Bachelorarbeit, 2014
68 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1 Junge Unternehmen
2.2 Finanzierungsarten
2.3 Literaturvergleich
3. Modelltheoretischer Ansatz
3.1 Funktionsweise
3.1.1 Handlungsablauf
3.1.2 Verhandlung mit der Bank
3.1.3 Verhandlung mit dem Venture-Capitalist
3.1.4 Herleitung des Gleichgewichts
3.2 Implikationen
3.2.1 Geringe Kreditsicherheit
3.2.2 Schutz des geistigen Eigentums
3.2.3 Größe des Projekts
3.2.4 Höhe der Ertragsrate
3.2.5 Höhe des Risikos
3.2.6 High-Tech-Unternehmen
4. Kritische Analyse
4.1 Empirische Evidenz
4.2 Kritische Würdigung bestimmter Annahmen
4.3 Simulation
5. Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht modelltheoretisch, unter welchen spezifischen Bedingungen junge Unternehmen für ihre Finanzierung eher Bankkredite wählen oder Venture-Capital bevorzugen. Dabei stehen unternehmensinterne Faktoren, wie die Kreditsicherheit und die Art des Projekts, sowie externe Rahmenbedingungen, wie der Schutz des geistigen Eigentums, im Fokus der Analyse.
3.1.2 Verhandlung mit der Bank
Zum Zeitpunkt t = 0 stellt der Unternehmer der Bank seine Geschäftsidee vor. Die Bank nimmt dabei nur ein Signal wahr und hat keine genaue Kenntnis über die Erfolgsaussichten des Projekts. Diese Informationsasymmetrie veranlasst die Bank dazu, diese Information auf eigene Weise zu gewinnen. Dabei kann die Bank den profitablen Unternehmer durch Selbstselektion identifizieren. Das funktioniert mit den sogenannten anreizkompatiblen Vertragsmenüs, die der Bank die Möglichkeit der Informationsgewinnung geben. Dabei bietet die weniger gut informierte Partei, in dem Fall die Bank, der Partei mit Informationsvorsprung, hier dem Unternehmer, ein Menü aus Verträgen an. Da in dem Modell nur zwei Typen von Unternehmen, nämlich die profitablen und die unprofitablen, existieren, besteht das Menü auch nur aus zwei Verträgen. Eines richtet sich an den profitablen Unternehmer und eines an den unprofitablen Unternehmer. Zudem wird angenommen, dass das Menü die erwartete Rückzahlung des Unternehmens maximiert und zugleich die Gewinnschwelle der Bank erreichen lässt.
1. Einleitung: Vorstellung der Relevanz von Kapital für junge Unternehmen und Definition der Problemstellung bezüglich der Wahl zwischen Bankkrediten und Venture-Capital.
2. Grundlagen: Definition von jungen Unternehmen (KMU/Small Business) sowie eine Übersicht über verschiedene Finanzierungsarten wie Bankkredite, Venture-Capital, Business Angels und Crowdfunding, ergänzt durch einen Literaturvergleich.
3. Modelltheoretischer Ansatz: Detaillierte Beschreibung des Modells von Masako Ueda, inklusive des Handlungsablaufs, der Verhandlungen mit Banken und Venture-Capitalists sowie der Herleitung des Gleichgewichts und theoretischer Implikationen.
4. Kritische Analyse: Empirische Überprüfung der Modellergebnisse, eine kritische Würdigung der zugrunde liegenden Modellannahmen sowie eine visuelle Simulation der Ergebnisse.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Synthese der Ergebnisse und Beantwortung der Ausgangsfrage zur Finanzierungswahl sowie ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen bei Finanzierungsinstrumenten.
Unternehmensfinanzierung, Bankkredit, Venture-Capital, Masako Ueda, Informationsasymmetrie, Kreditsicherheit, Projektgröße, Ertragsrate, High-Tech-Unternehmen, geistiges Eigentum, Risikokapital, Modelltheorie, Unternehmensgründung, Kapitalbeschaffung, Anreizkompatibilität.
Die Arbeit analysiert, warum sich junge Unternehmen entweder durch Bankkredite oder Venture-Capital finanzieren und welche Faktoren diese Entscheidung beeinflussen.
Den Kern bildet das Modell „Banks versus Venture Capital: Project Evaluation, Screening, and Expropriation“ von Masako Ueda.
Ziel ist es, mithilfe des Modells die Bedingungen zu identifizieren, unter denen eine Bankfinanzierung oder eine Venture-Capital-Finanzierung für ein Unternehmen vorteilhafter ist.
Es handelt sich um eine modelltheoretische Analyse, die durch eine empirische Überprüfung sowie eine Simulation der Ergebnisse ergänzt wird.
Der Hauptteil behandelt den theoretischen Ansatz (Funktionsweise, Gleichgewicht), die Implikationen für verschiedene unternehmensinterne und externe Faktoren sowie eine kritische Analyse des Modells.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Informationsasymmetrie, Kreditsicherheit, Risikobewertung und die Interaktion zwischen Kapitalgebern und Gründern charakterisiert.
Banken arbeiten mit unvollständigen Signalen und anreizkompatiblen Verträgen, während Venture-Capitalists eine höhere Wissensintensität besitzen und das Unternehmen aktiv bei der Ideenumsetzung beraten oder enteignen können.
Ein starker Schutz des geistigen Eigentums mindert das Risiko der Enteignung der Geschäftsidee durch einen Venture-Capitalist, was das Unternehmen motiviert, Venture-Capital in Anspruch zu nehmen.
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