Bachelorarbeit, 2014
42 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1. Von der ersten Krise bis heute
1.2. Vorgehensweise in der Arbeit
2. Externes Rating
2.1. Ratingagenturen
2.2. Ratingprozess
2.3. Kritik / Versagen
2.4. Verordnungen des Europaparlamentes und -rates
3. Internes Rating
3.1. Bankeninterne Klassifizierung am Beispiel der Volksbanken
3.2. Regulatorische Vorschriften
3.2.1. Basel I
3.2.2. Basel II
3.2.3. Basel III
3.2.4. Mindestanforderungen an das Risikomanagement
4. Gemeinsamkeiten und Unterschiede
4.1. Gemeinsamkeiten
4.1.1. Ratingkriterien
4.1.2. Ratingmigration
4.2. Unterschiede
5. Auswirkungen und Tendenzen
6. Fazit
Diese Arbeit analysiert und vergleicht das externe und interne Rating von Finanzinstituten vor dem Hintergrund historischer Krisen und aktueller regulatorischer Anforderungen. Das zentrale Ziel ist es, die Unterschiede, Gemeinsamkeiten sowie die Auswirkungen beider Ratingformen auf die Kreditvergabe und die Finanzierungssituation von Unternehmen aufzuzeigen.
2.3. Kritik / Versagen
Das bedeutendste Versagen der großen Ratingagenturen erfolgte vor der Weltfinanzkrise 2007. In den USA wurden vermehrt Immobilienkredite ohne Sicherheiten vergeben. Diese Kredite wurden wiederum in sogenannte Asset-Backed-Securities (ABS) verbrieft und auf dem Weltmarkt gehandelt. Diese ABS waren in verschiedenen Kategorien erhältlich. Neben einer angemessenen Rendite erhielten diese Papiere auch ein gutes Rating, weshalb sie auf dem internationalen Markt äußerst beliebt waren. Obwohl nach einiger Zeit bekannt war, dass Kredite ohne Sicherheiten vergeben wurden, erhielten die ABS weiterhin ein sehr gutes Rating aller drei großen Ratingagenturen, was wiederum die Popularität dieser Papiere steigerte. Letztlich kollabierte der US-Amerikanische Immobilienmarkt und die ABS waren trotz dreifachem sehr guten Ratings plötzlich wertlos. Das Resultat war unter anderem die Insolvenz der US-Investment Bank Lehman Brothers im Jahr 2008 und der Totalverlust bei vielen privaten Anlegern.
Nach der Finanzkrise lag auf europäischer Ebene allgemein die Meinung vor, dass die Ratingagenturen zu spät reagiert haben. So wurden vor der Krise die Ratings nicht angepasst. Selbst mit deren Beginn fand keine Anpassung statt. Dies wird unter anderem den Interessenskonflikten, der internen Führungsstruktur zugeschrieben. So erfolgen diese Anpassungen meist erst zu einem Zeitpunkt, zu dem bereits jedem die neue wirtschaftliche Situation eines Unternehmens bekannt war. Erfahrene Investoren konnten bereits vorzeitig reagieren, weshalb sich Marktkurse oft bereits vor einer Ratingänderung verändern.
1. Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über die historischen Spekulationskrisen und führt in die Notwendigkeit von Ratingverfahren zur Risikobewertung ein.
2. Externes Rating: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise, den Prozess und die Kritik an internationalen Ratingagenturen sowie die regulatorischen Maßnahmen der EU.
3. Internes Rating: Hier werden bankinterne Klassifizierungen und die regulatorischen Rahmenbedingungen durch Basel I, II, III sowie die MaRisk ausführlich dargestellt.
4. Gemeinsamkeiten und Unterschiede: Dieser Abschnitt vergleicht interne und externe Ratings hinsichtlich ihrer Kriterien, der Ratingmigration und der grundlegenden Motivationsunterschiede.
5. Auswirkungen und Tendenzen: Das Kapitel diskutiert aktuelle Maßnahmen zur Verringerung der Abhängigkeit von externen Ratings und zukünftige Marktentwicklungen.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die zukünftige Relevanz und Interdependenz beider Ratingformen im sich wandelnden regulatorischen Umfeld.
Externes Rating, Internes Rating, Basel III, Risikomanagement, MaRisk, Bonität, Ratingagenturen, Finanzkrise, Kreditrisiko, Eigenkapital, Asset-Backed-Securities, Ratingmigration, Liquidität, Bankenaufsicht, Regulatorik
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse und dem Vergleich von externen und internen Ratings von Finanzinstituten.
Die Schwerpunkte liegen auf der Ratingkategorisierung, dem Ratingprozess, rechtlichen Rahmenbedingungen und den Auswirkungen der Regulierung auf Banken und Unternehmen.
Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Ratingformen herauszuarbeiten und deren Auswirkungen auf die Kreditvergabe zu analysieren.
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Dokumentenanalyse, ergänzt durch die Untersuchung von regulatorischen Anforderungen und Fallbeispielen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der externen Ratingagenturen, das interne Rating der Volksbanken sowie die Auswirkungen von Basel I, II, III und MaRisk.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Rating, Basel III, Risikomanagement, Bonität und Finanzmarktregulierung geprägt.
Sie bewerteten riskante Asset-Backed-Securities trotz bekannt fehlender Sicherheiten über einen langen Zeitraum positiv, was zu einem Vertrauensverlust und zum Zusammenbruch des Marktes führte.
MaRisk liefert den Leitfaden zur institutionellen Einrichtung des Risikomanagements, wozu unter anderem die Identifizierung und Überwachung wesentlicher Risiken gehört.
Externe Ratings sind öffentlich zugänglich, während interne Ratings aufgrund des Bankgeheimnisses nur dem betroffenen Kunden mitgeteilt werden.
Banken versuchen die höheren Kosten durch Anpassung der Kreditkonditionen an die Kunden weiterzugeben, was insbesondere mittelständische Unternehmen trifft.
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