Masterarbeit, 2012
184 Seiten, Note: 1,5
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Definition und Bedeutung der Basisbegriffe
2.1.1 Gender
2.1.2 Gender-Marketing
2.1.3 Diversity-Management
2.2. Biologische Aspekte der Geschlechtsunterschiede
2.2.1 Stand der Wissenschaft
2.2.2 Gehirne von Männern und Frauen
2.2.3 Nervenbotenstoffe und Hormone
2.2.4 Geschlechtsspezifische Sinnesausprägungen
2.2.5 Sprache, Intelligenz und Orientierung
2.3 Kulturelle Aspekte der Geschlechtsunterschiede
2.3.1 Normen und Werte
2.3.2 Soziales Umfeld
2.3.3 Demografische Entwicklung
2.4 Sozio-ökonomische Entwicklung
2.4.1 Beruf
2.4.2 Bildung
2.4.3 Gegenwärtige Geschlechterrollen
2.5 Gender-Differenzen und ihre Bedeutung für das Marketing
3 Zentrale Dimensionen aktuellen Online-Verhaltens
3.1 Allgemeine Internetnutzung
3.2 Geschlechtsunterschiede im Internet
3.3 Genutzte Internetzugänge
4 Gender & Webdesign
4.1 Wahrnehmung und Aufmerksamkeit
4.2 Visuelle Wahrnehmung
4.3 Designpräferenzen im Internet
4.4 Definition Usability
5 Onlineshopping
5.1 Fakten, Probleme und Chancen des E-Commerce
5.2 Aufbau und Elemente von Online-Shops
5.3 Gender-Unterschiede im Kaufverhalten
5.4 Emotionalisierung in Online-Shops
6 Eigene Untersuchungen
6.1 Online-Umfrage
6.1.1 Aufbau der Umfrage
6.1.2 Auswertung der Fragen
6.1.3 Interpretation der Umfrage
6.2 Qualitative Usability Studie
6.2.1 Zielsetzung und Vorgehensweise
6.2.2 Analyse der Marke Runners Point
6.2.3 Zielgruppe der Marke
6.2.4 Cognitive Walkthrough
6.2.5 Fragestellungen und Hypothesen
6.2.6 Aufbau des Tests
6.2.7 Durchführung des Tests
6.2.8 Posttest Interviews
6.2.9 Auswertung und Interpretation des Tests
7. Erfolgsdimensionen für Online-Shops
7.1 Die Eignung von Produkten für den Online-Verkauf
7.2 Gestaltung und Farbgebung
7.3 Strukturierung, Navigation und Personalisierung
7.4 Produktdarstellung und -eigenschaften
7.5 Cross-Selling
7.6 Joy of Use: Abwechslung und Überraschungen
7.7 Bezahlung, Versand und Service
7.8 Couch Commerce und Multichanneling
7.9 Social Relationship und Dialog
8 Fazit
Diese Masterarbeit untersucht, ob geschlechtsspezifische Unterschiede in der Strukturierung und Gestaltung von Online-Shops existieren, und leitet daraus Handlungsempfehlungen für die zukünftige Shop-Optimierung ab. Die Forschungsfrage fokussiert darauf, wie Unternehmen durch eine gezielte Berücksichtigung biologischer und kultureller Geschlechterunterschiede den Unternehmenserfolg steigern können.
2.5 Gender-Differenzen und ihre Bedeutung für das Marketing
Wenn man die gewachsenen Unterschiede zwischen Mann und Frau auf einen aktuellen Nenner bringt, dann liegt ein wichtiger Aspekt immer auf der Tatsache, dass sich Differenzen weiterentwickeln, also nicht starr sind. Zudem haben Männer je nach Ausprägung auch feminine Anteile und Frauen in unterschiedlichen Dimensionen männliche Verhaltensweisen in sich vereint. Vor diesem Hintergrund wäre eine zentrale Erkenntnis darin zu sehen, dass Männer primär Dinge lieben und Frauen eher auf Menschen und Beziehungen fokussiert sind. Dies dürfte vom urzeitlichen Jagd- und Stammesverhalten herrühren, in dem diese Rollen sozusagen gefordert, entwickelt und weiter manifestiert wurden. Dass dies auch heute noch genetisch geprägt ist, wurde in dem Versuch von Simon Baron-Cohen mit Babys bestätigt, die ein Tag alt waren. Ihnen wurden Dinge und Gesichter gezeigt. Die Analyse verdeutlichte, dass sich Jungen signifikant mehr für die Dinge interessierten und Mädchen für Gesichter. Diese genetische Prägung bleibt ein Leben lang bestehen und determiniert, ob Menschen eher Systematiker (männlich) oder eher Empathen (weiblich) sind.
