Diplomarbeit, 2007
204 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
1.1 Darstellung der Ausgangssituation und der Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 DAS KONZEPT DES STRATEGISCHEN MANAGEMENTS ALS THEORETISCHER KONTEXT
2.1 Einige Definitionen
2.1.1 Strategie
2.1.2 Strategisches Management
2.2 Strategisches Management in der Gesundheitswirtschaft
2.3 Modelle des strategischen Managements
2.3.1 Denkschulen des strategischen Managements
2.3.2 Die zwei Grunddimensionen des strategischen Managements - Analytische versus sich herausbildende Modelle
2.4 Strategietypen – Reichweite und Perspektive der Strategie
3 UNTERSUCHUNGSOBJEKTE UND ERKENNTNISQUELLEN
3.1 Darstellung des Untersuchungsobjektes „IV-Modell Gesundes Kinzigtal“
3.1.1 Die Gesundes Kinzigtal GmbH
3.1.2 Das Modell – Die Konzeption der Versorgung
3.1.2.1 Ein Vertrag zur Integrierten Versorgung
3.1.2.2 Vertragsgegenstände
3.1.2.2.1 Beziehung Krankenkasse – Gesundes Kinzigtal GmbH – Leistungserbringer (Leistungsverpflichtungen und Finanzierung)
