Wissenschaftlicher Aufsatz, 2015
78 Seiten
1 Allgemeines
2 Gibt es eine chronische Borreliose?
3 Symptome bei der Infektion mit Borrelien und Ko-Infekten
4 Borrelien-Direktnachweis
5 Indirekte Testverfahren: Antikörperbestimmungen
6 Der EliSpot (Interferon-Gamma-Test)
7 Die CD57-NK-Zellen
8 Antibiotika-Therapie
9 Antibiotika Begleit- Diagnostik und -Therapie
10 Erythema migrans, Lymphozytom, ACA und Meldepflicht
11 Biofilme, pleomorphe Formen, Persisterformen
12 Diskussion
Ziel der Arbeit ist es, aus klinischer Sicht eine sachliche Diskussion über die chronische Borreliose sowie Ko-Infektionen anzustoßen und aufzuzeigen, warum aktuelle diagnostische und therapeutische Standards bei chronischen Verläufen möglicherweise nicht ausreichend sind.
1 Allgemeines
Alle folgenden Betrachtungen sind Anregungen für weitere Untersuchungen bzw. Studien oder Informationen. Diese Gedanken und Fragen haben sich durch die Literatur-Recherche im Internet, Fragen von den Patienten in der täglichen Praxis und viele Gespräche ergeben. Es besteht augenscheinlich ein großer Gesprächs- und Informationsbedarf bei den Patienten und auch bei Kollegen, die von den Patienten mit diesen Fragen in der Praxis konfrontiert werden.
Wir wissen, dass es Wechselwirkungen zwischen den Krankheitserregern (Viren, Bakterien, Pilze, Protozoen, Parasiten usw.) mit ihren jeweiligen Virulenz- bzw. Pathogenitätsfaktoren und dem Immunsystem des Infizierten, dem Wirt, gibt. Dabei entscheidet sich bei jeder Infektion, ob der Betroffene nur infiziert wird oder ob er auch erkrankt, d.h. ob er Symptome entwickelt und wie schwer er erkrankt.
1 Allgemeines: Einführung in die Thematik der Wechselwirkungen zwischen Krankheitserregern und Immunsystem sowie der Bedarf an einer ganzheitlichen Betrachtung.
2 Gibt es eine chronische Borreliose?: Auseinandersetzung mit der Existenz und Häufigkeit der chronischen Borreliose und Abgrenzung zur Neuroborreliose.
3 Symptome bei der Infektion mit Borrelien und Ko-Infekten: Auflistung klinischer Symptome, die auf eine chronische Infektion hinweisen könnten, sofern andere Diagnosen ausgeschlossen wurden.
4 Borrelien-Direktnachweis: Darstellung der Möglichkeiten und Limitierungen des direkten Nachweises von Borrelien im Gewebe.
5 Indirekte Testverfahren: Antikörperbestimmungen: Analyse der Probleme bei der Standardisierung und Sensitivität der gängigen Antikörpertests.
6 Der EliSpot (Interferon-Gamma-Test): Erläuterung des EliSpot-Verfahrens als zelluläres Testinstrument zur Beurteilung der Immunaktivität.
7 Die CD57-NK-Zellen: Diskussion der Bestimmung von natürlichen Killerzellen zur Beurteilung des zellulären Immunsystems.
8 Antibiotika-Therapie: Diskussion von Therapiekonzepten, Kontraindikationen und der Relevanz von Kombinations-Langzeittherapien.
9 Antibiotika Begleit- Diagnostik und -Therapie: Vorstellung ergänzender Maßnahmen zur Unterstützung des Patienten während einer Langzeittherapie.
10 Erythema migrans, Lymphozytom, ACA und Meldepflicht: Erörterung praktischer Probleme bei der Diagnosestellung und Meldung der Erkrankung.
11 Biofilme, pleomorphe Formen, Persisterformen: Aufarbeitung der Existenz schwer nachweisbarer Erregerformen im Gewebe und deren Auswirkung auf die Therapie.
12 Diskussion: Fazit des Autors über die Notwendigkeit, Patienten mit unklaren chronischen Symptomen ganzheitlich zu betrachten und weiterführende Studien zu fördern.
Chronische Borreliose, Spätborreliose, Borrelien-Direktnachweis, Borrelien-Serologie, Immunologie, ELISPOT, CD57 natürliche Killerzellen, Borreliose Ko-Infektionen, Erythema migrans, pleomorphe Bakterienformen, Bakterien-Persister, bakterielle Biofilme, Antibiotika-Therapie, Antibiotika Begleitdiagnostik, Antibiotika-Begleittherapie.
Die Arbeit beleuchtet die medizinische Auseinandersetzung mit der chronischen Borreliose und Ko-Infektionen aus der Sicht eines klinisch tätigen Arztes.
Diagnostik, Therapieansätze, die Rolle von Persister-Formen, Biofilmen sowie die Bedeutung der Begleitdiagnostik bei chronischen Infektionen.
Das primäre Ziel ist es, auf Basis der aktuellen Literatur und klinischer Erfahrung zur sachlichen Diskussion anzuregen und neue Perspektiven in der Diagnostik und Therapie chronischer Multisystemerkrankungen aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einem intensiven Literaturstudium und der kritischen Analyse wissenschaftlicher Studien, kombiniert mit klinischen Beobachtungen und Praxiserfahrungen.
Der Hauptteil behandelt diverse Nachweismethoden (Direkt- und Indirektnachweise), zelluläre Immunitätstestungen sowie evidenzbasierte Ansätze für Langzeit- und Kombinationstherapien.
Chronische Borreliose, Ko-Infektionen, Bakterien-Persister, Biofilme, Antibiotika-Therapie und Immunmodulation.
Biofilme erschweren die Therapie, da sie den Krankheitserregern Schutz bieten und somit zu einer Chronifizierung beitragen können.
Der Autor weist auf Probleme bei der Standardisierung, Sensitivität und Spezifität hin, weshalb ein negatives Testergebnis eine Infektion in der klinischen Praxis nicht sicher ausschließen kann.
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