Bachelorarbeit, 2014
50 Seiten, Note: 1,3
1 „Weiterbildung bringt nichts!“ Oder vielleicht doch?
2 Kompetenzen
2.1 Definition
2.2 Kompetenzen erkennen, messen und analysieren
2.2.1 Instrumente zur Erfassung von Kompetenzen
2.2.2 Big Five
2.2.3 Profil PASS
2.2.4 KODE® -System
2.3 Kompetenzentwicklung
2.4 Bedeutung des Lerntransfers für die Kompetenzwicklung
3 Lerntransfer
3.1 Definition
3.2 Lerntransfer-Modelle / Methoden des Lerntransfers
3.2.1 Lerntransfer-System-Inventar
3.2.2 Transferstärke-Methode®
3.3 Schlüsselfaktoren und Bedingungen für gelingenden Lerntransfer
4 Wie kann Lerntransfer in der Weiterbildung gesichert werden und führt erfolgreicher Lerntransfer zu Kompetenzentwicklung? ( Beantwortung der Forschungsfrage)
5 Schlussbetrachtung
6 Literatur
Die Bachelorarbeit untersucht die kritische These, dass berufliche Weiterbildung oft wirkungslos bleibt, und analysiert, wie Lerntransfer erfolgreich gestaltet werden kann, um Kompetenzen nachhaltig zu entwickeln. Dabei wird der Fokus darauf gelegt, wie Arbeitnehmer unterstützt werden können, das Gelernte effektiv in ihren Arbeitsalltag zu integrieren.
3.3 Schlüsselfaktoren und Bedingungen für gelingenden Lerntransfer
Aus den beschriebenen Tests und Transfer-Modellen lassen sich nun einige Schlüsselfaktoren und Bedingungen ablesen, die dazu führen können, den Lerntransfer günstig zu beeinflussen. Gemein ist dem „Big Five“, dem LTSI und der Transferstärke-Methode® die Eigenschaft „Offenheit“ einer Person als gemessenem Faktor, der eine wichtige Grundlage für den Lerntransfer darstellt. Offenheit für Neues, für Änderung, für Unbekanntes scheint eine wesentliche Vorrausetzung bei der Bewältigung eines Lernprozesses zu sein, der ja immer neues Wissen bedeutet, Änderungen beinhaltet und Unbekanntes in Erscheinung treten lässt.
Damit gehen Menschen unterschiedlich um, die einen haben Angst vor Neuem und Ungewohnten und bleiben lieber bei Altbewährten, andere hingegen sind neugierig auf alles Neue und sehen darin Vorteile, etwas dazu zu lernen und fühlen sich dabei intellektuell stimuliert, was dem ängstlichen Teil der Menschheit völlig fremd ist.“ Das Aufnehmen von neuem bedeutet immer auch Veränderung in dem, der aufnimmt. In biologischen Systemen ist Lernen gar nicht anders möglich (…). Dies bereitet Unbehagen (…) und kann Angst bewirken“ (Spitzer, 2006, S.12). Der Faktor „Offenheit“ ist aber nicht nur als reine Persönlichkeitseigenschaft zu sehen, die nicht beeinflusst werden kann.
Vielmehr scheint es doch so zu sein, dass Offenheit auch durch persönliche Erfahrungen geprägt ist, also sowohl durch negative als auch durch positive Begebenheiten, die einer Person widerfahren. Falsch wäre es jedoch, in Zukunft nur noch den neugierigen Persönlichkeiten einer Organisation Seminare anzubieten mit der Begründung, dass fehlende Offenheit das Seminar für das Unternehmen zu teuer mache. Denn auch der Schlüsselfaktor Motivation stellt ebenso eine Basis für einen guten Lernerfolg dar. Es gilt also, Seminare bereits in der Planung und im Marketing so zu gestalten, dass der Mitarbeiter motiviert ist, am Seminar teilzunehmen und sich darauf freut. Motivation kann der Teilnehmer jedoch auch aus anderen Gründen haben Gelerntes in die Tat umsetzen zu wollen, viele Faktoren tragen dazu bei, den Teilnehmer zu motivieren oder auch zu demotivieren.
1 „Weiterbildung bringt nichts!“ Oder vielleicht doch?: Dieses Kapitel hinterfragt die kritische These zur Wirksamkeit von Weiterbildung und leitet die Forschungsfrage der Arbeit ab.
2 Kompetenzen: Hier werden Definitionen von Kompetenzen erläutert sowie verschiedene Instrumente zu deren Erkennung und Messung kritisch analysiert.
3 Lerntransfer: Dieses Kapitel definiert den Begriff Lerntransfer, stellt verschiedene Modelle vor und identifiziert Schlüsselfaktoren für das Gelingen des Transfers.
4 Wie kann Lerntransfer in der Weiterbildung gesichert werden und führt erfolgreicher Lerntransfer zu Kompetenzentwicklung? ( Beantwortung der Forschungsfrage): Hier werden die Ergebnisse zusammengeführt und die zentrale Forschungsfrage basierend auf den vorangegangenen Kapiteln beantwortet.
5 Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und endet mit einem Appell an alle beteiligten Akteure.
6 Literatur: Auflistung der im Rahmen der Arbeit verwendeten Quellen.
Lerntransfer, Kompetenzentwicklung, Weiterbildung, Personalentwicklung, Kompetenzmessung, Selbstorganisation, Wissenstransfer, Transferstärke, LTSI, KODE-System, ProfilPASS, Erwachsenenbildung, Lernkultur, Arbeitsumfeld, Handlungskompetenz.
Die Arbeit untersucht das Problem der mangelnden Wirksamkeit von Weiterbildungsmaßnahmen und erforscht, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit erlerntes Wissen tatsächlich in den Arbeitsalltag transferiert wird und zu echter Kompetenzentwicklung führt.
Die zentralen Themenfelder sind die Definition und Erfassung von Kompetenzen, die verschiedenen Modelle des Lerntransfers, die Rolle der Arbeitsumgebung sowie die Bedeutung des individuellen Lernprozesses für die berufliche Handlungskompetenz.
Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage: „Wie kann Lerntransfer in der Weiterbildung gesichert werden und führt erfolgreicher Lerntransfer zu Kompetenzentwicklung?“
Die Arbeit stützt sich primär auf ein systematisches Literaturstudium, in dem aktuelle Theorien und Modelle aus der Erwachsenenbildung, Psychologie und Personalentwicklung analysiert und kritisch in Bezug auf die Fragestellung diskutiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in drei große Bereiche: Die Analyse von Kompetenzen und deren Messverfahren, eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Begriff Lerntransfer und zugehörigen Modellen sowie die Identifikation von Schlüsselfaktoren für einen erfolgreichen Transfer.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Lerntransfer, Kompetenzentwicklung, betriebliche Weiterbildung, Personalentwicklung, Selbstorganisation und berufliche Handlungskompetenz charakterisiert.
Das KODE®-System wird als besonders geeignet erachtet, da es nicht nur Kompetenzen feststellt, sondern durch den Soll-Ist-Vergleich die Entwicklung von Kompetenzen sichtbar macht und eine Grundlage für gezieltes Coaching bildet.
Fehler werden als pädagogisch wertvoll erachtet, da sie Lernende dazu anregen, Handlungen zu reflektieren, Ursachen zu hinterfragen und im Idealfall zu neuen, besseren Lösungen zu gelangen.
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