Bachelorarbeit, 2014
48 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Pergamon und das direkte Umfeld
2.1 Geopolitische Parameter
2.2 Herausforderung im Rahmen der Herrschaftslegitimation
2.3 Der Ausbau Pergamons und der Einsatz für die Reichsstädte
2.4 Numismatische Evidenz
3. Die Selbstdarstellung Eumenes‘ II. in Griechenland
3.1 Der Bezug zum Mutterland
3.2 Einsatz für die Griechen
4. Die herrschaftliche Selbstdarstellung in Rom
4.1 Die Rede vor dem Senat nach dem Antiochoskrieg
4.3 Eumenes‘ zweite Rede in Rom (172)
5. Vergleich der kulturspezifischen Selbstdarstellungsweisen
6. Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die vielschichtigen Selbstdarstellungsstrategien von Eumenes II. von Pergamon. Zentrales Ziel ist es, aufzuzeigen, wie der König sein Herrschaftsbild je nach politischem Kontext – innerhalb seines Reiches, in Griechenland oder gegenüber der Römischen Republik – anpasste, um seine prekäre Legitimation als Aufsteiger zu festigen.
Die Rede vor dem Senat nach dem Antiochoskrieg
Der König gibt sich zu Beginn seiner Rede bescheiden und stellt sich eben nicht in königlicher Manier über die republikanischen Senatoren:
[…] Eumenes erwiderte, auch wenn er von anderen eine Gunst erbitten wollte, würde er die Römer zu Rate gezogen haben, um weder etwas Ungebührliches zu begehren noch etwas Unmäßiges zu fordern, da er nun aber vor den Römern selbst als Bittender erschienen sei, halte er es für das Beste, die Entscheidung über sich und seine Brüder ganz in die Hände des Senats zu legen.[…]
Eumenes präsentiert sich zunächst beinahe unterwürfig und suggeriert dem Senat damit seine unbedingte Treue. Konkrete Forderungen spricht er nicht aus. Um seine Interessen durchzusetzen, war es wichtig, das Bild des guten und treuen Bündnispartners zu wahren. Seine Interessen standen konträr zu denjenigen der zweiten wichtigen Bündnismacht, Rhodos. Des Königs Sorge war, dass im Fall der Befreiung aller kleinasiatischen Städte, die Pergamon untergebenen Städte abfielen:
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Problematik des pergamenischen Aufsteigers Eumenes II. ein und definiert die zentrale Forschungsfrage nach dessen Selbstdarstellungsstrategien.
2. Pergamon und das direkte Umfeld: Das Kapitel analysiert die innenpolitische Konsolidierung und die ersten Strategien zur Herrschaftslegitimation durch Bauprogramme, dynastische Ideologien und numismatische Symbolik.
3. Die Selbstdarstellung Eumenes‘ II. in Griechenland: Hier wird der diplomatische und kulturelle Austausch mit dem griechischen Mutterland beleuchtet, wobei Eumenes als Patron und Verteidiger des Griechentums auftritt.
4. Die herrschaftliche Selbstdarstellung in Rom: Dieses Kapitel untersucht, wie Eumenes durch geschickte Rhetorik und Bündnistreue versuchte, den römischen Senat als loyaler Partner zu überzeugen.
5. Vergleich der kulturspezifischen Selbstdarstellungsweisen: Eine Synthese der verschiedenen Strategien, die zeigt, wie Eumenes „zielgruppengerecht“ agierte, ohne seine monarchische Position preiszugeben.
6. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse über die erfolgreiche Definition eines neuen Basileus-Ideals zusammen.
Eumenes II., Pergamon, Attaliden, Selbstdarstellung, Herrschaftslegitimation, Polybios, Rom, Römische Republik, Euergetismus, Hellenismus, Pergamonaltar, Cistophoren, Diplomatie, Machtpolitik, antike Geschichtsschreibung.
Die Arbeit analysiert die Strategien, mit denen Eumenes II. von Pergamon sein Bild als rechtmäßiger Herrscher in einem internationalen Kontext prägte.
Die zentralen Felder sind Herrschaftslegitimation, Euergetismus (Wohltätertum), diplomatische Rhetorik und die kulturelle Kommunikation durch Architektur und Münzprägung.
Ziel ist es zu verstehen, wie der König trotz fehlender traditioneller Herrschaftsbasis als erfolgreicher Basileus agierte und sich gegenüber unterschiedlichen Machtzentren behauptete.
Es wird eine quellenkritische Analyse der antiken Texte (vor allem Polybios und Livius) in Verbindung mit archäologischen und numismatischen Befunden angewandt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Strategien im eigenen Reich, die kulturelle Selbstdarstellung in Griechenland und die diplomatische Selbstdarstellung gegenüber Rom.
Die wichtigsten Begriffe sind Eumenes II., Selbstdarstellung, Legitimation, Attaliden, Euergetismus und internationale Diplomatie.
Da Rom in der griechischen Welt zunehmend als Gefahr wahrgenommen wurde, konnte die zu enge Bindung des Königs an die Republik sein Ansehen bei den griechischen Städten schmälern.
Die Darstellung familiärer Eintracht diente als Gegenentwurf zu den häufigen dynastischen Konflikten anderer hellenistischer Reiche und festigte den sozialen Zusammenhalt des Königshauses.
Die Königsmutter Apollonis wurde als tugendhaftes Vorbild inszeniert, was der Dynastie eine moralische Basis verlieh und die Identifikation der Untertanen mit dem Herrscherhaus förderte.
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