Bachelorarbeit, 2014
78 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung der Arbeit
1.3. Methodische Vorgehensweise
2. Der Crowdfunding-Begriff
2.1. Definition des Crowdfundings und begriffliche Abgrenzung
2.2. Entwicklung des Crowdfundings
2.3. Ausprägungsformen des Crowdfundings
2.3.1. Donation-based Crowdfunding
2.3.2. Reward-based Crowdfunding
2.3.3. Lending-based Crowdfunding
2.3.4. Equity-based Crowdfunding
3. Rechtslage
3.1. Rechtslage in Deutschland
3.2. Rechtslage in den USA
4. Crowdfundingeffekte
5. Phasen einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne
5.1. Veröffentlichung
5.1.1. Präsentation
5.1.2. Laufzeit
5.1.3. Budget
5.1.4. Gegenleistungen
5.2. Finanzierung
5.3. Umsetzung oder Rückzahlung
6. Was motiviert die Crowd?
7. Das Internet als Idealumgebung
7.1. User-generated Content
7.2. Kollektive Intelligenz
7.3. Das „Long Tail“-Phänomen
8. Online Finanzierungsplattformen
8.1. Kickstarter
8.2. Startnext
9. Zahlungsabwicklung
9.1. Kreditkartenzahlung
9.2. FidorPay
9.3. Secupay
10. Fallbeispiel – die Smartwatch Pebble
10.1. Produktbeschreibung
10.2. Zahlen und Fakten
10.3. Analyse der Erfolgsfaktoren
11. Umfrageauswertung
11.1. Soziokulturelle Merkmale
11.2. Schlussfolgerungen und Implikationen
12. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht das Finanzierungsmodell Crowdfunding, analysiert dessen Phasen und Erfolgsfaktoren sowie die Bedeutung internetbasierter Technologien und des Web 2.0 für den Projekterfolg, unterfüttert durch eine Fallstudie und eine Onlineumfrage zur Konsumentensicht.
1. Einleitung
“Deep down, people want something they can’t buy at Walmart: something truly special that they discovered and brought into the light. Give them a project they can feel proud to support. Enthusiasm and persistence go a long way.”
Dieses Besondere muss nicht zwingend das unterstützte Projekt sein. Das knappe Gut in einer Crowdfunding-Kampagne ist nicht die neue CD einer bestimmten Band, ein neuer Kinofilm oder die intelligente Smartwatch. Es ist soziale Anerkennung, Selbstdarstellung und das Gefühl an etwas Einzigartigem mitgewirkt zu haben. Das sind die Gründe, weshalb heute ein Markt für das freiwillige Bezahlen von Ideen und Inhalten besteht, den sich jeder zu Nutze machen kann.
Ein Vorhaben durch eine große Gruppe von Menschen finanzieren zu lassen, was dem Grundgedanken des Crowdfundings entspricht, ist nicht neu. So beschlossen bereits im Jahr 1473 einige Gemeinden aus Graubünden die gefährliche und schlecht erhaltene Via Mala zu sanieren. Da die höher gelegene Alternativroute vom einflussreichen Bischof bevorzugt wurde, überließ man die Via Mala ihrem Verfall, was die Abschottung ganzer Gemeinden zur Folge hatte. Die betroffenen Bürger bewarben ihr Projekt und konnten sich so die Unterstützung weiterer Gemeinden sichern. Nach erfolgter Umsetzung der Arbeiten sollte die neue Via Mala zur wichtigsten Bündener Transitroute avancieren. Auch wenn die erste nachweisliche Verwendung des Begriffes Crowdfunding noch einige Zeit auf sich warten lassen sollte, erfüllte die Sanierung der Via Mala alle grundlegenden Charakteristika einer solchen Kampagne.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Crowdfunding ein, beleuchtet historische Vorläufer und stellt die Relevanz sozialer Anerkennung als Motivationsfaktor dar.
2. Der Crowdfunding-Begriff: Dieses Kapitel definiert Crowdfunding als Teil des Crowdsourcings, grenzt es von verwandten Begriffen ab und zeigt die Entwicklung sowie verschiedene Kategorien wie Reward- oder Equity-based Crowdfunding auf.
3. Rechtslage: Die rechtlichen Rahmenbedingungen für Crowdinvesting in Deutschland und den USA werden erläutert, wobei insbesondere die Prospektpflicht und die Auswirkungen des US-amerikanischen JOBS-Acts thematisiert werden.
