Examensarbeit, 2013
91 Seiten, Note: 1,3
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
2. Technische Voraussetzungen und Möglichkeiten
3. Einordnung zwischen E-Mail und Chat
3.1. Warum das Forum als Gegenstand?
3.2. Vor- und Nachteile
3.3. Webforum vs. Internetforum - Neu gegen Alt
3.4. Begriff der Online-Community
4. Kommunikationsform und Textsorten – Überlegungen zum Forum
4.1. Begriffsdefinitionen
4.1.1. Kommunikationsform
4.1.2. Textsorte im hiesigen Verständnis
4.2. Beschreibungsdimensionen
4.2.1. Situativität
4.2.2. Funktionalität
4.2.3. Thematizität und Strukturiertheit
4.2.4. Formulierungsadäquatheit
4.3. Verwendung für das Forum – Zusammenfassung Kapitel 4
5. Ausgewählte Themen in Foren und Realisierungen von Textsorten
5.1. Hilfegesuche und Diskussionen
5.1.1. Handlungsrollen und Rechte
5.1.2. Auswahl an Foren
5.2. Gesetzte Schwerpunkte
5.2.1. Geforderte Textsorten
5.2.2. Texte des Kernbereichs
5.2.3. Texte des Nicht-Kernbereichs
5.3. Randthemen und ihre inhaltlichen Ausflüge – Zwischenfazit
6. Sprache der Foren-Nutzer
6.1. Mündlichkeit vs. Schriftlichkeit
6.2. Leidwesen der Orthografie
6.3. Internetsprache und Webforen
6.4. Anonymität und Aggressivität
7. Thema und Sprache als Spiegel der Nutzerschaft?
7.1. Erwartungsbilder
7.2. Vergleich von zwei Webforen
7.2.1. Nutzer
7.2.2. Themen/Threads
7.2.3. Sprache
7.2.4. Fazit
8. Forum = Community? - Kurzer Ausblick
9. Rückblick: Einordnung zwischen E-Mail und Chat
10. Exkurs: Bedeutung für die schulische Ausbildung Jugendlicher
11. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht das Webforum als eigenständige Kommunikationsform. Ziel ist es, durch die Verknüpfung von technologischen, linguistischen und systemtheoretischen Aspekten das Webforum ganzheitlich als Ort der Textproduktion und als themenorientierte Online-Community darzustellen sowie die Relevanz des Forumsbeitrags als dominierende Textsorte aufzuzeigen.
1. Einleitung
Die mediale Landschaft verfügt mit dem Internet über ein scheinbar grenzenloses Mittel zur Realisierung von Kommunikation. Während die E-Mail und der Internetchat bereits als feste Größen angesehen werden müssen und ihre Möglichkeiten im privaten wie auch institutionellen Sektor Verwendung finden, wurden die Kommunikationsform Brief und das klassische Beratungsgespräch stellenweise verdrängt oder ersetzt. Gleichzeitig erleben wir gegenwärtig ein schier unaufhaltbares Wachstum im Bereich der sogenannten Social Media. Dienste wie Facebook oder Twitter verändern auf verschiedenen Ebenen das gesellschaftliche Miteinander und geben ein rasantes Tempo bzgl. der Erklärung oder Kommentierung verschiedener Ereignisse vor.
Zwischen diesen Entwicklungen liegt das webbasierte Internetforum, welches Gegenstand dieser Arbeit ist. Das Forum bietet als Kommunikationsform bis heute einen Platz zum Informations- und Meinungsaustausch für seine Nutzer. Die nur spärlich vorhandene Literatur beschäftigt sich dahingehend zumeist mit organisatorischen Fragen, etwa bei technischen, finanziellen und rechtlichen Aspekten. Darüber hinaus bieten in Foren veröffentlichte Inhalte in ihrer Analyse Anhaltspunkte für Erhebungen wirtschaftlicher Natur. Vereinzelt untersuchen Sprach- und Kommunikationswissenschaftler die Sprache in Foren oder stellen mögliche Kategorien zur Analyse der Kommunikationssituation zur Diskussion.
Die Zielstellung der vorliegenden Arbeit liegt in der Aufnahme und Verknüpfung einzelner Fäden, um das Webforum ganzheitlich als Kommunikationsform darzustellen. Dabei müssen unterschiedliche Einflüsse auf diese berücksichtigt werden. Den Leser begleiten drei Arbeitsthesen:
1. Die dominierende Textsorte im Webforum stellt der Forumsbeitrag dar.
2. Webforen bilden jeweils eine themenorientierte Online-Community (ab).
3. Thema und Sprache des Webforums charakterisieren die dort anwesende Nutzerschaft.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, skizziert die mediale Landschaft und stellt die drei zentralen Arbeitsthesen der Untersuchung vor.
