Bachelorarbeit, 2014
254 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung – Paratext und Text
2. Auswahl der Edition als Grundlage
3. Annäherung an die Lektüre und Handlung
4. Methodisches Vorgehen zur Analyse
5. Methodische Untersuchung des Werkes
5.1. Einleitung in (para-)textuelle Kategorien
5.2. Analyse der Einleitung in Kategorien
5.2.1. Strenge Diegese
5.2.2. Inhaltliches Denken
5.2.3. Status als Text
5.2.4. Metaphern
5.2.5. Sprünge im Feld
5.2.6. Instabilitäten
5.2.7. Zersplitterung der Ordnung
5.3. Analyse der Transposition
5.4. Die Ethik der Transposition
6. Theoretische Ableitungen
7. Theoretische Annäherung
7.1. Metaphern als semantische Felder
7.2. Der Übergang zwischen Text & Paratext
8. Die Metapher als Bindeglied
Die Arbeit untersucht das komplexe Wechselspiel zwischen dem literarischen Text von Herman Melvilles "Moby-Dick" und dessen paratextuellen Elementen. Ziel ist es, durch eine methodische Analyse aufzuzeigen, wie Metaphern als Bindeglied fungieren, um den ästhetischen Raum des Werkes zu definieren, zu krümmen und für den Lesenden erfahrbar zu machen.
1. Einleitung – Paratext und Text
Moby-Dick ist die Erzählung einer Walfanggeschichte. Es ist die Fahrt der Pequod von der ostamerikanischen Insel Nantucket aus auf alle sieben Weltmeere. Es ist das Schiff des Kapitän Ahab und seiner Mannschaft, die vollkommen seinem Wahn erliegen, den weißen Wal zu schnappen, der ihm früher ein Bein abgerissen hat. Es ist diese Geschichte des jungen Ishmael, von dem wir kaum etwas erfahren werden, der zusammen mit seinem Freund Queequeg, einen Harpunier und König eines südamerikanischen Stammes, der diese Geschichte überliefern wird. Es ist dieser Ishmael, der als einziger nicht sterben wird.
Und es ist dieser weiße Wal, der das Böse symbolisieren soll und dabei doch so gescheit, so philosophisch ist. Und es ist diese Klugheit und Raffinesse seiner Angriffe, die die Mannen nicht werden bändigen können. Und es ist dieser Wal, dessen Entwicklung sich nicht in der Geschichte abspielt, sondern außerhalb dieser.
Melvilles Roman aus dem Jahre 1851 breitet auf über achthundert Seiten eine Welt aus, die für den Leser eine Aufgabe, eine Herausforderung darstellt. So sind viele Entwicklungen und Geschehnisse der eigentlichen Geschichte in anderen Texten versteckt: den Paratexten. Ganze Kapitel und Kapitelansammlungen können nicht der eigentlichen Geschichte zugerechnet werden, sondern stehen absonderlich abseits von dieser.
1. Einleitung – Paratext und Text: Einführung in die Thematik der Walfanggeschichte und die fundamentale Rolle der Paratexte als verborgene Bedeutungsträger im Werk.
2. Auswahl der Edition als Grundlage: Darstellung der Editionsgeschichte und Begründung der Wahl der Übersetzung durch Friedhelm Rathjen als wissenschaftliche Grundlage.
3. Annäherung an die Lektüre und Handlung: Diskussion der Herausforderung, sich dem kulturell tief verankerten Stoff von Moby-Dick unvoreingenommen zu nähern.
4. Methodisches Vorgehen zur Analyse: Erläuterung der Strategie, den Textkorpus anhand von Handlungs- und Sinneinheiten zu kategorisieren.
5. Methodische Untersuchung des Werkes: Detaillierte Analyse der Interdependenz von Paratext und diegetischer Ebene unter Verwendung von Kategorien wie strenger Diegese und Metaphorik.
6. Theoretische Ableitungen: Reflexion über die Ergebnisse der Werkanalyse und deren Übertragbarkeit auf theoretische Grundannahmen.
7. Theoretische Annäherung: Vertiefende Auseinandersetzung mit der Metapher als semantisches Instrument zur Weltwahrnehmung.
8. Die Metapher als Bindeglied: Fazit zur transformativen Kraft der Metapher, die den ästhetischen Raum des Romans maßgeblich mitgestaltet.
Moby-Dick, Herman Melville, Paratext, Diegese, Metapher, ästhetischer Raum, Transposition, Walfang, Literaturwissenschaft, Narratologie, semantische Felder, Goldzunze, Jona-Gleichnis, Pequod, Ästhetik.
Die Arbeit analysiert das Zusammenspiel von Erzähltext und Paratext (wie Vorworte, Anhänge oder Fußnoten) in Herman Melvilles "Moby-Dick" und untersucht, wie diese Ebenen den ästhetischen Raum des Romans beeinflussen.
Zu den Schwerpunkten zählen die Metaphorik, die Narratologie (Diegetik), die Rolle von Übersetzungen bei der Textkonstitution und die ethische Bewertung des Erzählens.
Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie die Verschränkung von Text und Paratext mittels der Metapher eine spezifische Leseerfahrung erzeugt und den "ästhetischen Raum" des Werkes konstruiert bzw. krümmt.
Der Autor nutzt eine strukturalistische Kategorisierung des Werkes in "diegetische" und "paratextuelle" Einheiten, ergänzt durch eine metaphorologische Analyse im Sinne von Hans Blumenberg.
Kapitel 5 bietet eine detaillierte tabellarische Analyse der Kapitel von Moby-Dick, wobei jedes Segment auf seine diegetische oder paratextuelle Funktion hin bewertet wird.
Die Analyse stützt sich auf die Identifikation von semantischen Feldern (z. B. die Farbe Weiß, religiöse Gleichnisse wie Jona), die über das gesamte Werk hinweg als verbindende Elemente wirken.
Die Editionswahl (Rathjen) ist entscheidend, da der Autor argumentiert, dass verschiedene Bearbeitungen und Kürzungen das Verständnis für die Struktur der Paratexte und die metaphorische Tiefe verfälschen können.
Das Gleichnis von Jona dient als ideale Metapher für das Ausgeliefertsein im "Wal" (dem Schiff/dem Text) und verdeutlicht, wie paratextuelle Bezüge die Lektüre des eigentlichen Handlungsverlaufs fundamental verändern.
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