4. Crowdfundingeffekte: Dieses Kapitel beleuchtet positive Nebeneffekte von Kampagnen, wie die Validierung des Marktpotenzials und die Stärkung von Marketing und Kommunikation durch die Community.
5. Phasen einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne: Der Prozess von der Veröffentlichung über die Präsentation und Budgetplanung bis hin zur Umsetzung oder Rückzahlung wird hier detailliert analysiert.
6. Was motiviert die Crowd?: Hier wird untersucht, welche psychologischen und sozialen Faktoren, wie der Wunsch nach Online-Reputation, Unterstützer dazu bewegen, Projekte freiwillig zu fördern.
7. Das Internet als Idealumgebung: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung des Internets und Web 2.0-Prinzipien für Crowdfunding, einschließlich User-generated Content, kollektiver Intelligenz und des „Long Tail“-Phänomens.
8. Online Finanzierungsplattformen: Die beiden relevanten Plattformen Kickstarter (international) und Startnext (deutschlandweit) werden in Bezug auf ihre Entstehung, Funktionsweise und Schwerpunkte verglichen.
9. Zahlungsabwicklung: Die Herausforderungen und Lösungen bei der Abwicklung von Mikro-Zahlungen, inklusive der Rolle von Anbietern wie FidorPay oder Secupay, bilden den Kern dieses Kapitels.
10. Fallbeispiel – die Smartwatch Pebble: Die Analyse der Pebble-Kampagne verdeutlicht praxisnah, wie professionelle Kampagnenführung und die Nutzung von Community-Feedback zum Erfolg führen.
11. Umfrageauswertung: In diesem Kapitel werden empirische Daten aus einer Onlineumfrage zur Motivation und den Merkmalen von Unterstützern versus Nicht-Unterstützern ausgewertet.
12. Schlussbetrachtung: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die wachsende Bedeutung des Crowdfundings in der deutschen Wirtschaftslandschaft.
Crowdfunding, Schwarmfinanzierung, Crowdsourcing, Reward-based Crowdfunding, Crowdinvesting, Kickstarter, Startnext, Web 2.0, User-generated Content, Kollektive Intelligenz, Long Tail, Projektfinanzierung, Online-Marketing, Community, Onlineumfrage.
Die Arbeit behandelt die Methode der Schwarmfinanzierung (Crowdfunding), ihre theoretischen Grundlagen, die praktische Umsetzung von Kampagnen sowie die soziokulturellen Hintergründe der Unterstützer.
Zu den Schwerpunkten zählen die Einordnung des Begriffs, die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Rolle des Internets als Plattform für Interaktion und die Erfolgsfaktoren bei der Finanzierung von Produktideen.
Das Ziel ist es, den Ablauf einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne von der Idee bis zum Produktlaunch zu durchleuchten und durch eine empirische Umfrage soziokulturelle Merkmale der Zielgruppe zu identifizieren.
Die Autorin kombiniert eine fundierte Literaturanalyse zum theoretischen Rahmen mit einer Fallstudie (Smartwatch Pebble) sowie einer quantitativen Onlineumfrage zur Konsumentensicht.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition und Entwicklung des Modells, die rechtlichen Aspekte in Deutschland und den USA, die Phasen einer Kampagne, die Rolle des Web 2.0 sowie die Analyse technischer und ökonomischer Erfolgsfaktoren.
Zentrale Begriffe sind Crowdfunding, Web 2.0, Reward-based Crowdfunding, Community-Management, Online-Reputation und die Erschließung von Nischenmärkten (Long Tail).
Das "Long Tail"-Phänomen erklärt, wie das Internet die Erschließung von Nischenmärkten ermöglicht, was es vielen Projektinitiatoren erlaubt, mit spezialisierten Produkten eine kleine, aber treue Crowd zu finden.
Pebble nutzte geschickt soziale Netzwerke, bot ein Produkt für Early-Adopter und involvierte die Community frühzeitig in die Software-Entwicklung, was ein florierendes Ökosystem schuf.
Der Ursprung des Crowdfundings liegt im kulturschaffenden Bereich. Die Arbeit zeigt, dass ein kulturelles Interesse auch heute noch ein signifikantes Merkmal für Menschen ist, die verstärkt zu Crowdfunding-Unterstützungen neigen.
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