3.1.2.2.2 Beziehung Patient – Gesundes Kinzigtal
3.2 Spezifizierung des Untersuchungsobjektes „Geschäftsfeldstrategie Herzinsuffizienz“
3.2.1 Abgrenzung des Betrachtungsobjektes „Strategisches Geschäftsfeld“
3.2.2 Abgrenzung der untersuchungsrelevanten Patientengruppe „Herzinsuffizienz“
3.2.2.1 Definition und Klassifikation der Herzinsuffizienz
3.2.2.2 Epidemiologie, sozio- und gesundheitsökonomische Bedeutung der Herzinsuffizienz
3.2.2.3 Identifikation der Patientengruppe „Herzinsuffizienz“ in den Daten der Gesundes Kinzigtal GmbH
3.3 Herangezogene Erkenntisquellen
3.3.1 Datenbasis der Gesundes Kinzigtal GmbH für die Analyse
3.3.1.1 Allgemeine Charakterisierung
3.3.1.2 Versichertenstammdaten
3.3.1.3 Daten der vertragsärztlichen Versorgung
3.3.1.4 Daten der stationären Versorgung
3.3.1.4.1 Krankenhausbehandlungen
3.3.1.4.2 Kurbehandlungen (medizinische Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen)
3.3.1.5 Daten der Arzneimittelversorgung
3.3.1.6 Daten der Heil- und Hilfsmittelversorgung
3.3.1.7 Daten zur Arbeitsunfähigkeit sowie Erwerbs- und Berufsunfähigkeitsrenten
3.3.1.8 Genutzte Analysetools
3.3.2 Zusätzliche Informationsquellen
4 KONZEPTION, DURCHFÜHRUNG UND ERGEBNISSE DER STRATEGIEENTWICKLUNG
4.1 Die Karte – Ein Analytisches Modell des strategischen Managements als Rahmenkonstrukt der Untersuchung
4.1.1 Das Modell
4.1.2 Situationsanalyse
4.1.2.1 Grundlagen und Zielsetzung
4.1.2.2 Eingesetzte strategische Instrumente
4.1.2.2.1 Branchenstrukturanalyse (externe Informationsanalyse I)
4.1.2.2.2 Kombination von Branchenstrukturanalyse und interner Informationsanalyse I
4.1.2.2.3 Herzinsuffizienzspezifische Situationsanalyse
4.1.2.2.3.1 Externe Informationsanalyse
4.1.2.2.3.2 Wertkettenanalyse (interne Informationsanalyse II)
4.1.3 Strategieformulierung
4.1.3.1 Grundlagen und Zielsetzung
4.1.3.2 Eingesetzte Instrumente
4.1.3.2.1 Strategische Positionierungsmatrix
4.1.3.2.2 SWOT-Analyse
4.1.3.2.3 Porter’s Matrix der generischen Strategien zur Positionierung am Markt (Wettbewerbsstrategien)
4.1.4 Strategieimplementierung
4.1.5 Strategieüberprüfung (Strategic Control)
4.2 Entwicklung einer Strategie für das Geschäftsfeld „Herzinsuffizienz“
4.2.1 Branchenstrukturanalyse
4.2.1.1 Sonderfaktor Staat
4.2.1.2 Positionskämpfe zwischen Integrierter und traditioneller Versorgung
4.2.1.3 Verhandlungsstärke der Konsumenten
4.2.1.3.1 Verhandlungsstärke der Patienten/Versicherten
4.2.1.3.1.1 Allgemeine Charakterisierung der Nutzer des Gesundheitswesens
4.2.1.3.1.2 Fehlende Konsumentensouveränität und Marktintransparenz?
4.2.1.3.1.3 Konsequenzen für die Verhandlungsstärke der Patienten/Versicherten als Konsument
4.2.1.3.2 Verhandlungsstärke der Kostenträger (Krankenkassen)
4.2.1.4 Verhandlungsstärke der primären & sekundären Leistungserbringer
4.2.1.5 Bedrohung durch neue GKV-Versorgungsangebote
4.2.1.6 Bedrohung durch private Versorgungsangebote
4.2.2 Konsequenzen für das strategische Management der GK
4.2.3 Directional Strategies - Mission, Vision, Werte, Ziele
4.2.3.1 Mission
4.2.3.2 Vision
4.2.3.3 Werte
4.2.3.4 Ziele
4.2.4 Herzinsuffizienzspezifische Situationsanalyse
4.2.4.1 Externe Informationsanalyse
4.2.4.1.1 Soziale, epidemiologische und (gesundheits-)ökonomische Informationen
4.2.4.1.1.1 Epidemiologische Kennzahlen
4.2.4.1.1.2 Alter, Geschlecht und Versicherungsart
4.2.4.1.1.3 Ätiologie
4.2.4.1.1.4 Inanspruchnahme und Leistungsausgaben
4.2.4.1.2 Technologische Informationen
4.2.4.1.3 Behördliche, regulative, politische Informationen
4.2.4.2 Wertkettenanalyse (Interne Informationsanalyse)
4.2.4.2.1 Einleitung
4.2.4.2.2 Sekundäre Wertschöpfungsaktivitäten
4.2.4.2.2.1 Kultur und Struktur
4.2.4.2.2.2 Strategische Ressourcen
4.2.4.2.3 Primäre Wertschöpfungsaktivitäten
4.2.4.2.3.1 Point-of-Service
4.2.4.2.3.1.1 Klinische Prozeduren
4.2.4.2.3.1.2 Marketing
4.2.4.2.3.2 Pre-Service und After-Service
4.2.5 Entwicklung von adaptiven, Markteintritts- und Wettbewerbsstrategien für das Geschäftsfeld „Herzinsuffizienz“
4.2.5.1 Kostenwachstum - prozentueller Marktanteil Matrix
4.2.5.1.1 Entwicklung und Ergebnisse der Kostenwachstum - prozentueller Marktanteil Matrix