2. Technische Voraussetzungen und Möglichkeiten: Dieses Kapitel erläutert die technischen Grundlagen von Webforen, einschließlich der Notwendigkeit von Registrierungsprozessen und der Strukturierung in Unterforen.
3. Einordnung zwischen E-Mail und Chat: Hier wird das Webforum als asynchrone Mehrere-zu-Mehreren-Kommunikation zwischen den Kommunikationsformen E-Mail und Chat verortet und deren Vor- sowie Nachteile diskutiert.
4. Kommunikationsform und Textsorten – Überlegungen zum Forum: Das Kapitel definiert grundlegende Begriffe und stellt Beschreibungsdimensionen wie Situativität und Funktionalität bereit, um Texte in Foren systematisch einordnen zu können.
5. Ausgewählte Themen in Foren und Realisierungen von Textsorten: Dieses Kapitel analysiert verschiedene Themenbereiche und Handlungsrollen in Foren sowie die spezifische Differenzierung in geforderte Textsorten, den Kernbereich und den Nicht-Kernbereich.
6. Sprache der Foren-Nutzer: Hier werden sprachliche Charakteristika der Internetkommunikation wie Mündlichkeit vs. Schriftlichkeit und der Umgang mit Anonymität und Aggressivität thematisiert.
7. Thema und Sprache als Spiegel der Nutzerschaft?: Dieses Kapitel stellt einen Vergleich zwischen zwei konkreten Webforen an, um die Abhängigkeit der Sprache und Themenwahl von der spezifischen Nutzerschaft zu demonstrieren.
8. Forum = Community? - Kurzer Ausblick: Der Ausblick diskutiert das Webforum als technisches und soziales System und reflektiert den Erfolg des Forums als direktes Resultat der Qualität des Austauschs.
9. Rückblick: Einordnung zwischen E-Mail und Chat: Ein abschließender Rückblick, der die Einordnung des Webforums als „Kommunikationsform der strukturellen Kopplung“ festigt.
10. Exkurs: Bedeutung für die schulische Ausbildung Jugendlicher: Dieses Kapitel reflektiert den didaktischen Mehrwert der Nutzung von Internetforen im Deutschunterricht zur Förderung der Erörterungskompetenz.
11. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung führt die zentralen Ergebnisse anhand der eingangs formulierten Arbeitsthesen zusammen.
Webforum, Internetkommunikation, Textsorte, Forumsbeitrag, Online-Community, Textlinguistik, Kommunikationsform, soziale Systeme, Thread, Kerntextsorte, Argumentation, Diskussionskultur, Anonymität, Netzkommunikation, Forenanalyse.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Webforum als spezifischer Kommunikationsform und untersucht, wie sich dort Textsorten, Themen und Sprache im Kontext von Online-Communities entwickeln und konstituieren.
Die zentralen Felder umfassen die Einordnung des Webforums zwischen E-Mail und Chat, die linguistische Analyse von Forenbeiträgen als eigenständige Textsorten sowie die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Forenthemen, der dort angewendeten Sprache und der Nutzerschaft.
Das Ziel ist eine ganzheitliche Darstellung des Webforums als Kommunikationsraum, wobei insbesondere die Rolle des Forumsbeitrags als konstitutives Element einer themenorientierten Online-Community hervorgehoben wird.
Die Arbeit nutzt einen textlinguistischen Ansatz, ergänzt durch systemtheoretische Überlegungen und eine qualitative Auswertung von Beiträgen aus sechs verschiedenen Webforen, um ein Instrumentarium zur Beschreibung der Foren-Kommunikation zu entwickeln.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einordnung, die Definition textlinguistischer Beschreibungsdimensionen sowie eine detaillierte Analyse der Forenkommunikation, unterteilt in Kernbereiche, Randthemen und sprachliche Merkmale der Nutzer.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Webforum, Online-Community, Forumsbeitrag, Textsorte, Kommunikationstheorie und Internetlinguistik charakterisiert.
Anonymität ermöglicht den Nutzern, Online-Identitäten zu kreieren, senkt Hemmschwellen bei sensiblen Themen, birgt aber auch das Risiko von Aggressionen, da die Folgen für das reale Leben begrenzt sind.
Während im HSV-Forum eine konzeptionell mündliche, oft „raue“ Sprache und die Präsentation als Experten im Vordergrund stehen, zeichnet sich das Psychologieforum durch eine konzeptionell schriftliche, seriöse Sprache aus, die der Sensibilität der persönlichen Problemstellungen entspricht.
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