Masterarbeit, 2014
105 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Gang der Untersuchung
2. Kundenwert als vertriebliche Steurungsgröße
2.1 Kundenbindung als strategischer Erfolgsfaktor
2.2 Customer Relationship Management als Instrument der Kundenbindung
2.3 Grundkonzept des Kundenwerts
2.3.1 Kundenwert aus Nachfragersicht
2.3.2 Kundenwert aus Anbietersicht
2.4 Erkenntnisse und Bewertung des Kundenwerts
2.5 Konzept des Customer Lifetime Value als Methode des Kundenwerts
2.6 Customer Lifetime Value als Grundlage einer wertorientierten Kundensegmentierung
2.7 Vom Customer Lifetime Value zum Unternehmenswert
3. Prinzipal-Agent-Theorie als Basis vertrieblicher Anreiz- und Entloungsysteme
3.1 Notwendigkeit von Anreizen im Vertrieb
3.2 Prinzipal-Agent-Theorie
3.2.1 Vertragsbeziehungen
3.2.2 Interessenskonflikte
3.2.3 Umweltunsicherheiten
3.2.4 Informationsasymmetrien
3.2.5 Moral Hazard
3.2.6 Lösungsansätze zur Reduzierung von Moral Hazard
3.3 Ausgestaltung vertrieblicher Anreiz- und Entlohnungssysteme zur Lösung von Moral Hazard
3.3.1 Grundlagen von Anreizsystemen im Vertrieb
3.3.2 Instrumente zur Ausgestaltung von Anreiz- und Entlohnungssystemen
4. Kundenwertorientierte Vertriebssteuerung im Mittelstand
4.1 Besonderheiten des Vertriebs im mittelständischen B2B-Bereich
4.2 Eignung einer kundenwertorientierten Vertriebssteuerung im Mittelstand
4.3 Möglichkeiten der Vertriebssteuerung auf Basis des Customer Lifetime Value im Mittelstand
4.4 Vertriebliche Anreiz- und Entlohnungssysteme im Mittelstand
5. CLV und PAT als Grundlage kundenwertorientierter Vertriebssteuerung in der Praxis
5.1 Merkmale und Charakteristika der Bekleidungsbranche
5.2 Untersuchungsgegenstand
5.2 Kundenwertorientierte Vertriebssteuerung in der Praxis
6. Fazit
6.1 Zielerreichung
6.2 Perspektiven
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie der Customer Lifetime Value (CLV) im Mittelstand als Kennzahl für den Kundenwert implementiert werden kann, um in Verbindung mit der Prinzipal-Agent-Theorie eine effiziente, wertorientierte Vertriebssteuerung und Anreizgestaltung zu ermöglichen.
3.2 Prinzipal-Agent-Theorie
Innerhalb der Prinzipal-Agent-Theorie (PAT) wird die Zusammenarbeit zwischen ökonomischen Akteuren als eine Prinzipal-Agent-Beziehung (PA-Beziehung) analysiert und die Probleme dieser Leistungsbeziehung aufgezeigt. Die PAT ist ein Baustein der neuen Institutionenökonomie und im wirtschaftlichen Alltag aufgrund ihrer flexiblen Einsatzmöglichkeiten sehr präsent. Als historischer Ausgangspunkt für die Prinzipal-Agent-Theorie ist jedoch die Neoklassik anzusehen, in der ein Gleichgewichtszustand auf dem Markt angenommen wird, auf welchem vollkommen rationale Entscheidungsträger mit perfektem Informationsstand Waren tauschen. Die „moderne“ Prinzipal-Agent-Theorie weicht nur mit wenigen Modifikationen von dieser Perspektive ab - hauptsächlich in der Annahme, dass die Marktteilnehmer statt über vollkommene Marktinformationen zu verfügen, meist mit unvollkommenen Märkten konfrontiert werden. Es gibt eine Vielzahl von Definitionen für eine PA-Beziehung, jedoch keine allgemeingültige. Generell geht es in der PAT um die Erklärung ökonomischer Handlungen und weniger um transaktionsspezifische Kosten, sodass der Vertrag und Abhängigkeitsverhältnisse infolge der Delegation von Entscheidungsbefugnissen als Variablen die Grundlage der Betrachtung bilden. Demzufolge wird unter einer PA-Beziehung in der Literatur die Beauftragung zur Leistungserbringung von Seiten eines Auftraggebers (Prinzipal) durch einen Vertreter (Agenten) verstanden.
