Bachelorarbeit, 2014
58 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung in die Thematik
2. Definitionen
2.1. Homosexualität
2.2. Homophobie
2.3. Heteronormativität
2.4. Lehrplan – Bildungsplan
3. Verlauf der Kontroverse über die geplante Neugestaltung des baden-württembergischen Bildungsplans ab dem Jahre 2015 und resultierende gesellschaftliche Reaktionen in …
3.1. … Baden-Württemberg
3.2. … der Bundesrepublik Deutschland
4. Homosexualität und ihre …
4.1. … biologische und biomedizinische Dimension: Die Entdeckung des „Schwulen-Gens“ und die Theorie Daniel Hamers
4.1.1. Darstellung der Theorie
4.1.2. Rückbindung an den Bildungsplan und Bezug zur Kontroverse
4.2. … psychologisch-medizinische Dimension nach der Theorie F. Stegers
4.2.1. Darstellung der Theorie
4.2.2. Rückbindung an den Bildungsplan und Bezug zur Kontroverse
4.3. … soziologische Dimension: Gesellschaftliche Normalisierungsdiskurse und ihre Auswirkungen auf die Schule (M. Foucault)
4.3.1. Darstellung der Theorie
4.3.2. Rückbindung an den Bildungsplan und Bezug zur Kontroverse
4.4. … christlich-theologische Dimension: Aspekte im Hinblick auf Homosexualität und ihr Beitrag zur Meinungsbildung in der Gesellschaft
4.4.1. Protestantische Argumentation
4.4.2. Römisch-katholische Argumentation
4.4.3. Rückbindung an den Bildungsplan und Bezug zur Kontroverse
5. Schule und Gesellschaft
5.1. Schule als Subsystem der Gesellschaft
5.2. Die Funktionen des Bildungswesens in der modernen Gesellschaft
5.3. Schule als institutioneller Akteur der Menschenbildung
5.4. Bildungssystem und politisches System – Schule und Herrschaft
5.5. Gesellschaftliches Phänomen der Homophobie und in der Diskussion der geplanten Bildungsplanreform in Baden-Württemberg
6. Fazit: Schule und der Bildungsplan: Eine Möglichkeit zum Abbau und zur Prävention von Homophobie?
Die Arbeit untersucht, wie das gesellschaftliche Subsystem Schule in Baden-Württemberg auf die Aufnahme des Themas "sexuelle Vielfalt" in den geplanten Bildungsplan 2015 reagiert und inwiefern diese Reform einen Beitrag zur Reduktion homophober Strömungen leisten kann.
4.1.2. Rückbindung an den Bildungsplan und Bezug zur Kontroverse
Geht man nun davon aus, dass eine genetische Komponente für die Existenz von Homosexualität verantwortlich ist, so wie es Hamer in seinen Untersuchungen zeigen konnte, so kann festgehalten werden, dass ein Mensch keinen Einfluss auf seine Homosexualität und homosexuelle Identität ausüben kann. Demnach wäre sie eine natürliche Erscheinungsform menschlich-sexuellen Verhaltens und des menschlichen Seins generell genauso wie es auch für die Heterosexualität zu gelten hat. Eine ungleichwertige Behandlung und Bewertung von Homosexuellen als Gruppe wäre demnach nicht gerechtfertigt. Gegenläufige und in der Petition Stängles vorkommende Argumentationen sind, frei nach Heitmeyer, als homophob und Elemente Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu bewerten.
