Bachelorarbeit, 2014
67 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Entstehung des Sozialstaatsprinzips in Deutschland
2.1 Sozialgesetzgebung unter Bismarck
2.2 Weimarer Republik
2.3 Bundesrepublik Deutschland
3 Maßnahmen zur Unterstützungsleistung des „Aufbaus Ost“
3.1 Staatsvertrag vom 18. Mai 1990
3.1.1 Währungsunion
3.1.2 Wirtschaftsunion
3.1.3 Sozialunion
3.2 Fonds „Deutsche Einheit“
3.3 Bund-Länder-Finanzausgleich
4 Solidarpakt zwischen Bund und Ländern
4.1 Ausgangslage
4.2 Finanzielle Kennzahlen
4.3 Gesamtsituation der neuen Bundesländer
4.4 Perspektive nach 2019
5 Solidaritätszuschlag
5.1 Gesetzliche Grundlage und Begründung der Einführung
5.2 Entwicklung des Finanzvolumens seit Einführung des Solidaritätszuschlags
5.3 Finanzielle Defizite bei Beendigung des Solidaritätszuschlags
5.4 Zukunftsperspektive
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die finanzielle und politische Rechtfertigung für eine Fortführung des Solidaritätszuschlags sowie des Solidarpakts über das Jahr 2019 hinaus. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Fokus, ob nach über zwei Jahrzehnten der deutschen Einheit diese Instrumente zur Angleichung der Lebensverhältnisse weiterhin notwendig sind oder als obsolet betrachtet werden können.
3.1 Staatsvertrag vom 18. Mai 1990
Mit dem Fall der Berliner Mauer und dem anschließenden Zusammenbruch der DDR im Herbst 1989 stellte sich mittelfristig die Frage nach der deutschen Einheit. In der ersten freien demokratischen Wahl der DDR am 18. März 1990 wurde mit Lothar de Maizière ein Befürworter der deutschen Einheit zum Ministerpräsidenten gewählt. In den anschließenden Gesprächen zwischen der BRD und der DDR wurden die ersten Maßnahmen für die Vereinigung der beiden deutschen Staaten vereinbart. Mit dem Staatsvertrag vom 18. Mai 1990 erfolgte die Umsetzung der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion (WWSU) zum 1. Juli 1990. Dieser Vertrag stellte eine Rechtsanpassung der DDR sicher. De facto wurde damit die Integration der DDR in den hoheitlichen Einflussbereich der BRD beschlossen.
Die Regelungen sahen die Einführung der Deutschen Mark (DM) als neues Zahlungsmittel in der DDR vor. Die Unterzeichnung und Umsetzung des Staatsvertrags lösten einen ambivalenten Zustand aus. Zum einen sollte mit der Währungsumstellung auch die Abwanderung aus dem Osten minimiert werden. Auf der anderen Seite gab es Zweifel am Erfolg einer voreiligen Einführung der DM in der DDR. Grund für die Skepsis waren der angestrebte und schlussendlich durchgeführte Wechselkurs sowie der zeitlich anvisierte Rahmen der Umsetzung. So plädierte der damalige Bundesbankpräsident Karl Otto Pöhl in einem Spiegel-Interview auf ein geordnetes Vorgehen und gegen eine überstürzte Einführung der DM.
1 Einleitung: Vorstellung des Themas und der Forschungsfrage bezüglich der Notwendigkeit von Solidarpakt und Solidaritätszuschlag nach 2019.
2 Entstehung des Sozialstaatsprinzips in Deutschland: Historischer Rückblick auf die Entwicklung des Sozialstaats von Bismarck bis zur Bundesrepublik.
3 Maßnahmen zur Unterstützungsleistung des „Aufbaus Ost“: Darstellung der ersten Integrationsschritte, Währungsunion und der Finanzierungsinstrumente wie dem Fonds „Deutsche Einheit“.
4 Solidarpakt zwischen Bund und Ländern: Analyse der finanziellen Hilfsprogramme, deren Verteilung und der wirtschaftlichen Situation der neuen Bundesländer.
5 Solidaritätszuschlag: Untersuchung der gesetzlichen Grundlage, der finanziellen Entwicklung und der Debatten um eine mögliche Abschaffung der Ergänzungsabgabe.
6 Fazit: Zusammenfassende Einschätzung, die von einer Fortführung der Sonderinstrumente nach 2019 abrät.
Solidarpakt, Solidaritätszuschlag, deutsche Einheit, Aufbau Ost, Bund-Länder-Finanzausgleich, Sozialstaat, Transformation, Wirtschaftstransformation, Währungsunion, Finanzausgleichsgesetz, Sonderbedarfs-Bundesergänzungszuweisungen, Haushaltskonsolidierung, Konvergenz, Strukturförderung, Deutschland.
Die Arbeit analysiert die Berechtigung und Notwendigkeit der finanziellen Sonderinstrumente „Solidarpakt“ und „Solidaritätszuschlag“ für die neuen Bundesländer im Hinblick auf das Jahr 2019.
Zu den zentralen Feldern gehören die deutsche Wiedervereinigung, die ökonomische Transformation Ostdeutschlands sowie das föderale Finanzsystem der Bundesrepublik.
Ziel ist es zu untersuchen, ob nach über 20 Jahren der deutschen Einheit die speziellen Finanzhilfen und Zusatzabgaben noch gerechtfertigt sind oder ob eine Rückkehr zum regulären föderalen Gleichbehandlungsprinzip geboten ist.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse unter Einbeziehung von Wirtschaftsberichten, Studien von Forschungsinstituten und gesetzlichen Rahmenbedingungen.
Der Hauptteil befasst sich mit der historischen Entstehung des Sozialstaats, den Maßnahmen des „Aufbaus Ost“, der Finanzarchitektur des Solidarpakts sowie der Entwicklung und Kritik des Solidaritätszuschlags.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Solidarität, deutsche Einheit, Transformation, Finanzausgleich und Haushaltskonsolidierung definieren.
Der Autor argumentiert, dass die bisherige Modernisierung der Infrastruktur weitgehend abgeschlossen ist und die neuen Bundesländer nachweislich in der Lage sind, eigenständige wirtschaftliche Impulse zu setzen.
Der Solidaritätszuschlag wird als fiskalisches Instrument zur Deckung des allgemeinen Bundeshaushalts gewertet, das seine ursprüngliche Zweckbindung als Beitrag zum „Aufbau Ost“ faktisch verloren hat.
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