Bachelorarbeit, 2013
43 Seiten, Note: 1,5
I. Einleitung
II. Forschungsstand
III. Beschreibung
IV. Tradition der Auferstehungsdarstellungen
a) Auferstehung
b) Auferstehung des Fleisches
c) Jüngstes Gericht
V. Rückbezüge in Max Beckmanns Auferstehung
VI. Beckmanns Stil im Frühwerk. Ein zeitgenössischer Künstler?
VII. Oeuvre
VIII. Kritik
IX. Interpretation
a) Nietzsche
b) Religiös
c) Monismus
d) Persönliche Interpretation
X. Schluss
Die vorliegende Arbeit untersucht das Frühwerk des Künstlers Max Beckmann mit besonderem Fokus auf sein Gemälde "Auferstehung" (1908-1909), um dessen stilistische Einordnung in die zeitgenössische Kunst zu erfassen und die inhaltliche Botschaft kritisch zu entschlüsseln.
III. Beschreibung
Zunächst soll zur Einführung in das Bildthema eine einfache Beschreibung des Gemäldes erfolgen, ohne eine vollständige Interpretation zu liefern. Das riesige hochformatige Gemälde Auferstehung mit den Maßen 400 x 250 cm entstand in den Jahren 1908 und 1909. Die mit Öl bemalte Leinwand ist in Zonen eingeteilt. Dietrich Schubert spricht hier von zwei Partien. Die eine sei die Zone der Erde, die andere die der Aufschwebenden. Allerdings ist diese Aufteilung nicht ausreichend. Das Bild ist zwar in diese zwei markanten Partien geteilt, dennoch verfügt es über vier horizontale Zonen.
Im untersten Bildteil, der den Vordergrund einnimmt, sieht man kniende, zusammengekauerte Figuren. Sie sind von vorne oder auch aus der Rückenansicht zu betrachten. Die meisten sind nackt oder noch von (Leichen-) Tüchern bedeckt. Alle lassen ihre Köpfe hängen, nur eine Frau am unteren Bildrand hebt ihren Kopf nach oben. Doch ihre Augen sind geschlossen. Ihr Gesichtsausdruck zeigt Leid und Klagen. Unten rechts hält sich ein Mann die Ohren zu. Die Figuren wirken leblos oder verwirrt, zudem scheinen sie alle blind und taub zu sein.
Die Ölfarben in dieser Zone sind sehr kühl. Blau, Grün und Grau beherrschen die Bildzone. Das Inkarnat der Personen wirkt blass und aschig. Sie haben einen leblosen gelb-grünen Schimmer auf der Haut, wodurch sie erinnern an Leichen.
I. Einleitung: Einführung in das Werk von Max Beckmann, die Problemstellung der Einordnung in die Moderne sowie Zielsetzung der Untersuchung.
II. Forschungsstand: Überblick über die bisherige wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Beckmanns Frühwerk und die Seltenheit spezifischer Texte zur frühen "Auferstehung".
III. Beschreibung: Detaillierte deskriptive Analyse der bildnerischen Zonen, der Figurenkonstellation und der Farbgebung des Gemäldes.
IV. Tradition der Auferstehungsdarstellungen: Erläuterung der ikonographischen Traditionen von Auferstehung, Auferstehung des Fleisches und Jüngstem Gericht in Bezug auf Beckmanns Werk.
V. Rückbezüge in Max Beckmanns Auferstehung: Untersuchung der stilistischen Anlehnungen an Alte Meister wie Rubens, Rembrandt, Goya, Michelangelo und Tintoretto.
VI. Beckmanns Stil im Frühwerk. Ein zeitgenössischer Künstler?: Reflexion über Beckmanns Position zwischen Tradition und Avantgarde sowie sein Verhältnis zum Expressionismus und Impressionismus.
VII. Oeuvre: Einordnung der "Auferstehung" in das Schaffen des Künstlers und Verbindung zu anderen Werken der christlichen Thematik.
VIII. Kritik: Analyse der zeitgenössischen Rezeption und der unterschiedlichen Meinungen innerhalb der Berliner Secession.
IX. Interpretation: Gegenüberstellung verschiedener Deutungsansätze, insbesondere Nietzsches Philosophie, religiöse Aspekte und die Theorie des Monismus.
X. Schluss: Zusammenfassende Einschätzung des Gemäldes als Rätsel und Versuch der Synthese verschiedener künstlerischer Strömungen.
Max Beckmann, Auferstehung, Kunstgeschichte, Frühwerk, Ikonographie, Moderne, Expressionismus, Berliner Secession, Nietzsche, Zarathustra, Monismus, Religiöse Kunst, Rembrandt, Rubens, Bildinterpretation.
Die Arbeit analysiert das Gemälde "Auferstehung" (1908-1909) von Max Beckmann, um den Stil des frühen Beckmann, seine künstlerischen Vorbilder und die inhaltliche Botschaft des Bildes zu erforschen.
Die zentralen Themen umfassen die kunsthistorische Tradition, die stilistische Einordnung in das Frühwerk des Künstlers, die Rezeption durch Zeitgenossen sowie verschiedene philosophische und religiöse Interpretationsansätze.
Das Ziel ist es, den Stil der frühen "Auferstehung" zu erfassen, ihn in die Kunst der Zeit einzuordnen und die tiefere Botschaft des Werkes zu entschlüsseln.
Die Arbeit nutzt kunsthistorische Methoden wie die ikonographische Analyse, Vergleiche mit Alten Meistern sowie die Auswertung von Briefen und Tagebucheinträgen des Künstlers zur Interpretation.
Im Hauptteil werden die Tradition der Auferstehungsdarstellungen, künstlerische Rückbezüge zu Vorbildern, Beckmanns Stilentwicklung im Frühwerk und diverse Interpretationsmöglichkeiten (Nietzsche, Religion, Monismus) diskutiert.
Die wichtigsten Begriffe sind Max Beckmann, Auferstehung, Frühwerk, Ikonographie, Moderne, Nietzsche, Monismus und Bildinterpretation.
Die Zeitgenossen werden meist als symbolische Akteure in einer Salonszene gesehen, deren Mimik und Gestik auf eine persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema "Auferstehung" hindeuten, statt auf eine reale biblische Szene.
Das Fehlen wird oft als Hinweis darauf gedeutet, dass Beckmann kein klassisch-religiöses Bild schuf, sondern eine säkularisierte Vision oder eine philosophische Auseinandersetzung mit der Erlösung und dem Menschsein forcierte.
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