Diplomarbeit, 2004
52 Seiten, Note: 1,3
1. Einführung
1.1. Untersuchungsgegenstand und Zielsetzung der Diplomarbeit
1.2. Vorgehensweise und Aufbau der Diplomarbeit
1.3. Problematik der empirischen Bewertbarkeit des GMG
2. Gesetz zur Modernisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GMG)
2.1. Notwendigkeit
2.2. Maßnahmen
2.3. Ziele
3. Der Arzneimittelmarkt
3.1. Charakterisierung und Besonderheiten
3.1.1. Anbieterstruktur
3.1.2. Nachfragerstruktur
3.1.3. Besonderheiten des Marktes
3.1.4. Begründung der Organisationsform des Marktes
3.2. Ausgangslage
4. Ausgewählte Maßnahmen des GMG und ihre Auswirkungen auf die Angebotsstruktur des Arzneimittelmarktes
4.1. Neue Festbetragsregelung für Arzneimittel
4.1.1. Darstellung der Maßnahme
4.1.2. Auswirkung
4.2. Änderung der Erstattungsfähigkeit von Arzneimitteln durch die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)
4.2.1. Darstellung der Maßnahme
4.2.2. Auswirkung
4.2.2.1. Förderung der Eigenverantwortung
4.2.2.2. Ausnahmeliste
4.2.2.3. Verordnungsverhalten der Ärzte
4.2.2.4. Verhalten der Pharma-Produzenten
4.2.2.5. Verhalten des Patienten
4.3. Preisfreigabe für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel
4.3.1. Darstellung der Maßnahme
4.3.2. Auswirkung
4.3.2.1. Auswirkungen auf Pharma-Unternehmen und Apotheken
4.3.2.2. Veränderung des Marketing
4.3.2.3. Auswirkungen auf die Preise
4.3.2.4. Chancen für den Apotheker
4.4. Einführung des Grünen Rezeptes
4.4.1. Darstellung der Maßnahme
4.4.2. Auswirkung
4.5. Neuregelung der Apothekerhonorare / Neue Arzneimittelpreisverordnung
4.5.1. Darstellung der Maßnahme
4.5.2. Auswirkung
4.6. Neuregelung der Zuzahlungen für Arzneimittel
4.6.1. Darstellung der Maßnahme
4.6.2. Auswirkung
4.7. Nutzenbewertung von Arzneimitteln / Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit
4.7.1. Darstellung der Maßnahme
4.7.2. Auswirkung
4.8. Versandhandel mit Arzneimitteln
4.8.1. Darstellung der Maßnahme
4.8.2. Auswirkung
4.8.2.1. Zielgruppe
4.8.2.2. Vorteile des Versandhandels
4.8.2.3. Vorteile der Apotheken (Positionierung auf dem Markt)
4.8.2.4. Europäischer Versandhandel
4.8.2.5. Zusammenfassung
4.9. Aufhebung des Mehrbesitzverbots
4.9.1. Darstellung der Maßnahme
4.9.2. Auswirkung
5. Darstellung der Gesamtauswirkung auf den Arzneimittelmarkt
6. Ausblick
Die vorliegende Arbeit analysiert die Auswirkungen des Gesetzes zur Modernisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GMG) von 2004 auf die Angebotsstrukturen am Beispiel des Arzneimittelmarktes. Das primäre Ziel ist eine kritische Untersuchung der Wirksamkeit der implementierten Maßnahmen hinsichtlich der Erreichung der gesetzten Ziele des GMG.
3.1.3. Besonderheiten des Marktes
Neben der komplexen Struktur weist der Arzneimittelmarkt noch weitere Besonderheiten auf, wie z.B. die Patientenbesonderheit, Produktbesonderheit und Versicherungsbesonderheit.
Patientenbesonderheit: Eine Patientenbesonderheit besteht insoweit, als dass „der Patient als Konsument gehandicapt und in seiner Information und Vertrautheit mit dem Produkt eingeschränkt“ ist. Der Patient soll in seiner Hilfsbedürftigkeit davon ausgehen können, dass er in jeder Apotheke die gleichen Preise zahlen muss. Ihm wäre es nicht zuzumuten, in einer solchen Situation Preise zu vergleichen um das günstigste Angebot herauszufiltern.
