Bachelorarbeit, 2013
35 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Nischendifferenzierung
1.2 Köcherfliegen
1.3 Untersuchungsgebiet
1.4 Species distribution models und Maxent
2. Material &Methoden
2.1 Feldarbeit
2.2 Laborarbeit
2.3 Maxent-Analyse
3. Ergebnisse
3.1 Speyerbachbeprobung
3.2 Nischenmodellierung
3.2.1 Nischenmodellierung für Hydropsyche siltalai
3.2.2 Nischenmodellierung für Sericostoma personatum
4. Diskussion
4.1 Speyerbachbeprobung
4.2 Nischenmodellierung
4.2.1 Nischenmodellierung für Hydropsyche siltalai
4.2.2 Nischenmodellierung für Sericostoma personatum
4.2.3 Vergleich der Nischen von H. siltai S. personatum
Die Arbeit untersucht die ökologischen Nischen verschiedener Köcherfliegenarten im Speyerbach, um zu verstehen, wie diese Arten in einer gemeinsamen Gemeinschaft koexistieren können, ohne sich gegenseitig zu verdrängen.
1.1 Nischendifferenzierung
Der Begriff „Nische“ wurde zuerst von Grinnell 1917 und von Elton 1927 in der Ökologie benutzt und über die Zeit unterschiedlich definiert (Munk, 2009). 1957 entwickelte Hutchinson das Modell, dass jeder Faktor einer Dimension entspricht, sodass die ökologische Nische einen n-dimensionalen Hyperraum mit n Faktoren bildet (Townsend, Harper & Begon, 2009). Nach Townsend, Harper & Begon (2009) ist die ökologische Nische die Summe aus Toleranzbereich und Ansprüchen eines Organismus. Die Ansprüche an die Umwelt können in biotische und abiotische Faktoren oder in Umweltbedingungen und Ressourcen unterteilt werden (Munk, 2009). Man unterscheidet die fundamentale und die realisierte ökologische Nische. Die fundamentale Nische beschreibt die Kombination von Umweltbedingungen und Ressourcen, die eine Art benötigt, um zu existieren und sich fortzupflanzen, in Abwesenheit von existenzbedrohenden Arten. Die realisierte Nische hingegen beschreibt alle nötigen Faktoren und berücksichtigt zusätzlich intra- und interspezifische Konkurrenz (Townsend, Harper & Begon, 2009). Jede Art bildet dabei ihre eigene ökologische Nische (Munk, 2009).
Nach dem Konkurrenzausschlussprinzip müssen sich konkurrierende Arten, um in einer Artengemeinschaft langfristig koexistieren zu können, in ihrer ökologischen Nische unterscheiden, also eine Nischendifferenzierung zeigen, da ansonsten eine Art die andere verdrängen würde (Lampert & Sommer, 1992; Townsend, Harper & Begon, 2009).
Das Thema der Nischendifferenzierung dient auch als Fragestellung dieser Bachelorarbeit. Es soll untersucht werden, ob und wie sich die ökologischen Nischen von Köcherfliegen, die zusammen in einem gemeinsamen Lebensraum leben, unterscheiden, um nebeneinander koexistieren zu können.
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der ökologischen Nische und führt in die Biologie der Köcherfliegen sowie das Untersuchungsgebiet ein.
2. Material &Methoden: Hier werden die Vorgehensweise bei der Feldarbeit, die laborative Bestimmung sowie die methodischen Grundlagen der Maxent-Modellierung beschrieben.
3. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Funde der Beprobung im Speyerbach und stellt die erstellten Nischenmodelle für die beiden Hauptarten detailliert dar.
4. Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch hinterfragt, mit ökologischen Erkenntnissen verglichen und hinsichtlich der Mechanismen zur Koexistenz der untersuchten Arten interpretiert.
Köcherfliegen, Trichoptera, Speyerbach, Ökologische Nische, Nischendifferenzierung, Maxent, Habitatmodellierung, Hydropsyche siltalai, Sericostoma personatum, Koexistenz, Umweltvariablen, Artenverteilung, Bioindikatoren, Makrozoobenthos, Pfälzerwald.
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung der Diversität von Köcherfliegenlarven im Speyerbach und der Analyse ihrer ökologischen Ansprüche.
Zentrale Themen sind die Nischendifferenzierung, die Modellierung von Artenverteilungen mittels Maxent sowie die ökologische Charakterisierung von Trichoptera-Arten.
Die Arbeit erforscht, wie sich die ökologischen Nischen von Köcherfliegenarten in einem gemeinsamen Lebensraum unterscheiden, um eine langfristige Koexistenz zu ermöglichen.
Neben einer qualitativen Feldbeprobung an sieben Standorten wird die statistische Maxent-Software zur ökologischen Nischenmodellierung genutzt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Feld- und Laborarbeit, die statistische Modellierung der Fundorte unter Einbezug von Klimadaten und eine detaillierte Diskussion der Ergebnisse.
Die zentralen Begriffe sind Köcherfliegen, Ökologische Nische, Nischendifferenzierung, Speyerbach und Habitatmodellierung.
Diese beiden Arten waren die am häufigsten gefundenen Spezies, wodurch eine hinreichend große Datenbasis für eine aussagekräftige Modellierung zur Verfügung stand.
Die Analyse zeigt, dass insbesondere Niederschlagsmengen in bestimmten Monaten und die Art der Bodenbedeckung signifikante Prädiktoren für das Vorkommen beider Arten sind.
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