Auf den Bildungsplan, der ja in Baden-Württemberg neu gestaltet werden und sich vermehrt auf die Akzeptanz von sexueller Vielfalt beziehen soll, angewendet, bedeutet dies nun, dass die von Stängle in seiner Petitionsbegründung gemachten ablehnenden Aussagen zur sexuellen Vielfalt und sexuellen Identitäten wie Homosexualität sei eine von der LSBTTIQ-Lobby (lesbisch, schwul, bisexuell, transsexuell, transgender, intersexuell, queer) propagierte „neue Normalität“ oder eine homosexuelle Lebensweise wäre „gleich erstrebenswert“ argumentativ nicht zu halten sind, denn aufgrund des genetischen Einflusses auf das Sexualverhalten ist die ungleiche und unnormale Charakterisierung homosexuellen Verhaltens ad absurdum geführt worden. Homosexualität ist keine „neue Normalität“, sondern sie ist ganz einfach Normalität. Ebenfalls ist das Argument sexuelle Identitäten seien eine Ausdrucksform gesellschaftlich „gewollter“ Sexualität aus den eben angeführten Sachverhalten nicht nachzuvollziehen.
1. Einleitung in die Thematik: Einführung in die aktuelle Debatte um die Bildungsplanreform in Baden-Württemberg und deren Zielsetzung.
2. Definitionen: Begriffliche Klärung zentraler Termini wie Homosexualität, Homophobie, Heteronormativität sowie Lehr- und Bildungspläne.
3. Verlauf der Kontroverse über die geplante Neugestaltung des baden-württembergischen Bildungsplans ab dem Jahre 2015 und resultierende gesellschaftliche Reaktionen in …: Darstellung der Proteste und gesellschaftlichen Reaktionen auf die Bildungsplanreform, unterteilt in die Situation in Baden-Württemberg und auf Bundesebene.
4. Homosexualität und ihre …: Wissenschaftliche Untersuchung von Homosexualität aus vier verschiedenen Dimensionen (biologisch, medizinisch, soziologisch, theologisch) und deren Rückbindung an die Kontroverse.
5. Schule und Gesellschaft: Theoretische Beleuchtung des Schulsystems als Subsystem der Gesellschaft und dessen Funktionen sowie Analyse des Phänomens der Homophobie.
6. Fazit: Schule und der Bildungsplan: Eine Möglichkeit zum Abbau und zur Prävention von Homophobie?: Zusammenfassende Stellungnahme zur Rolle der Schule bei der Prävention von Homophobie und Diskriminierung.
Bildungsplan, Baden-Württemberg, Homosexualität, Homophobie, sexuelle Vielfalt, Heteronormativität, Schule, Gesellschaft, Diskriminierung, Prävention, LSBTTIQ, Bildungsplanreform, Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Toleranz, Akzeptanz.
Die Arbeit befasst sich mit der bildungspolitischen Kontroverse um die Aufnahme des Themas "sexuelle Vielfalt" in den baden-württembergischen Bildungsplan ab 2015.
Die zentralen Felder umfassen die Definition sexueller Identitäten, die Analyse gesellschaftlicher Widerstände, die wissenschaftliche Einordnung von Homosexualität sowie die Funktionen von Schule in der modernen Gesellschaft.
Das Ziel ist es zu untersuchen, wie Gesellschaft und Schule in Baden-Württemberg auf die Bildungsplanreform reagieren und ob diese einen Beitrag zum Abbau homophober Strömungen leisten kann.
Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Herangehensweise, indem sie verschiedene fachwissenschaftliche Dimensionen (biologisch, medizinisch, soziologisch, theologisch) auf die politische Kontroverse anwendet.
Im Hauptteil werden der Verlauf der Debatte nachgezeichnet, Homosexualität aus interdisziplinärer Sicht beleuchtet und die systemtheoretische Rolle der Schule bei der Wertevermittlung analysiert.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bildungsplanreform, Homophobie, Heteronormativität, sexuelle Vielfalt, Diskriminierung und Prävention charakterisiert.
Die Petition dient als zentrales Beispiel für den gesellschaftlichen Widerstand gegen die Bildungsplanreform und wird kritisch im Kontext der "Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit" analysiert.
Die Arbeit beleuchtet die ambivalente Haltung der großen christlichen Konfessionen und deren Einfluss auf die Meinungsbildung innerhalb der Bildungsplandebatte.
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