Bachelorarbeit, 2014
41 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Zum Begriff der Sublimierung
2.1 Historische Entwicklung des Sublimierungsbegriffes
2.2 Triebsublimierung in den Werken Sigmund Freuds
2.3 Sublimierung und Geist bei Max Scheler
3. Kritische Auseinandersetzung der dargestellten Sublimierungsbegriffe
3.1 Kritik des Sublimierungsbegriffs bei Sigmund Freud
3.2 Kritik des Sublimierungsbegriffes bei Max Scheler
4. Der Begriff Sublimierung im Kontext ausgewählter philosophischer Ausführungen
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit analysiert den psychoanalytischen Begriff der Sublimierung nach Sigmund Freud und setzt ihn in ein kritisches Verhältnis zu der Konzeption von Max Scheler, um den Zusammenhang von Trieb und Geist sowie das Verhältnis des Individuums zur Gesellschaft philosophisch zu beleuchten.
2.2 Triebsublimierung in den Werken Sigmund Freuds
Der Begriff der Sublimierung wurde von Sigmund Freud in die Psychoanalyse eingeführt, allerdings entwarf der Psychoanalytiker keine Gesamtkonzeption, sondern nur fragmentarische Ansätze dieses Begriffes. Dieses Kapitel widmet sich der Grundstruktur des freudschen Sublimierungsbegriffes, der in einem weiteren Schritt einer kritischen Betrachtung unterzogen wird.
„Eine andere Technik der Leidabwehr bedient sich der Libidoverschiebungen, welche unser seelischer Apparat gestattet, durch die seine Funktion so viel an Geschmeidigkeit gewinnt. Die zu lösende Aufgabe ist, die Triebziele solcherart zu verlegen, daß sie von der Versagung der Außenwelt nicht getroffen werden können. Die Sublimierung der Triebe leiht dazu ihre Hilfe. Am meisten erreicht man, wenn man den Lustgewinn aus den Quellen psychischer und intellektueller Arbeit genügend zu erhöhen versteht. Das Schicksal kann einem dann wenig anhaben. Die Befriedigung solcher Art, wie die Freude des Künstlers am Schaffen, an der Verkörperung seiner Phantasiegebilde, die des Forschers an der Lösung von Problemen und am Erkennen der Wahrheit, haben eine besondere Qualität, die wir gewiß eines Tages werden metapsychologisch charakterisieren können.“
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Problematik des Sublimierungsbegriffs ein und stellt die Relevanz der Untersuchung des Zusammenhangs von Trieb und Geist bei Freud und Scheler dar.
2. Zum Begriff der Sublimierung: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung des Begriffs sowie die spezifischen Theorien Freuds zur Triebsublimierung und Schelers Konzept von Geist und Sublimierung.
3. Kritische Auseinandersetzung der dargestellten Sublimierungsbegriffe: Hier erfolgt eine kritische Reflexion der zuvor dargestellten Theorien, wobei insbesondere die Schwächen in Freuds Begriffsbestimmung und Schelers These von der Ohnmacht des Geistes diskutiert werden.
4. Der Begriff Sublimierung im Kontext ausgewählter philosophischer Ausführungen: Dieses Kapitel weitet den Blick auf andere Denker wie Nietzsche und Marcuse, um die unterschiedlichen Auslegungen und Bedeutungen von Sublimierung im philosophischen Diskurs aufzuzeigen.
5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der diskutierten Sublimierungsbegriffe und deren Bedeutung für das Verständnis menschlicher Kulturentwicklung.
Sublimierung, Sigmund Freud, Max Scheler, Triebsublimierung, Geist, Lebensdrang, Psychoanalyse, philosophische Anthropologie, Triebverzicht, Kulturentwicklung, Libido, Abwehrmechanismus, Ideierung, Willen zur Macht, Repression
Die Bachelorarbeit untersucht den Begriff der Sublimierung, insbesondere in den Theorien von Sigmund Freud und Max Scheler, und analysiert deren philosophische und anthropologische Implikationen.
Zentrale Themen sind der Zusammenhang von Trieb und Geist, das Verhältnis des Individuums zur Gesellschaft, die Rolle der Kultur sowie die kritische Reflexion des Sublimierungsbegriffs als Abwehrmechanismus und Weltprinzip.
Das Ziel ist es, die Konzepte von Freud und Scheler systematisch darzustellen, kritisch gegenüberzustellen und die Frage zu beantworten, wie Sublimierung als Vermittlungsinstanz zwischen vitalen Trieben und geistiger Aktivität fungieren kann.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer vergleichenden philosophischen Interpretation der primären und sekundären Werke von Freud, Scheler und weiteren relevanten Denkern.
Im Hauptteil werden die historischen Grundlagen, Freuds psychoanalytische Theorie der Triebsublimierung, Schelers philosophisch-anthropologische Konzeption von Geist und Sublimierung sowie eine tiefgehende kritische Auseinandersetzung mit beiden Positionen behandelt.
Wesentliche Begriffe sind Sublimierung, Triebverzicht, Libido, Geist, Lebensdrang, Kulturentwicklung, Entwirklichung und Machtwille.
Während Freud Sublimierung primär als einen psychoanalytischen Abwehrmechanismus versteht, der Triebenergie in kulturelle Leistungen verschiebt, betrachtet Scheler Sublimierung als einen geistigen Akt, der den Menschen befähigt, sich von der Triebgebundenheit zu befreien und Geist zur Entfaltung zu bringen.
Scheler kritisiert, dass Freuds Theorie einen Zirkelschluss enthält, da sie Geist als Produkt der Triebverdrängung voraussetzt, ohne erklären zu können, wie dieser Geist überhaupt in der Lage sein soll, die Triebverdrängung aktiv zu vollziehen.
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