Bachelorarbeit, 2013
146 Seiten, Note: 1,3
Management Summary
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der vorliegenden Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Vorüberlegungen
2.1 Der Wertebegriff
2.2 Das Strukturmodell nach Shalom H. Schwartz
2.3 Abwandlung des Wertekonzeptes nach Schwartz für die vorliegende Arbeit
2.4 Wertorientierung nach Schwartz in 20 Ländern
2.5 Die „World Cultural Map“ nach Ronald Inglehart
3 Methodische Vorgehensweise und analytische Basis
3.1 Qualitative Forschung
3.2 Das Forschungsdesign für die vorliegende Arbeit
3.2.1 Branchenbezogene Auswahl des empirischen Materials
3.2.2 Auswahl der Erhebungs- und Auswertungsmethode
3.2.3 Das teilstandardisierte Experteninterview als Erhebungsmethode
3.2.4 Die qualitative Inhaltsanalyse als Auswertungsmethode
3.2.5 Standardisierungsgrad und Generalisierungsziel der Arbeit
3.2.6 Ressourcenplanung
3.2.7 Planung und Durchführung der Interviews
4 Branchenanalyse
4.1 Regionale Branchenrelevanz anhand von Mitarbeiterzahlen
4.2 Branchenstruktur der untersuchten Region
5 Empirische Erhebung
5.1 Vorüberlegungen hinsichtlich der Zuordnung der Werte
5.2 Experteninterviews
5.3 Ergebnisse der Onlinebefragungen und Experteninterviews
5.3.1 Handlungsleitende Werte
5.3.2 Wertvorstellungen der Führungskräfte
5.3.3 Zusammenlegung der handlungsleitenden und persönlichen Werte
5.3.4 Charaktereigenschaften der Region Würzburg
5.4 Webanalyse
5.4.1 Besonderheiten der Erhebung im Web
5.4.2 Branchenbezogene Werterangfolge
6 Zusammenlegung und Einordnung der Ergebnisse
6.1 Einordnung der Werte in das Modell nach Schwartz
6.2 Einordnung der Werte in das World Value Survey
6.3 Kritische Ergebnisreflexion
7 Regionale Besonderheiten
8 Der Wertekatalog für die Region Würzburg
9 Fazit und Ausblick
9.1 Rekapitulation
9.2 Wertemanagement
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die zentralen Wertvorstellungen von Wirtschaftsakteuren in der Region Würzburg zu erheben und einen daraus resultierenden Wertekatalog als Orientierungsrahmen für den Wirtschaftsstandort zu entwickeln. Dabei soll gleichzeitig ein wertebewusstes Handeln innerhalb der regionalen Wirtschaft gefördert werden.
2.1 Der Wertebegriff
Der Begriff Werte wird in philosophischen, speziell ethischen Fragestellungen erst seit gut 100 Jahren verwendet. Traditionell sprach man vom Guten. Die Orientierung am Guten hieß Tugend. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts setzten sich, ausgehend von der politischen Ökonomie, in der wissenschaftlichen Sprache mehr und mehr die Begriffe Wert und Werthaltung durch.
„Angesichts der thematisch breit gestreuten Literatur kann es nicht verwundern, dass der Wertbegriff nicht immer einheitlich verwendet wird. Hinzu kommt, dass beim Versuch einer Nominaldefinition von Werten definitorische Zirkel kaum vermeidbar erscheinen (Scholl-Schaaf, 1975). Ungeachtet dieser Probleme lassen Definition - und Operationalisierungsversuche jedoch eine Reihe von Gemeinsamkeiten erkennen.“
Diese Gemeinsamkeiten drücken Bilsky und Schwartz in einer Definition wie folgt aus.
