Fachbuch, 2014
103 Seiten, Note: 2,0
Einleitung
Teil A
Ehe und Familie im Wandel
Tabelle 1 Durchschnittliches Heiratsalter in Deutschland
Scheidungsraten und Ursachen
Tabelle 2 Scheidungsraten in Deutschland
Mechanismen zur Eigendynamik von Scheidungsentwicklungen:
Zum Zusammenhang von sozialen Merkmalen und Scheidungsraten
Der Wandel im Erziehungsprozess
Zusammenfassung und Erklärungsansätze in Bezug auf die Ehe und Familie im Wandel
Teil B
Traumatische Erlebnisse, die Zeit der Trennung
Scheidungsreaktionen der Kinder
Reaktionen der Scheidungskinder bezogen auf Alter, Trennungsprozess und Geschlecht
1. Kindlicher Entwicklungsstand und Alter
2. Der Prozess der Trennung
3. Geschlecht der Kinder
Drei Arten der Symptombildung
1. Adaptive-Reaktion
2. Die Regression
3. Die Neurotischen-Entwicklungen
Kognitive Beeinträchtigung der Kinder
Probleme mit dem Umgang Aggression
Die Irritation des Kindes nach den Besuchstagen des ausgezogenen Elternteils.
Das Selbstwertgefühl
Geschlechtsidentität
Probleme in späteren Partnerschaften
Zusammenfassung
Teil C
Die Chance Scheidung
Scheidungsfamilie versus Konfliktfamilie
Positive Entwicklungschancen
Bedingungen für die positiven Entwicklungschancen
Beispiel: Die erste Konfrontation des Kindes mit einem neuen Partner
Erklärungsansätze bezogen auf die Konfrontation: Kind und neuer Partner
Teil D
Pädagogische Unterstützung von Scheidungskindern
Die Funktion der Eltern
Das Bindungsverhalten der Kinder an die Bezugspersonen
Die Funktion der Großeltern
Die Funktion der Geschwister
Peerkontakte
Funktionen der Erzieher und Lehrer
Zum Verständnis der kindlichen Entwicklung
1. Entwicklung des Verständnisses für sozialen Strukturen
2. Entwicklung der Raumvorstellung
3. Entwicklung der Zeitvorstellung
Therapeutische Hilfen
1.Präventives Elterntraining/Trennungs- und Scheidungsberatung
2. Mediation
3. Familientherapie
4. Kindergruppen
5. Familiengerichtliches Verfahren
6. Kinder-Psycho-Therapie
Zusammenfassung
Merke:
Schlusswort
Dieses Buch zielt darauf ab, die komplexe psychische Situation von Kindern während und nach der Trennung ihrer Eltern zu beleuchten, um mögliche Reaktionen und Entwicklungsstörungen zu verstehen und pädagogische sowie therapeutische Hilfestellungen für Eltern und Fachkräfte aufzuzeigen.
Die Irritation des Kindes nach den Besuchstagen des ausgezogenen Elternteils.
Während der Trennung und gerade am Anfang, leben viele vor allem jüngere Kinder, bei den Müttern. Häufig stellen sie nach den Besuchstagen des Vaters eine starke Irritation des Kindes fest. Die betroffenen Kinder sind unruhig, überdreht, aggressiv, schlafen schlecht, sind total verwandelt und wollen nicht ins Bett. Erst nach ein paar Tagen später sind die Kinder ruhiger und finden zu ihrem freundlichen und zärtlichen Wesen zurück. Dies veranlasst manche Mütter sich gegen das Besuchsrechts des Vaters auszusprechen (vgl.: Figdor 1992, S.158).
Solche Irritationen vor, aber besonders nach den Besuchen beim getrennt lebenden Elternteil sind eher die Regel als die Ausnahme. Dies hängt mit der völlig neuen Beziehungskonstellation zusammen. Das Kind verinnerlicht Vater und Mutter gehören zusammen und sind gleichzeitig anwesend. So können die Kinder von einem zum anderen wechseln.