Die PAT ist dem methodologischen Individualismus verpflichtet. Dieser stellt den Versuch dar, gruppendynamische Prozesse bezugnehmend auf individuelle Aktionen zu erläutern und beschäftigt sich somit explizit mit der Untersuchung der Aufgabendelegation zwischen ökonomischen Akteuren. Der Delegierende (Prinzipal) ist an einer hohen Qualität der Ausführung der Aufgabe zu einem niedrigen Preis interessiert, um aus seiner Sicht einen möglichst maximalen Nutzen zu erzielen. Der Nutzen des Ausführenden (Agent) hingegen ist dann maximal, wenn er die Aufgabe mit minimalem Aufwand löst und dafür einen möglichst hohen Lohn erhält.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel vom Verkäufer- zum Käufermarkt und die wachsende Bedeutung des Kundenwerts sowie der wertorientierten Vertriebssteuerung im Mittelstand.
2. Kundenwert als vertriebliche Steurungsgröße: Dieses Kapitel definiert den Kundenwert, erläutert die Bedeutung der Kundenbindung und stellt den Customer Lifetime Value (CLV) als Instrument der Kundenbewertung und Segmentierung vor.
3. Prinzipal-Agent-Theorie als Basis vertrieblicher Anreiz- und Entloungsysteme: Es wird die Anwendung der Prinzipal-Agent-Theorie auf Vertriebsbeziehungen diskutiert, insbesondere im Hinblick auf Interessenskonflikte, Informationsasymmetrien und die Gestaltung von Anreizsystemen.
4. Kundenwertorientierte Vertriebssteuerung im Mittelstand: Das Kapitel überträgt die theoretischen Konzepte des Kundenwerts und der Anreizgestaltung auf die spezifischen Anforderungen und Gegebenheiten mittelständischer B2B-Unternehmen.
5. CLV und PAT als Grundlage kundenwertorientierter Vertriebssteuerung in der Praxis: Hier wird die praktische Umsetzung des CLV-Ansatzes in einem Beispielunternehmen aus der Bekleidungsbranche analysiert und auf die Anwendbarkeit geprüft.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen, reflektiert die Zielerreichung und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Bereich der wertorientierten Vertriebssteuerung.
Customer Lifetime Value, CLV, Prinzipal-Agent-Theorie, PAT, Mittelstand, KMU, Vertriebssteuerung, Kundenwert, Kundenbindung, Anreizsysteme, Entlohnung, B2B-Vertrieb, Kundenprofitabilität, Ressourcenallokation, Unternehmenswert.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Einführung einer wertorientierten Vertriebssteuerung in mittelständischen Unternehmen unter Verwendung des Customer Lifetime Value (CLV).
Die zentralen Themen sind Kundenwertmanagement, die Prinzipal-Agent-Theorie zur Anreizgestaltung im Vertrieb sowie die spezifischen Rahmenbedingungen mittelständischer B2B-Unternehmen.
Ziel ist es, ein Konzept zu entwickeln, wie der CLV im Mittelstand umgesetzt werden kann, um Ressourcen effizienter zu verteilen und Vertriebsmitarbeiter am Unternehmenserfolg auszurichten.
Es wird ein theoretischer Rahmen auf Basis der Literaturanalyse erstellt und anhand einer Fallstudie eines Beispielunternehmens in der Bekleidungsbranche praktisch validiert.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen des Kundenwerts und der PAT, die Übertragung auf den Mittelstand sowie eine detaillierte Analyse der Praxisumsetzung inklusive Berechnungsbeispielen.
Die Arbeit ist primär durch Begriffe wie Customer Lifetime Value (CLV), Mittelstand (KMU), Prinzipal-Agent-Theorie, Vertriebssteuerung und Kundenbindungsmanagement charakterisiert.
Während die Umsatzbetrachtung rein vergangenheitsorientiert ist, betrachtet der CLV den diskontierten Barwert zukünftiger Zahlungsströme über die gesamte Lebensdauer eines Kunden und ermöglicht so eine zukunftsorientierte Steuerung.
Durch die Implementierung leistungsorientierter Anreiz- und Entlohnungssysteme, die auf dem CLV basieren, werden die Interessen von Prinzipal und Agent angeglichen und die Opportunitätskosten gesenkt.
Die Branche ist durch hohen Wettbewerbsdruck und Strukturwandel geprägt, was die Notwendigkeit einer differenzierten Kundenbearbeitung und effizienter Vertriebsinstrumente im Mittelstand besonders verdeutlicht.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der CLV trotz methodischer Schwierigkeiten bei der Datenermittlung eine wertvolle Grundlage für Managemententscheidungen und eine effiziente Vertriebssteuerung bietet.
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