Doktorarbeit / Dissertation, 2012
448 Seiten
1. Einleitung
1.1 Motivation und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Positionierung
2.1 Erweiterter ressourcenbasierter Ansatz
2.2 Verhaltensorientierte Organisationstheorie
2.3 Organisationale Lerntheorien
2.4 Wissensmanagements
2.5 Entrepreneurship-Forschung
2.6 Zusammenfassende Betrachtungen
3. Begriffsklärung
3.1 Technologie-Start-ups
3.1.1 Abgrenzung
3.1.2 Entwicklungsphasen
3.1.3 Ressourcenknappheit
3.2 Wissen
3.2.1 Begriffsabgrenzung
3.2.2 Strukturierung des Begriffs
3.2.3 Wissensdimensionen
3.2.4 Die Wissensbasis von Unternehmen
3.2.5 Wissensverarbeitung: Die Wissensspirale von Nonaka et al.
3.3 Fähigkeiten, Routinen und Mechanismen
3.3.1 Begriffsabgrenzung
3.3.2 Dynamische Fähigkeiten
3.3.3 Wegabhängigkeit von dynamischen Fähigkeiten
3.3.4 Entwicklung von Fähigkeiten
3.4 Zusammenfassende Betrachtungen
4. Die Absorptionsfähigkeit von Technologie-Start-ups
4.1 Entwicklung des Konzepts der Absorptionsfähigkeit
4.1.1 Theoretische Einflüsse
4.1.2 Weiterentwicklung des Konzepts
4.1.2.1 Prozessdimensionen
4.1.2.2 Einflussfaktoren
4.2 Relevanz für Technologie-Start-ups
4.2.1 Relevantes Wissen
4.2.2 Auswirkungen
4.3 Organisationale Mechanismen zur Begünstigung der Absorptionsfähigkeit
4.3.1 Entwicklung der Absorptionsfähigkeit im Wechselspiel der organisationalen Ebenen
4.3.2 Organisationale Mechanismen und Dimensionen der Absorptionsfähigkeit
4.4 Zusammenfassende Betrachtungen
4.4.1 Theoretisches Ausgangsmodell
4.4.2 Präzisierung der Forschungsfragen
5. Forschungsdesign
5.1 Qualitatives Paradigma
5.2 Prinzipien und Gütekriterien der qualitativen Forschung
5.3 Theoriengeleitete qualitative Forschung
5.4 Das Untersuchungsmodell
5.5 Variablen, Dimensionen und Indikatoren
5.6 Datenerhebung
5.7 Samplestrategie
5.8 Vorbereitung der Datenerhebung
5.9 Leitfaden
5.10 Durchführung der Interviews
5.11 Datenauswertung
6. Erläuterung der Forschungsergebnisse
6.1 Beschreibung des Datenmaterials
6.2 Abgrenzung der Entwicklungsphasen
6.3 Prozessdimensionen
6.4 Wissensbasis als Basis der Absorptionsfähigkeit
6.5 Interne und externe Auslöser als Stimuli der Absorptionsfähigkeit
6.6 Lernmechanismen
6.7 Mechanismen der Wissensintegration
6.7.1 Mechanismen der Sozialisation
6.7.2 Mechanismen der Koordination
6.7.3 Mechanismen der Systematisierung
6.8 Vernetzung der Variablen
6.9 Einbettung in den theoretischen Bezugsrahmen
6.9.1 Entwicklung einer Fähigkeit im Wechselspiel von Ebenen und Mechanismen
6.9.2 Anpassung des theoretischen Modells
7. Zusammenfassende Betrachtungen und weiterer Forschungsbedarf
8. Literatur
9. Anhang
9.1 Indikatoren der Untersuchungsvariablen
9.2 Zusammenfassung für Interviewpartner
9.3 Interviewleitfaden
9.4 Material für qualitative Inhaltsanalyse: Interviewtranskripte
9.5 Ablauf der qualitativen Inhaltsanalyse nach Gläser und Laudel
Die vorliegende Dissertation untersucht die Absorptionsfähigkeit von Technologie-Start-ups und die ihr zugrunde liegenden organisationalen Mechanismen. Das primäre Ziel ist es, ein besseres Verständnis dafür zu gewinnen, wie sich diese Fähigkeit in jungen technologieorientierten Unternehmen entwickelt und wie organisationale Mechanismen diesen Entwicklungsprozess beeinflussen, um langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
3.1 Technologie-Start-ups
„The resources accumulated by a new venture are limited in comparison to those held by incumbent companies” (Lin et al., 2010, S. 1231). Aus der Perspektive des dargestellten theoretischen Bezugsrahmens kann das Charakteristikum von Start-ups in ihrer geringen Ressourcenbasis ausgemacht werden. Aus der Perspektive des fähigkeitsbasierten Ansatzes bedeutet dies, dass Ressourcen erst ins Unternehmen aufgenommen werden müssen und Fähigkeiten erlernt werden müssen. In Bezug auf den theoretischen Bezugsrahmen kann eine besondere Herausforderung darin identifiziert werden, individuelle Ressourcen und Fähigkeiten zu transformieren und damit eine organisationale Wissensbasis aufzubauen (Brush, Greene, & Hart, 2001). Im Folgenden soll der Begriff näher beleuchtet werden; dabei erfolgt eine Abgrenzung zu anderen Arten von Unternehmen. Nachdem die Entwicklungsphasen von Technologie-Start-ups beschrieben werden, wird noch einmal detaillierter auf das Charakteristikum der Ressourcenknappheit eingegangen.
