Bachelorarbeit, 2014
62 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Problemformulierung
3 Galerkin-Zeitdiskretisierung
4 Superkonvergenzeigenschaften
5 Newton-Verfahren zur Lösung des diskretisierten Gleichungssystems
6 Eine erste Entkopplungsvariante
6.1 Inexakter Löser der linearen Subprobleme
6.2 Konvergenz der inexakten Newton-Iteration
6.3 Realisierungen erster und zweiter Ordnung
7 Eine zweite Entkopplungsvariante
7.1 Approximation der Koeffizientenmatrix
7.2 Single-Newton-Iteration
7.3 Fehleranalyse
8 Numerische Resultate
9 Fazit und Ausblick
Die Bachelorarbeit befasst sich mit der effizienten numerischen Lösung von parabolischen partiellen Differentialgleichungen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der zeitlichen Galerkin-Diskretisierung sowie der Entwicklung und Analyse von Entkopplungsvarianten für das resultierende Newton-Verfahren liegt.
6.1 Inexakter Löser der linearen Subprobleme
Führt man in (5.3) nun Blockelimination durch, so erhält man ein System der Form, wobei ˆpij die Transformation der rechten Seite repräsentiert. Da keine spezielle Eliminationsstrategie gewählt wurde, ist das obige System für gegebenes r und zeitliche Basen {ψj}r,j=0, {ψ˜i}ri=1 nicht eindeutig bestimmt.
Die Blöcke der oberen Dreiecksmatrix bestehen aus Polynomen pij vom Grad höchstens i in L. Die Polynome ˆpij der rechten Seite haben maximal Grad i−1. Durch eine geeignete Eliminationsstrategie kann unter Umständen ein kleinerer Polynomgrad erzielt werden. Offensichtlich ist es nicht zielführend, Gleichungen zu lösen, in denen Potenzen von L vorkommen, die größer als 1 sind, da durch Potenzieren der Matrix ¯A die Steifigkeit und somit die Kondition des Systems stark wächst, sowie die Matrix L i.A. nicht mehr so dünn besetzt sein wird. Mit derartigen Polynomen kann nur effektiv umgegangen werden, wenn sie in Linearfaktoren zerfallen. Sodann ist es möglich die Gleichungen in mehreren Schritten mit Matrizen der Form Id+θL zu lösen. Eine Assemblierung von L kann durch Multiplikation mit M auf beiden Seiten vermieden werden.
Die Frage ist nun also, ob die zeitliche Basis und die Eliminationsstrategie so gewählt werden können, dass alle Polynomne pii mit i = 1, ..., r nur reelle Nullstellen haben und daher in Linearfaktoren zerfallen. Man betrachte zunächst eine einfache eindimensionale gewöhnliche Differentialgleichung d/dt u + λu = 0, u(0) = u0 mit λ > 0 als Testproblem, um diesen Sachverhalt besser zu verstehen.
1 Einleitung: Historischer Abriss der Finite-Elemente-Methode und Einordnung der Arbeit im Rahmen der Independent Studies an der TU München.
2 Problemformulierung: Definition des funktionalanalytischen Rahmens für die untersuchte Klasse parabolischer Differentialgleichungen inklusive der schwachen Formulierung.
3 Galerkin-Zeitdiskretisierung: Einführung der semidiskreten cG(r)-Formulierung und der vollständig diskretisierten Variante mittels finiter Elemente.
4 Superkonvergenzeigenschaften: Analyse der Konvergenzeigenschaften des cG(r)-Verfahrens an ausgezeichneten Punkten wie Stützstellen.
5 Newton-Verfahren zur Lösung des diskretisierten Gleichungssystems: Herleitung und Formulierung des Newton-Verfahrens zur Lösung der nichtlinearen Systeme.
6 Eine erste Entkopplungsvariante: Vorstellung einer auf Blockelimination basierenden Entkopplungsmethode zur Vermeidung der vollständigen Systemassemblierung.
7 Eine zweite Entkopplungsvariante: Analyse der Single-Newton-Iteration, welche auf einer Approximation der Koeffizientenmatrix basiert.
8 Numerische Resultate: Umfangreiche experimentelle Überprüfung der vorgestellten Methoden an linearen und nichtlinearen Testbeispielen.
9 Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse und Diskussion offener Fragen zur weiteren Optimierung und Anwendung.
Parabolische Differentialgleichungen, Galerkin-Zeitdiskretisierung, cG(r)-Verfahren, Newton-Verfahren, Entkopplungsvarianten, Blockelimination, Single-Newton-Iteration, Superkonvergenz, Finite-Elemente-Methode, Numerische Realisierung, Fehleranalyse, Kontraktionsraten, Stabilität, Zeitdiskretisierung, Numerische Resultate.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der numerischen Lösung von parabolischen partiellen Differentialgleichungen, speziell mit der Zeitdiskretisierung durch stetige Galerkin-Verfahren (cG(r)) und effizienten Lösungsalgorithmen für die dabei auftretenden nichtlinearen Gleichungssysteme.
Zentrale Themen sind die mathematische Formulierung, die Anwendung des Newton-Verfahrens zur Lösung diskretisierter Systeme, die Entwicklung von Entkopplungsstrategien zur Reduktion des Rechenaufwands sowie die Fehler- und Konvergenzanalyse dieser Verfahren.
Das primäre Ziel ist es, effiziente numerische Realisierungen für das cG(r)-Verfahren zu entwickeln, insbesondere durch die Entkopplung der zu lösenden Newton-Update-Systeme, und die Qualität dieser Approximationen theoretisch und numerisch zu belegen.
Es wird die Methode der finiten Elemente in Verbindung mit einer zeitlichen cG(r)-Diskretisierung verwendet. Zur Lösung der nichtlinearen Probleme kommen inexakte Newton-Verfahren zum Einsatz.
Im Hauptteil werden nach der mathematischen Problemstellung das Galerkin-Verfahren und Superkonvergenzeigenschaften analysiert. Es folgen zwei unterschiedliche Entkopplungsansätze (Blockelimination und Single-Newton-Iteration) sowie umfangreiche numerische Tests an linearen und nichtlinearen Modellproblemen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Zeitdiskretisierung, Petrov-Galerkin-Methoden, Newton-Verfahren, Entkopplung, Konvergenzanalyse und Finite-Elemente-Methode charakterisieren.
Die erste Variante nutzt eine Blockelimination zur Entkopplung, während die zweite Variante (Single-Newton-Iteration) auf einer Approximation der Koeffizientenmatrix durch eine Matrix mit einem r-fachen Eigenwert beruht, um die Entkopplung in Zeitkomponenten zu erreichen.
Die Superkonvergenz beschreibt den Effekt, dass an bestimmten Stellen (wie Stütz- oder Gauss-Lobatto-Punkten) eine höhere Konvergenzrate erreicht wird, was für die Effizienz und Genauigkeit der numerischen Lösung von entscheidender Bedeutung ist.
Die Evaluation erfolgt durch Messung der Fehler in der L2- und L-unendlich-Norm sowie durch die Berechnung der experimentellen Konvergenzordnung (EOC) und den Vergleich der erzielten Kontraktionsraten mit den theoretischen Schranken.
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