Diplomarbeit, 2002
99 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Bedeutung der Internetökonomie
2.2 Öffentliche Vergabe von Leistungen
2.2.1 Rechtliche Grundlagen
2.2.2 Ziele der Beschaffungspolitik
2.3 Grundlagen der Auktionstheorie
2.4 Kosten der Beschaffung
2.5 Electronic Commerce
2.5.1 Erweiterte Beschaffungsmöglichkeiten
2.5.2 Elektronische inverse Auktionen
2.5.3 Erfolgsfaktoren elektronischer inverser Auktionen
2.5.4 Erläuterung der Trade2B Internet-Plattform für dynamische Ausschreibungen
2.6 Die räumliche Komponente des eBusiness
3 Die Beschaffung der öffentlichen Hand
3.1 Der Beschaffungsvorgang
3.1.1 Eingliederung der Beschaffungsaufgabe in die Verwaltung
3.1.2 Güterstruktur der öffentlichen Beschaffung
3.1.3 Anforderungen an das beschaffende Personal
3.1.4 Probleme der derzeitigen Beschaffungspraxis
3.1.5 Beschaffung bei der Stadt Mainz
3.2 Aktivitäten zum Thema öffentliche elektronische Beschaffung
3.2.1 „Öffentlicher Eink@uf Online”
3.2.2 „Bremen Online Services”
3.2.3 Die Qualifizierte Digitale Signatur
3.3 Durchführung von vier Pilotbeschaffungen mithilfe inverser Auktionen
3.3.1 Beschaffung zweier Server
3.3.2 Beschaffung zweier Bauleistungen
3.3.3 Beschaffung einer Schulverwaltungssoftware
3.3.4 Beschaffung eines Großflächenrasenmähers
4 Auswertung
4.1 Einsparungen
4.2 Auswirkungen auf die regionalen Lieferbeziehungen
4.3 Künftige Anforderungen an die beschaffende Seite
4.4 Künftige Herausforderungen an die Lieferanten
5 Resümee und Ausblick
Die Arbeit untersucht, inwieweit dynamisch verhandelte Online-Ausschreibungen mittels inverser Auktionen ein geeignetes Instrument für die öffentliche Hand darstellen, um Beschaffungsprozesse effizienter zu gestalten und Einstandspreise zu senken. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Nutzbarkeit dieses Instruments unter den spezifischen rechtlichen Rahmenbedingungen der deutschen Vergabepraxis.
2.5.2 Elektronische inverse Auktionen
Bezüglich des Preises wird im traditionellen Schrifttum im Wesentlichen auf drei sich dynamisch verändernde Komponenten eingegangen. Dies sind die Zielfunktionen eines Unternehmens, die Kosten für die Herstellung eines Produktes und die Markt- und Wettbewerbssituation (vgl. Wirtz 2000, S. 200). Hilke sieht eine Zielfunktion dann als dynamisch an, wenn ein Unternehmen nicht zeitindifferent bezüglich des Absatzes seiner Produkte ist (vgl. Hilke 1978, S. 16 f.). Die Veränderungen der Markt- und Wettbewerbssituation ist die wichtigste der drei dargestellten Komponenten, wie auch Wirtz feststellt (vgl. Wirtz 2000, S. 201). Auktionen sind in der Lage, Preise flexibel beim Aufeinander treffen von Angebot und Nachfrage in Abhängigkeit der Markt- und Wettbewerbsbedingungen zu bilden und hierbei vier wesentliche Funktionen zu erfüllen (vgl. Wirtz 2000, S. 201):
! Koordinationsfunktion: Auktionen ermitteln markträumende Preise, die das Angebot und die Nachfrage so koordinieren, dass alle Produkte abgesetzt werden können.
! Preisbildungsfunktion: Auktionen können auch für kaum oder selten gehandelte Güter Preise ermitteln, ohne auf Schätzungen zurückgreifen zu müssen.
! Allokationsfunktion: Auktionen können als Allokationsmechanismus für schwer zu vermarktende/ beschaffende Produkte dienen.
! Distributionsfunktion: Auktionen sind geeignet, eine große Zahl von Bietern anzuziehen und stellen damit einen separaten Distributionskanal dar, welcher zum Teil neue Kundenschichten erreicht; entsprechendes gilt für die Lieferantensuche.
1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die wachsende Bedeutung von Informationstechnologien und E-Business in Geschäftsprozessen und stellt den Fokus auf den Bereich der öffentlichen Beschaffung dar.
2 Theoretische Grundlagen: Das Kapitel erläutert die theoretischen Aspekte der Internetökonomie, des Vergaberechts, der Auktionstheorie sowie der Kosten der Beschaffung und elektronischer Einkaufsinstrumente.
3 Die Beschaffung der öffentlichen Hand: Hier wird der traditionelle Beschaffungsvorgang analysiert und durch die Vorstellung verschiedener E-Beschaffungsprojekte sowie Pilotbeschaffungen der Stadt Mainz praktisch beleuchtet.
4 Auswertung: Das Kapitel analysiert die erzielten Ergebnisse der Pilotprojekte im Hinblick auf Einsparungspotenziale, räumliche Auswirkungen sowie künftige Anforderungen an die Beteiligten.
5 Resümee und Ausblick: Diese Zusammenfassung fasst die Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass unter Einhaltung spezifischer Rahmenbedingungen inverse Auktionen ein wertvolles Instrument für die öffentliche Hand sein können.
Öffentliche Beschaffung, E-Procurement, Inverse Auktionen, Internetökonomie, Prozesskosten, Vergaberecht, Stadt Mainz, Auktionsplattform, elektronische Vergabe, Einstandspreise, B2G, Transaktionskosten.
Die Arbeit untersucht, ob und wie die öffentliche Hand von modernen E-Business-Methoden, insbesondere inversen Online-Auktionen, bei ihren Beschaffungsvorgängen profitieren kann.
Zentrale Themen sind das deutsche Vergaberecht, die Anwendung von Auktionsmodellen in der öffentlichen Verwaltung, die Optimierung von Prozesskosten und die Auswirkungen auf regionale Lieferbeziehungen.
Das Hauptziel ist es zu ergründen, ob durch die Ablösung traditioneller papierbasierter Verfahren durch internetbasierte elektronische Verfahren Einsparungen bei Prozesskosten und Einstandspreisen erzielt werden können.
Es wurde eine theoretische Literaturanalyse mit der praktischen Fallstudie von Pilotbeschaffungen bei der Stadt Mainz kombiniert.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den rechtlichen Rahmenbedingungen, den Grundlagen der Auktionstheorie und dem praktischen Vergleich zwischen traditioneller Vergabe und dem Einsatz von Auktionssoftware am Beispiel der Stadt Mainz.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie "Öffentliche Beschaffung", "E-Procurement", "Inverse Auktionen" und "Vergaberecht" beschreiben.
Die Stadt Mainz diente als Praxispartner, bei dem mehrere Pilotbeschaffungen mittels der Auktionsplattform Trade2B durchgeführt wurden, um empirische Daten für die Auswertung zu gewinnen.
Die größte Hürde stellt die Rechtssicherheit und die Vereinbarkeit der dynamischen Auktionsprozesse mit den strengen, oft starren vergaberechtlichen Vorschriften (VOB/VOL) dar.
Das Projekt scheiterte an einer marktseitigen Gebietsaufteilung der Händler, die dazu führte, dass keine ernsthaften Gebote abgegeben wurden, da die Händler den Wettbewerb scheuten.
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