Bachelorarbeit, 2014
80 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1. 1. Zielsetzung
1. 2. Aufbau der Arbeit
2. Begriff „Selektiver Mutismus“ und „Zweisprachigkeit“
3. Definition, Klassifikation und Diagnostik
3. 1. Klassifikation und Diagnostische Kriterien nach dem ICD-10
3. 2. Klassifikation und Diagnostische Kriterien nach dem DSM-V
3. 2. 1. Diagnostische Merkmale nach dem DSM-V
3. 2. 2. Zugehörige Merkmale und Störungen
3. 2. 3. Kulturelle diagnostische Merkmale
3. 2. 4. Differentialdiagnose
3. 3. Diagnostische Erhebung
3. 3. 1. Exploration des Kindes
3. 3. 2. Untersuchungsablauf
4. Epidemiologie und Prävalenz
5. Mutismusarten
6. Komorbidität, Risikofaktoren und Ätiologie
6. 1. Komorbidität bei Mehrsprachigkeit und Migrationshintergrund
6. 2. Risikofaktoren und Ätiologie
6. 2. 1. Biologische Prädisposition
6. 2. 2. Sprachliches Überforderungsverhalten
6. 2. 3. Risikofaktor Mehrsprachigkeit und Migrationshintergrund
6. 2. 4. Innerfamiliäre Lernerfahrungen
6. 2. 5. Außerfamiliäre Lernerfahrungen
7. Störungsverlauf
7. 1. Funktionelle Konsequenzen des Selektiven Mutismus
7. 2. Sprachentwicklung und Sprechverhalten
8. Andere Gründe für das Schweigen eines Kindes
8. 1. Abgrenzung zum Autismus
8. 2. Abgrenzung zur Sprechangst
8. 3. Abgrenzung zur ausgeprägten Schüchternheit
8. 4. Abgrenzung zur Spracherwerbsstörung
8. 5. Abgrenzung zu Sprachstörungen und Stottern
8. 6. Abgrenzung zum Schweigen in emotional schwierigen Situationen
8. 7. Abgrenzung zum Schweigen in der fremden Sprache
8. 8. Abgrenzung zum Reaktiven Schweigen
9. Therapiemöglichkeiten
9. 1. Kognitiv-behaviorale Mutismustherapie
9. 2. Therapeutischer Ansatz von Katz-Bernstein
9. 3. Umgang mit einem selektiv mutistischen Kind im Kindergarten
9. 4. Umgang mit einem selektiv mutistischen Kind in der Schule
10. Soziale Arbeit und Selektiver Mutismus
11. Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht den Selektiven Mutismus bei Kindern mit Migrationshintergrund mit dem Ziel zu klären, ob eine erhöhte Prävalenz besteht und welche Rolle die Mehrsprachigkeit bei der Entstehung dieses Störungsbildes spielt, um eine voreilige Diagnose bei Kindern, die lediglich aufgrund sprachlicher Barrieren schweigen, zu vermeiden.
3. 2. 1. Diagnostische Merkmale nach dem DSM-V
Bei Begegnungen mit anderen Personen in sozialen Interaktionen fangen Kinder mit Selektivem Mutismus das Gespräch nicht an oder sie antworten nicht, wenn sie von anderen angesprochen werden. Sprechmängel treten in sozialen Interaktionen mit Kindern und Erwachsenen auf. Kinder mit Selektivem Mutismus sprechen in ihrem Zuhause in der Gegenwart von engen Familienangehörigen, aber häufig nicht vor engen Freunden oder Verwandten zweiten Grades, wie z. B. Großeltern oder Cousins.
Diese Störung ist oft gekennzeichnet durch eine hohe soziale Angst. Kinder mit Selektivem Mutismus lehnen es häufig ab in der Schule zu sprechen. Dies ist auf schulische oder pädagogische Beeinträchtigungen (z. B. finden es Lehrer häufig schwierig Fähigkeiten, wie beispielsweise das Lesen zu bewerten) zurückzuführen. Die Sprechmängel können die soziale Kommunikation beeinträchtigen, obwohl Kinder mit dieser Störung manchmal nonverbale Mittel benutzen (z. B. Grunzen, Aufzeigen, Schreiben), um zu kommunizieren. Vielleicht sind sie bereit oder wollen sogar unbedingt in sozialen Begegnungen, in denen Sprechen nicht nötig ist (z. B. nonverbale Rollen in Schulaufführungen), auftreten oder sich beteiligen (DSM-V, 2013, S. 195).
1. Einleitung: Einführung in die Thematik des selektiven Mutismus, Darstellung der persönlichen Motivation und Zielsetzung der Arbeit sowie Aufbau der Untersuchung.