„Werte sind (a) Konzepte oder Überzeugungen, die sich (b) auf wünschenswerte Zielzustände beziehen, (c) situationsübergreifend sind, (d) die Wahl und Bewertung von Verhalten und Ereignissen leiten und (e) im Hinblick auf ihre relative Bedeutung geordnet sind. Sie sind kognitive Repräsentationen individueller (biologischer) Bedürfnisse (Motive), interaktiver Erfordernisse für die Abstimmung interpersonalen Verhaltens und gesellschaftlicher Erfordernisse für die Sicherung sozialen Wohlergehens und Überlebens.“
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Vorteile einer wertorientierten Unternehmensführung und leitet daraus die Forschungsfrage für die Arbeit ab.
2 Theoretische Vorüberlegungen: Hier werden der psychologische Wertebegriff sowie das Strukturmodell nach Shalom H. Schwartz für die Anwendung auf Gemeinschaften adaptiert.
3 Methodische Vorgehensweise und analytische Basis: Dieses Kapitel begründet die Wahl des teilstandardisierten Experteninterviews und der qualitativen Inhaltsanalyse als methodisches Rüstzeug.
4 Branchenanalyse: Hier erfolgt die Klassifikation der regionalen Unternehmen nach Mitarbeiterzahlen und Branchenzugehörigkeit als Grundlage für die Stichprobenauswahl.
5 Empirische Erhebung: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Interviews sowie der Webanalyse und ordnet die identifizierten Werte in das Schwartz’sche Schema ein.
6 Zusammenlegung und Einordnung der Ergebnisse: Die Ergebnisse aus verschiedenen Erhebungsmethoden werden hier synthetisiert und kritisch im Kontext internationaler Modelle reflektiert.
7 Regionale Besonderheiten: Dieses Kapitel untersucht die spezifisch Würzburger Wertmerkmale, wie Tradition und Regionalität, vor dem Hintergrund der lokalen Historie.
8 Der Wertekatalog für die Region Würzburg: Hier werden die 14 wichtigsten regionalen Werte in Kategorien definiert und verhaltensorientiert aufbereitet.
9 Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel rekapituliert die zentralen Erkenntnisse und bietet Handlungsempfehlungen für zukünftiges Wertemanagement.
Werte, Würzburg, Wirtschaftsregion, Unternehmensführung, Wertebewusstsein, Wertekatalog, Shalom H. Schwartz, qualitative Sozialforschung, Experteninterview, Inhaltsanalyse, Tradition, Regionalität, Nachhaltigkeit, Unternehmenskultur, Wertemanagement.
Die Arbeit untersucht die zentralen Wertvorstellungen von 100 Wirtschaftsakteuren in der Region Würzburg, um ein Wertebewusstsein zu fördern und einen Orientierungsrahmen für lokale Unternehmen zu schaffen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Identifikation handlungsleitender Werte, den Wertvorstellungen von Führungskräften sowie der Untersuchung spezifischer regionaler Charaktereigenschaften von Würzburg.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines fundierten Wertekatalogs für die Wirtschaftsregion Würzburg, der als Entscheidungshilfe für Unternehmen in schwierigen Situationen dienen kann.
Die Arbeit nutzt einen qualitativen Forschungsansatz, insbesondere teilstandardisierte Experteninterviews und eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring, ergänzt durch eine Webanalyse.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung des Wertebegriffs, eine detaillierte Branchenanalyse des Wirtschaftsstandorts Würzburg, die empirische Datenerhebung und die anschließende Einordnung der Ergebnisse in theoretische Modelle.
Die Arbeit wird maßgeblich geprägt durch Begriffe wie Werte, Würzburg, Unternehmenskultur, Wertebewusstsein, Experteninterview und qualitative Inhaltsanalyse.
Laut der Arbeit ist die starke Ausprägung von Tradition auf die historische Prägung Würzburgs durch die Kirche und die spezifische Entwicklung zur Handelsstadt zurückzuführen.
Diese werden als zentrale Leistungswerte eingestuft, da sie maßgeblich zur Kundenzufriedenheit und zum langfristigen Fortbestand der Unternehmen in der Region beitragen.
Der Autor empfiehlt einen vierstufigen Prozess, der das Kodifizieren, Implementieren, Systematisieren und Organisieren von Werten umfasst, um ein werteorientiertes Geschäftsgebaren zu festigen.
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