Produktbesonderheit: Die Produktbesonderheit ist vor allem durch Informationsasymmetrie bezüglich der Wirksamkeit gekennzeichnet. Dies bedeutet, dass das Produkt, sprich das Medikament, in besonderem Maße beratungsintensiv und erklärungsbedürftig ist. Der Patient muss über die Einnahmehäufigkeit und Wirkungen im Zusammenhang mit der Einnahme anderer Arzneimittel aufgeklärt werden, damit Schädigungen durch Medikamente, die stets mit einem gewissen Risiko behaftet sind, vermieden werden. Die Beratung eines Apothekers kann auf diese Art Folgeschäden, die mit zusätzlichen Kosten einhergehen, bei einem „unwissenden“ Patienten vermeiden.
1. Einführung: Definition des Untersuchungsgegenstandes, der Vorgehensweise und Erörterung der Schwierigkeiten bei der empirischen Erfassung der GMG-Wirkungen.
2. Gesetz zur Modernisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GMG): Darstellung der Notwendigkeit, der Maßnahmen und der Ziele der Gesundheitsreform.
3. Der Arzneimittelmarkt: Analyse der Anbieter- und Nachfragerstrukturen sowie der spezifischen Besonderheiten, die den Arzneimittelmarkt von anderen Märkten abheben.
4. Ausgewählte Maßnahmen des GMG und ihre Auswirkungen auf die Angebotsstruktur des Arzneimittelmarktes: Detaillierte Prüfung einzelner Reformschritte, darunter Festbeträge, Erstattungsfähigkeit, Preisfreigaben und Versandhandel.
5. Darstellung der Gesamtauswirkung auf den Arzneimittelmarkt: Synthese der Ergebnisse zur Wettbewerbsintensivierung und den strukturellen Folgen für Pharma-Unternehmen, Großhandel und Apotheken.
6. Ausblick: Diskussion potenzieller zukünftiger Reformansätze zur weiteren Steigerung der Effizienz des Gesundheitswesens.
Gesundheitsreform 2004, GMG, Arzneimittelmarkt, GKV, Festbetragsregelung, Arzneimittelpreisverordnung, Versandhandel, Mehrbesitzverbot, Eigenverantwortung, Wettbewerb, Kostensenkung, Apotheken, Patientensouveränität, Informationsasymmetrie.
Die Diplomarbeit untersucht die Auswirkungen des Gesetzes zur Modernisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GMG) von 2004 speziell auf die Angebotsstrukturen im deutschen Arzneimittelmarkt.
Zentrale Themen sind die ökonomische Struktur des Arzneimittelmarktes, die Umsetzung verschiedener Regulierungsmaßnahmen wie die neue Festbetragsregelung, die Änderung der Erstattungsfähigkeit sowie die Liberalisierung des Versandhandels und die Aufhebung des Mehrbesitzverbots.
Das Ziel ist eine kritische Analyse der Wirksamkeit der Maßnahmen des GMG, insbesondere hinsichtlich ihrer Eignung, den Arzneimittelmarkt effizienter zu gestalten und Kosten für die GKV zu senken.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse der Gesetzeslage und der bereits vorliegenden wirtschaftlichen Auswirkungen auf Basis von Fachgutachten, Publikationen und Expertenanalysen aus dem Zeitraum 2003/2004.
Der Hauptteil gliedert sich in die Charakterisierung des Arzneimittelmarktes und die detaillierte Bewertung der verschiedenen Reformmaßnahmen des GMG, unterteilt in Darstellung und Auswirkung auf die Marktteilnehmer.
Die zentralen Schlagworte umfassen GKV-Modernisierungsgesetz (GMG), Arzneimittelmarkt, Wettbewerb, Festbetragsregelung, Eigenverantwortung der Patienten und die strukturelle Neuorientierung der Apotheken.
Da das Gesetz erst zum 1. Januar 2004 in Kraft trat und ein sogenannter "Vorzieheffekt" (Patienten und Ärzte deckten sich im Dezember 2003 mit Medikamenten ein) die Quartalszahlen des ersten Quartals 2004 verzerrt hat, fehlten zum Zeitpunkt der Erstellung belastbare statistische Daten über einen längeren Zeitraum.
Es dient als sichtbare Empfehlung des Arztes für Medikamente, die nicht mehr von der Krankenkasse erstattet werden, und soll den Patienten an die Eigenverantwortung erinnern sowie als Merkhilfe für Name und Wirkstoff des empfohlenen Präparates fungieren.
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