Bachelorarbeit, 2014
73 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Untersuchungsgang
1.3 Terminologie
2 Methodische Grundlagen
2.1 Der sozio-technische Verfahrensansatz
2.2 Die Handlungsregulation
2.2.1 Das TOTE-Modell
2.2.2 Vergleichs-Veränderungs-Rückkopplungs-Einheit
2.2.3 Das Skill-Rules-Knowledge-Modell
2.3 Handlungen im Zusammenhang mit Human-FMEA
3 Human-FMEA
3.1. Historie der Human-FMEA
3.2 Bezugsrahmen der Human-FMEA
3.2.1 Personelle Leistungskonstitutionen
3.2.1.1 Konzentration
3.2.1.2 Kompetenz
3.2.1.3 Arbeitsmotivation
3.2.1.4 Mitarbeiterzufriedenheit
3.2.1.5 Teamfähigkeit
3.2.2 Menschliche Handlungsfehler
3.2.3 Handlungsfehlerkatalog
3.2.3.1 Vorbereitungsfehler
3.2.3.2 Ausführungsfehler
3.2.3.3 Kontrollfehler
3.3 Hergang einer Human-FMEA
3.3.1 Produktfehleranalyse
3.3.1.1 Prozessablauf-Analyse
3.3.1.2 Der Vorranggraph
3.3.1.3 Produktfehler–Erfassungsbogen (PF-EB)
3.3.1.4 Illustration von Produktfehlern
3.3.1.5 Produktfehler – Verkettungsanalyse (PF–VA)
3.3.2 Handlungsfehler–Ursachenanalyse (HU-A)
3.3.2.1 Handlungsorientierte Ist–Zustandsanalyse
3.3.2.2 Handlungsfehleranalyse
3.3.2.3 Ursachenanalyse
4 Gestaltungsmaßnahmen zur Fehlerprävention
4.1 Die Risiko- und Handlungsprioritätszahl
4.2 Poka Yoke
4.3 Fehlermanagement
4.3.1 Fehlertoleranz
4.3.2 Fehlermanagement ist Wissensmanagement
5 Schlussbetrachtung
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, durch die Implementierung der Human-FMEA als Qualitätsoptimierung eine effiziente Prävention vor Produktfehlern zu ermöglichen, indem der Mensch als autonomer Fehlerursprung in den Arbeitsprozess integriert wird. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie menschliche Risikoelemente analysiert und durch arbeitswissenschaftliche sowie organisatorische Maßnahmen minimiert werden können.
3.3.1.1 Prozessablauf-Analyse
Im ersten Schritt der Produktfehleranalyse erfolgt die Auswahl eines kritischen Unternehmensbereiches (z. B. Montage/Fertigung) anhand von Faktoren wie Nacharbeit, Reklamation, Ausschuss. Darauf aufbauend ist die Erstellung eines Qualitätszirkels für die Durchführung einer Human-FMEA unabdingbar. Ein Qualitätszirkel ist eine Gruppe von Mitarbeitern die regelmäßig im Rahmen eines Qualitätsaudits zusammentrifft. Schwachstellen, im Sinne von fehlerbehafteten Vorgängen, unterziehen sich einer filigranen Analyse. Anhand von kreativen Verbesserungs- und Lösungsvorschlägen, soll ein Höchstmaß an Qualität gewährleistet werden.
Hintergrund der Darstellung von Prozessabläufen ist die Lokalisierung der Fehlerherkunft sowie der Fehlerentfaltung, d. h. in welchem Prozessschritt ist der Fehler entstanden und welche Auswirkungen hat er, im Bezug zur Abhängigkeit, auf vorrangegangene bzw. nachgelagerte Prozesse.
Signifikantes Datenmaterial von Prozessabläufen wird nun in Form einer transparenten Tabelle registriert. Als Beispiel nehmen wir das manuelle Mischen von Farbe. Folgende Komponenten befinden sich im Tableau: Prozessnummer, Prozessphase, Prozessfunktion (Handlungsabläufe bzw. Arbeitsaufgaben anhand eines Arbeitsplans), Prozessvorgänger (Prozesse/Teilprozesse/Handlungen die vor dem betrachteten Prozess stattfinden), Prozessnachfolger (Prozesse/Teilprozesse/Handlungen die sich an den betrachteten Prozess anschließen), Dauer (zeitliche Ausdehnung der relevanten Prozessfunktion in Sekunden, Minuten oder Stunden).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die wirtschaftliche Notwendigkeit der Fehlerprävention und führt die Human-FMEA als Methode zur Analyse menschlicher Handlungsfehler ein.
2 Methodische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert sozio-technische Systemansätze und Theorien zur Handlungsregulation, um das Verhalten von Menschen in komplexen Arbeitsprozessen zu verstehen.
3 Human-FMEA: Der Hauptteil beschreibt detailliert die Historie, den Bezugsrahmen und den konkreten Hergang der Human-FMEA, inklusive Fehleranalyseinstrumenten.
4 Gestaltungsmaßnahmen zur Fehlerprävention: Hier werden Strategien wie Poka Yoke und ein psychologisch orientiertes Fehlermanagement zur aktiven Risikominimierung vorgestellt.
5 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, wie durch die Kombination von Human-FMEA und einer positiven Fehlerkultur die Fehlerkompetenz und die Qualitätssicherung nachhaltig gesteigert werden können.
Human-FMEA, Qualitätsmanagement, Fehlermanagement, Handlungsregulation, Fehlerprävention, Produktfehleranalyse, Handlungsfehler, Fehlerkultur, Poka Yoke, Risikoprioritätszahl, Arbeitssystemgestaltung, Fehlertoleranz, Wissensmanagement, Mensch-Maschine-Interaktion, Prozessoptimierung.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und Würdigung der Human-FMEA als Methode zur Fehlerprävention im Qualitätsmanagement unter besonderer Berücksichtigung des Faktors Mensch.
Die zentralen Themen sind Arbeitswissenschaft, Handlungsregulationstheorie, Fehlermanagement, Produktfehleranalyse und die Implementierung von Gestaltungsmaßnahmen zur Fehlervermeidung.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines systematischeren Ansatzes zur Reduzierung von Produktfehlern, die durch menschliche Fehlhandlungen in Arbeitsprozessen entstehen.
Die Arbeit stützt sich auf die Human-FMEA (menschliche Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse), ergänzt durch Methoden wie TOTE, VVR-Einheit und Poka Yoke zur Prozessgestaltung.
Im Hauptteil werden der detaillierte Prozesshergang der Human-FMEA, die Analyse von Handlungsfehlern und die Ableitung konkreter Maßnahmen zur Risikominimierung in Form von Formblättern beschrieben.
Zu den zentralen Begriffen zählen Human-FMEA, Handlungsfehler, Fehlerprävention, Fehlerkultur und Prozessqualität.
Während die konventionelle FMEA oft technisch orientiert ist, fokussiert sich die Human-FMEA auf den Menschen, seine Leistungsfähigkeit sowie seine zwischenmenschlichen Interaktionen im Arbeitsprozess.
Eine konstruktive Fehlerkultur fördert Lernprozesse im Unternehmen, entpersonifiziert Fehlerursachen und trägt maßgeblich zur Kompetenzentwicklung und zum langfristigen Unternehmenserfolg bei.
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