4.2.5.1.2 Erkenntnisse für die Strategieentwicklung
4.2.5.2 SWOT-Analyse
4.2.5.2.1 SWOT-Matrix
4.2.5.2.2 Internal Fix-It Quadrant
4.2.5.2.3 Future Quadrant
4.2.5.2.4 External Fix-It Quadrant
4.2.5.2.5 Survival Quadrant
4.2.5.3 Zusammenfassung der Ergebnisse der Strategieentwicklung
5 KRITIK – SCHLUSSBETRACHTUNG
5.1 Kritische Bewertung des strategischen Ansatzes
5.1.1 Kritik des analytischen Modells des strategischen Managements
5.1.2 Kritik der eingesetzten strategischen Instrumente
5.1.2.1 Branchenstruktur- und Wertkettenanalyse nach Porter
5.1.2.2 Portfoliotechnik
5.1.2.3 SWOT-Analyse
5.1.2.4 Porter’s Matrix der generischen Strategien
5.1.3 Fazit
5.2 Kritische Bewertung der Nutzbarkeit der GKV-Routinedaten für die Strategieentwicklung
5.2.1 Allgemeine Bewertung der Nutzungsmöglichkeiten von GKV-Routinedaten
5.2.2 Bestimmung der Krankheitslast in der Bevölkerung/Prioritätensetzung
5.2.2.1 Gesundheitliche Bedeutung
5.2.2.2 Ökonomische Bedeutung
5.2.3 Vergleichende Untersuchung und Darstellung (Benchmarking) von Strukturen, Prozessen und Ergebnissen der Gesundheitsversorgung
5.2.4 Fazit
6 ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSFOLGERUNG
Diese Arbeit widmet sich der Entwicklung von Strategien für das Geschäftsfeld "Herzinsuffizienz" innerhalb des integrierten Versorgungssystems "Gesundes Kinzigtal". Unter Nutzung eines analytischen Modells des strategischen Managements und unter Einbeziehung von GKV-Routinedaten untersucht die Arbeit die Übertragbarkeit klassischer Managementkonzepte auf dieses spezielle Gesundheitsmodell, um das Ziel einer qualitativ hochwertigen, effektiven und effizienten Gesundheitsversorgung langfristig zu sichern.
3.1.2 Das Modell – Die Konzeption der Versorgung
Die Konzeption der Versorgung, wird nachfolgend am Beispiel des Vertrags zur Integrierten Versorgung mit der AOK Baden-Württemberg erörtert, da die Konzeption dieses Vertrages durch Publikation (Hermann et al., 2006) auch der öffentlichen Diskussion zugänglich ist. Der AOK-Vertrag ist mit kleinen Adaptationen sinngemäß auch auf die Konzeption der Versorgung für LKK-Versicherte übertragbar.
3.1.2.1 Ein Vertrag zur Integrierten Versorgung
Am 30.01.2006 wurde zwischen der Gesundes Kinzigtal GmbH und der AOK Baden- Württemberg ein Vertrag zur Integrierten Versorgung geschlossen, in dem die Gesundes Kinzigtal GmbH als IV-Managementgesellschaft nach den §§ 140ff. SGB V fungiert und hierbei die Verantwortung für die Gesundheitsversorgung über alle Sektoren (mit Ausnahme der Zahnmedizin) von 30.000 AOK-Versicherten übernahm. Aber was genau ist eigentlich die Integrierte Versorgung nach §§ 140ff. SGB V?
Die Integrierte Versorgung wurde im Jahr 2000 durch den Gesetzgeber eingeführt. Ziel der Einführung war die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Qualität der Gesundheitsversorgung durch eine bessere Abstimmung der Gesundheitsversorgung über alle Sektorengrenzen hinweg und eine Forcierung des Wettbewerbs vielfältiger neuer Versorgungsformen. „In ihrer einfachsten Form kann integrierte Versorgung als Schnittstellen und Fachdisziplinen übergreifende Versorgung“ definiert werden (Amelung et al., 2006, S.15). Die §§ 140ff. SGB V lassen jedoch einen relativ großen Spielraum zur Ausgestaltung der Verträge zur Integrierten Versorgung. So muss die Integrierte Versorgung als Konzept mit vielfältigen Ansätzen und Ausgestaltungsmöglichkeiten betrachtet werden. Nach Amelung et al. (2006, S. 16) lassen sich allerdings folgende Kernelemente identifizieren:
verschiedene Leistungssektoren und/oder interdisziplinär fachübergreifende Versorgung
außerhalb des Sicherstellungsauftrages der Kassenärztlichen Vereinigung
auf einzelvertraglicher Grundlage
1 EINLEITUNG: Darstellung der Ausgangssituation und der zunehmenden Bedeutung des strategischen Managements im deutschen Gesundheitswesen sowie Zielsetzung der Arbeit.
2 DAS KONZEPT DES STRATEGISCHEN MANAGEMENTS ALS THEORETISCHER KONTEXT: Erörterung theoretischer Grundlagen von Strategie und Management sowie Anpassung dieser an die spezifische Situation der Gesundheitswirtschaft.