In der Beschäftigung mit Produkten am Point of Sale ist markant, dass Männer Dinge sofort in die Hand nehmen und Frauen zunächst eher zurückhaltend sind. In Handlungsmuster übersetzt heißt dies, dass Männer erst handeln und dann denken. Bei Frauen ist es umgekehrt. Überträgt man diese Differenzierung in Kommunikation oder Werbung, dann wird klar, dass Männer dinghaft, sachlicher und systematisch angesprochen werden sollten. Beziehungen stehen bei ihnen weniger im Vordergrund als vielmehr Spezialisierung, Systematisierung, Trophäen, Serien und Jagderfolg. Im Unterschied dazu präferieren Frauen weit weniger aggressive Verhaltensweisen in der Kommunikation oder Produktgestaltung.
1 Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Relevanz geschlechtsspezifischer Unterschiede im E-Commerce und erläutert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Grundlagen: Das Kapitel bietet einen theoretischen Rahmen, der biologische, kulturelle und sozio-ökonomische Unterschiede zwischen Männern und Frauen analysiert und deren Bedeutung für das Marketing herausstellt.
3 Zentrale Dimensionen aktuellen Online-Verhaltens: Hier wird das aktuelle Online-Nutzungsverhalten dargestellt, wobei spezifische Unterschiede im Internetverhalten der Geschlechter aufgezeigt werden.
4 Gender & Webdesign: Dieses Kapitel analysiert wissenschaftliche Erkenntnisse zu Wahrnehmung und Webdesign-Präferenzen und definiert den Begriff Usability im Kontext geschlechterspezifischer Anforderungen.
5 Onlineshopping: Das Kapitel behandelt Fakten zum E-Commerce, den Aufbau von Online-Shops sowie geschlechtsspezifische Unterschiede im Kaufverhalten und in der Emotionalisierung.
6 Eigene Untersuchungen: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse einer eigenen Online-Umfrage und einer qualitativen Usability-Studie im Forschungslabor der Hochschule der Medien Stuttgart.
7. Erfolgsdimensionen für Online-Shops: Hier werden die aus der Theorie und den eigenen Untersuchungen gewonnenen Erkenntnisse in konkrete Erfolgsdimensionen und Handlungsempfehlungen für die Shop-Gestaltung überführt.
8 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Bedeutung geschlechtsspezifischer Strategien für den zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg von Online-Shops.
Gender-Marketing, E-Commerce, Usability, Online-Verhalten, Kaufverhalten, Webdesign, Geschlechterunterschiede, Zielgruppenansprache, Online-Shop, Konsumentenpsychologie, Benutzerführung, Navigation, Conversion-Optimierung, Kundenbindung, Diversity-Management.
Die Arbeit untersucht, ob es geschlechtsspezifische Unterschiede in der Nutzung und Gestaltung von Online-Shops gibt und wie Unternehmen diese Erkenntnisse für einen höheren Geschäftserfolg nutzen können.
Die zentralen Felder sind die biologischen und kulturellen Grundlagen von Geschlechterunterschieden, das Online-Verhalten von Frauen und Männern sowie deren spezifische Anforderungen an Webdesign und Usability.
Das Ziel ist es, konkrete Erfolgsdimensionen und Handlungsempfehlungen abzuleiten, um Online-Shops zielgruppengerecht für beide Geschlechter zu optimieren.
Die Arbeit kombiniert eine Literaturanalyse relevanter Theorien mit einer quantitativen Online-Umfrage (123 Teilnehmer) und einer qualitativen Usability-Studie mittels Eyetracking (12 Teilnehmer).
Der Hauptteil analysiert, wie sich biologische und kulturelle Unterschiede auf Wahrnehmung, Kaufpräferenzen und das Surfverhalten auswirken und wie diese Faktoren in die Gestaltung von Webseiten einfließen sollten.
Kernbegriffe sind Gender-Marketing, E-Commerce, Usability, Online-Verhalten, Webdesign, Kaufverhalten und Zielgruppenansprache.
Amazon wird aufgrund seiner marktdominanten Stellung in der Online-Umfrage als Vergleichsmaßstab herangezogen, insbesondere hinsichtlich der Dialogorientierung und der Nutzung von Kundenrezensionen als Bindungsinstrument.
Die Forschung zeigt, dass Frauen und Männer unterschiedliche Navigationsstrategien und Motivationslagen beim Einkauf haben; eine ignorante Gestaltung führt zu Frustration und Kaufabbrüchen, während eine geschlechtersensible Gestaltung die Kundenzufriedenheit und den Umsatz steigert.
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