Junge, technologieorientierte Unternehmen werden in der Arbeit als Technologie-Start-ups bzw. (abgekürzt) Start-ups bezeichnet. Sie zielen auf die Entwicklung und Kommerzialisierung von neuartigen Produkten, Produktionsverfahren oder innovativen Dienstleistungen ab, die auf der Verwertung von neuen Technologien und Forschungsergebnissen basieren (Schweiger, 2010, S. 17). Eine Abgrenzung zu anderen Unternehmen erfolgt in der Literatur nicht einheitlich.
1. Einleitung: Die Einleitung motiviert die Relevanz von Technologie-Start-ups und definiert die Forschungsfragen sowie den Aufbau der Dissertation.
2. Theoretische Positionierung: In diesem Kapitel werden theoretische Grundlagen aus der Organisationstheorie, dem Wissensmanagement und dem fähigkeitsbasierten Ansatz für die weitere Analyse gelegt.
3. Begriffsklärung: Hier werden zentrale Konzepte wie Technologie-Start-ups, Wissen sowie Fähigkeiten, Routinen und Mechanismen abgegrenzt und für die Arbeit definiert.
4. Die Absorptionsfähigkeit von Technologie-Start-ups: Dieses Kapitel steht im Zentrum und analysiert die Entwicklung des Konzepts sowie dessen Relevanz und organisationale Mechanismen in jungen Unternehmen.
5. Forschungsdesign: Das Forschungsdesign erläutert das methodische Vorgehen, insbesondere die theoriegeleitete qualitative Forschung durch Experteninterviews.
6. Erläuterung der Forschungsergebnisse: Die Ergebnisse der qualitativen Studie werden hier strukturiert dargestellt, interpretiert und in das theoretische Modell integriert.
7. Zusammenfassende Betrachtungen und weiterer Forschungsbedarf: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengeführt, kritisch reflektiert und zukünftige Forschungsfelder aufgezeigt.
Absorptionsfähigkeit, Technologie-Start-ups, Wissensmanagement, Organisationale Mechanismen, Wissenstransfer, Dynamische Fähigkeiten, Organisationale Lerntheorie, Gründungsforschung, Kompetenzentwicklung, Innovationsfähigkeit, Wissensbasis, Ressourcenknappheit, Qualitative Forschung.
Die Dissertation untersucht die Absorptionsfähigkeit, also die Fähigkeit von Unternehmen, externes Wissen zu identifizieren, aufzunehmen, zu verarbeiten und zu verwerten, speziell im Kontext von jungen Technologie-Start-ups.
Die Arbeit verknüpft Konzepte aus dem Wissensmanagement, der organisationalen Lerntheorie und dem fähigkeitsbasierten Ansatz, um das dynamische Umfeld von Technologie-Start-ups besser zu verstehen.
Die Kernfragen lauten: Wie können durch die Beschreibung von organisationalen Mechanismen von Technologie-Start-ups Aufschlüsse über deren Absorptionsfähigkeit gewonnen werden und wie entwickelt sich diese Fähigkeit in solchen jungen Unternehmen?
Es wird ein qualitativer Ansatz gewählt, wobei theoriegeleitete Experteninterviews mit Gründern und Beratern geführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Begriffsabgrenzung, bestehende Modelle) sowie die Analyse der Absorptionsfähigkeit, wobei organisationale Mechanismen (Lernmechanismen, Wissensintegration) auf die Entwicklung der Start-ups bezogen werden.
Neben dem Hauptthema Absorptionsfähigkeit stehen Begriffe wie organisationale Mechanismen, Wissenstransfer, dynamische Fähigkeiten, Wissensmanagement und Innovationsfähigkeit im Vordergrund.
Start-ups verfügen über eine geringere organisationale Wissensbasis und weniger gefestigte Routinen. Ihre Absorptionsfähigkeit ist zu Beginn stark an individuelle Fähigkeiten der Gründer gebunden und entwickelt sich erst im Zeitverlauf in organisatorische Prozesse.
Krisen wirken oft als "aktivierende Auslöser" (activation triggers), die den Druck erhöhen, neue Wissensquellen zu erschließen oder interne Prozesse anzupassen, was wiederum die Entwicklung spezifischer organisationaler Mechanismen erzwingen kann.
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