3 UNTERSUCHUNGSOBJEKTE UND ERKENNTNISQUELLEN: Detaillierte Vorstellung des Modells "Gesundes Kinzigtal" sowie Beschreibung der Datenquellen und der Methodik zur Identifikation der Zielgruppe "Herzinsuffizienz".
4 KONZEPTION, DURCHFÜHRUNG UND ERGEBNISSE DER STRATEGIEENTWICKLUNG: Anwendung von Strategie-Instrumenten zur Entwicklung von Geschäftsfeldstrategien für Herzinsuffizienz unter Berücksichtigung von GKV-Daten.
5 KRITIK – SCHLUSSBETRACHTUNG: Kritische Auseinandersetzung mit dem gewählten methodischen Ansatz und Reflexion über die Qualität und Nutzbarkeit der verwendeten Daten für strategische Prozesse.
6 ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSFOLGERUNG: Fazit zur Arbeit und Schlussfolgerungen für das Management integrierter Versorgungssysteme.
7 VERZEICHNISSE: Auflistung der Literatur, Abkürzungen sowie Abbildungs- und Tabellenverzeichnisse.
Strategisches Management, Integrierte Versorgung, Gesundes Kinzigtal, Herzinsuffizienz, GKV-Routinedaten, Gesundheitsmanagement, Geschäftsfeldstrategie, Strategieentwicklung, Versorgungssteuerung, Benchmarking, Krankheitslast, Patientenorientierung, Sekundärdatenanalyse, Evidenzbasierte Medizin, Gesundheitsökonomie.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung von Strategien für das Geschäftsfeld "Herzinsuffizienz" in einem integrierten Versorgungssystem, konkret am Beispiel der Organisation "Gesundes Kinzigtal".
Die Themenfelder umfassen das strategische Management in der Gesundheitswirtschaft, die Anwendung von Strategie-Instrumenten (wie Branchenstruktur- und SWOT-Analyse) sowie die Nutzung von GKV-Routinedaten als Erkenntnisquelle.
Ziel ist es, Strategien für die Versorgung von Herzinsuffizienzpatienten zu entwickeln und zu prüfen, wie analytische Konzepte des strategischen Managements in einem Versorgungsmodell erfolgreich angewendet werden können.
Die Arbeit nutzt ein analytisches Modell des strategischen Managements, welches durch eine situative Analyse (Branchenstruktur- und Wertkettenanalyse) sowie Portfolio- und SWOT-Analysen in die Praxis übersetzt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des strategischen Managements, die Charakterisierung des Modells "Gesundes Kinzigtal" und der Datengrundlage, sowie die konkrete Konzeption und Durchführung der Strategieentwicklung für das Geschäftsfeld "Herzinsuffizienz".
Wesentliche Begriffe sind Integrierte Versorgung, Strategisches Management, GKV-Routinedaten, Herzinsuffizienz, Geschäftsfeldstrategie und das "Gesunde Kinzigtal".
GKV-Routinedaten dienen als sekundäre Datenquelle, um die medizinische und ökonomische Krankheitslast zu bestimmen, Prioritäten zu setzen und durch Benchmarking Strukturen sowie Ergebnisse der Versorgung vergleichbar zu machen.
Das Modell ist ein Vorreiter im Bereich der Integrierten Versorgung in Deutschland, zeichnet sich durch eine spezifische wettbewerbliche Ausrichtung aus und verfügt über einen wertvollen Datenpool, der für die Strategieentwicklung genutzt werden kann.
Diskutiert werden insbesondere die hohe Multimorbidität, der Bedarf an telemedizinischen Unterstützungssystemen zur Vermeidung von Krankenhausnotfällen und die Bedeutung leitliniengerechter medizinischer Versorgung.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass analytische Strategieinstrumente prinzipiell sinnvoll einsetzbar sind, aber Adaptationen an den spezifischen Kontext der Gesundheitsversorgung notwendig machen, wobei ein Methoden- und Datenmix für bessere Ergebnisse entscheidend ist.
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