Nun bedeutet es plötzlich: „Wenn ich meinen Papa sehe, muss ich auf die Mama verzichten, um die Mama wieder zu erlangen muss ich den Papa verlassen“. (vgl.: Figdor 1992, S.158)
Gleichzeitig erleben viele Kinder den Besuch oder die Rückkehr als Verrat am jeweils zu verlassenden Elternteil. Hierbei entstehen Loyalitätskonflikte ohne jedes Zutun der Eltern.
Die nächstliegende Lösung eines Kindes besteht in der Projektion der Schuld auf das Elternteil und zwar auf jenes, welches das Kind „sicherer“ hat. Dies ist häufig die Mutter (vgl.: Figdor 1992, S.158). Die auftretenden Aggressionen der Kinder auf die Mutter nach den Besuchstagen können als Vorwürfe gedeutet werden: „Du hast mir den Papa weggenommen, Du enthältst ihn mir vor oder Du lässt zu, dass es
Einleitung: Der Autor erläutert seine Intention, die Auswirkungen elterlicher Trennung auf die kindliche Entwicklung in den Fokus zu rücken und Hilfsansätze zu bieten.
Teil A: Es wird der gesellschaftliche Strukturwandel der Ehe und Familie sowie die zunehmende Instabilität von Partnerschaften im Kontext historischer und ökonomischer Entwicklungen dargelegt.
Teil B: Dieses Kapitel analysiert das kindliche Erleben und die psychischen Symptome, wie Ängste, Aggressionen oder Entwicklungsstörungen, die durch das Trennungstrauma ausgelöst werden können.
Teil C: Der Autor diskutiert die Hypothese, dass eine Scheidung auch positive Entwicklungschancen bergen kann, sofern sie einen belastenden Konflikt in der Familie beendet.
Teil D: Pädagogische und therapeutische Unterstützungsformen, von der Beratung bis hin zur Kinder-Psycho-Therapie, werden vorgestellt, um Scheidungskinder bei der Bewältigung ihrer Situation zu begleiten.
Scheidung, Trennungsprozess, Kindesentwicklung, psychische Belastung, Trauma, Konfliktfamilie, Bindungsverhalten, Selbstwertgefühl, Pädagogik, therapeutische Hilfe, Loyalitätskonflikt, Familienwandel, Interaktion, Erziehungspraktiken, Resilienz
Das Buch analysiert die Auswirkungen, die eine Trennung oder Scheidung der Eltern auf die psychische und kognitive Entwicklung von Kindern hat.
Schwerpunkte sind der gesellschaftliche Wandel der Familienstrukturen, die psychodynamischen Folgen für Kinder, Chancen bei einer Scheidung sowie pädagogische und therapeutische Hilfen.
Das Ziel ist es, auf kindliche Reaktionen aufmerksam zu machen und effektive Wege aufzuzeigen, um eine Traumatisierung der Kinder zu verhindern oder zu minimieren.
Der Autor stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche und die Auswertung klinischer Studien zu den psychosozialen Auswirkungen von Scheidungen auf Kinder.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit Symptombildungen (z.B. Regression, adaptive Reaktionen), kognitiven Beeinträchtigungen, Problemen im sozialen Bindungsverhalten und den unterstützenden Funktionen von Eltern, Geschwistern und Erziehern.
Zu den zentralen Begriffen zählen Scheidung, Trennungsprozess, kindliche Entwicklung, Aggressionsbewältigung, Loyalitätskonflikt und psychosoziale Unterstützung.
Das Kind gerät in einen Loyalitätskonflikt und muss die Erfahrung verarbeiten, dass die ursprüngliche Einheit der Eltern nicht mehr besteht, was häufig zu einer Projektion der Schuld auf das betreuende Elternteil führt.
Ja, wenn sie eine langjährige, konfliktreiche oder gewaltsame Atmosphäre beendet und somit den psychischen Leidensdruck durch eine befreiende Veränderung ersetzt.
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