2. Begriff „Selektiver Mutismus“ und „Zweisprachigkeit“: Definition und geschichtliche Herleitung der Begriffe, um ein einheitliches Begriffsverständnis für die Arbeit zu schaffen.
3. Definition, Klassifikation und Diagnostik: Detaillierte Darstellung der Diagnosekriterien nach ICD-10 und DSM-V sowie Erläuterung der diagnostischen Erhebung und Differentialdiagnose.
4. Epidemiologie und Prävalenz: Überblick über die Häufigkeit des Störungsbildes mit besonderem Fokus auf die Situation von Kindern mit Migrationshintergrund.
5. Mutismusarten: Einteilung des Mutismus in verschiedene Kategorien nach ätiologischen Gesichtspunkten und Entstehungszeitpunkten.
6. Komorbidität, Risikofaktoren und Ätiologie: Untersuchung der Begleiterkrankungen sowie der Ursachen, wobei insbesondere die Rolle von Mehrsprachigkeit und Umweltfaktoren beleuchtet wird.
7. Störungsverlauf: Analyse der typischen Entwicklung und funktionellen Konsequenzen des selektiven Mutismus für die betroffenen Kinder.
8. Andere Gründe für das Schweigen eines Kindes: Differenzierung des selektiven Mutismus von Autismus, Sprechangst, Schüchternheit, Spracherwerbsstörungen und anderen Ausschlussgründen.
9. Therapiemöglichkeiten: Vorstellung verschiedener Ansätze für die therapeutische Arbeit sowie konkrete Strategien für pädagogische Fachkräfte im Kindergarten und in der Schule.
10. Soziale Arbeit und Selektiver Mutismus: Beschreibung des professionellen Auftrags der Sozialen Arbeit bei der Begleitung mutistischer Kinder und ihrer Familien.
11. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der Ergebnisse und Ausblick auf die Notwendigkeit sensibler, interdisziplinärer Ansätze.
Selektiver Mutismus, Mehrsprachigkeit, Migrationshintergrund, Sprachlosigkeit, Soziale Arbeit, Diagnostik, Sprechangst, Kindheit, Interkulturelle Kompetenz, Sprachbegleitung, Kommunikation, Entwicklungsstörungen, Ätiologie, Therapie, Prävalenz.
Die Arbeit befasst sich mit dem Störungsbild des Selektiven Mutismus bei Kindern, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Situation von Kindern mit Migrationshintergrund und Mehrsprachigkeit liegt.
Zu den zentralen Themen gehören die Definition und Diagnose des Mutismus, die Abgrenzung zu anderen Sprechstörungen, die Rolle von Risikofaktoren sowie Therapiemöglichkeiten und die Handlungsfelder der Sozialen Arbeit.
Ziel ist es zu untersuchen, ob die Diagnose "Selektiver Mutismus" bei mehrsprachigen Kindern voreilig gestellt wird und ob Sprachbarrieren oder kulturelle Faktoren als Ursachen für das Schweigen in Frage kommen.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die vorwiegend auf aktuelle wissenschaftliche Fachzeitschriften, Studien sowie klinische Manuale wie den ICD-10 und den DSM-V zurückgreift.
Der Hauptteil analysiert die Definitionen, epidemiologische Daten, Entstehungsmodelle, komorbide Störungen sowie die methodische Vorgehensweise bei Diagnostik und Therapie im Kontext von Schule und Kindergarten.
Wichtige Begriffe sind insbesondere der selektive Mutismus, Mehrsprachigkeit, Migrationshintergrund, diagnostische Abgrenzung, Soziale Arbeit sowie sprachheilpädagogische Ansätze.
Die Arbeit verdeutlicht, dass Mehrsprachigkeit ein zusätzlicher Risikofaktor sein kann, das Schweigen jedoch häufig von Lehrkräften fälschlicherweise als Mutismus interpretiert wird, wenn eigentlich sprachliche Unsicherheit oder ein kulturelles Spannungsfeld vorliegen.
Sozialpädagogen dienen als Vermittler zwischen Institutionen, Lehrern, Eltern und Therapeuten, mit dem Ziel, die individuellen Bedürfnisse des Kindes zu entschlüsseln und eine wertschätzende Lernatmosphäre zu schaffen.
Dieses Modell erklärt, dass Störungen auftreten können, wenn die Anforderungen der Umwelt (z.B. neue Kultur, neue Sprache) die verfügbaren Kapazitäten des Kindes übersteigen.
Eine frühzeitige Erkennung verbessert die Prognose erheblich; gleichzeitig muss jedoch voreiliges "Etikettieren" vermieden werden, da dies stigmatisierend wirken und die notwendige individuelle Förderung behindern kann.
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