehrperson, Individualisierung, Unterrichtsgestaltung, Kooperatives Lernen, Reflexion.
Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Konzeption der Lerntheke als eine Variante des Offenen Unterrichts und untersucht deren Einsatzmöglichkeiten im Schulalltag.
Die zentralen Felder umfassen die theoretische Fundierung des Offenen Unterrichts, die spezifische methodische Ausgestaltung der Lerntheke, die Rolle der Lehrperson sowie praktische Hinweise zur Materialvorbereitung.
Das Ziel ist es, die Lerntheke als Instrument zur inneren Differenzierung zu beschreiben, ihre theoretische Einordnung zu klären und den Einstieg für Lehrkräfte durch konkrete Beispiele zu erleichtern.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und stützt sich auf theoretische Modelle sowie Beobachtungen, die in die Konzeption eines eigenen Planungsbeispiels einfließen.
Im Hauptteil werden nach einer theoretischen Einleitung die Rahmenbedingungen, die Rolle von Lehrenden und Schülern sowie die praktische Ausgestaltung, inklusive Aufgaben- und Materialwahl für eine Lerntheke, detailliert erörtert.
Wichtige Begriffe sind Offener Unterricht, Lerntheke, Schülerorientierung, Differenzierung und Selbstständigkeit.
Da die Aufgaben an einem zentralen Ort gebündelt sind, bietet die Lerntheke einen überschaubaren und geregelten Rahmen, der es sowohl Lehrern als auch Schülern ermöglicht, sich schrittweise an die Freiheiten des Offenen Unterrichts zu gewöhnen.
Während die Freiarbeit den Schülern oft maximale Freiheit in der Themen- und Materialwahl lässt, bietet die Lerntheke eine stärker strukturierte Präsentation der Lernmaterialien, die oft noch stärker durch die Lehrperson vorstrukturiert ist.
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