Bachelorarbeit, 2014
64 Seiten, Note: 2,0
1.Problemstellung
2.Theoretischer Hintergrund
2.1 Terminologie und Abgrenzung
2.2 Venture Capital
2.3 Akteure im Venture Capital Markt
2.3.1 Formelle Venture Capital Geber
2.3.2 Informelle Venture Capital Geber
2.4 Bedeutung von Venture Capital
3. Stand der Forschung zum Thema Business Angel
3.1 Business Angel Markt in Deutschland
3.2 Abgrenzung zu anderen Akteuren
3.3 Definition der Kategorie Business Angel
3.4 Typisierung deutscher Business Angels
3.5 Motivationen von Business Angels
3.6 Der Entscheidungsprozess bei Investitionsentscheidungen
3.7 Innovativität als Entscheidungskriterium
3.8 Relevanz der Untersuchung in Wissenschaft und Praxis
4. Methodisches Vorgehen
4.1 Leitfadeninterview
4.2 Gewinnung der Interviewpartner
5. Analyse Auswertung der Ergebnisse
5.1 Eigenschaften der interviewten Business Angels
5.2 Analyse der Innovativitätsdimensionen und Faktoren
5.3 Zusammenfassende Analyse
5.4 Vergleich mit Venture Capital Gesellschaften
6. Fazit und Ausblick
6.1 Implikationen für die Wissenschaft
6.2 Implikationen für die Praxis
Die Arbeit untersucht die Rolle der Innovativität als Entscheidungskriterium bei Investitionen von Business Angels in Startups. Ziel ist es, herauszufinden, welche Innovativitätsdimensionen für Business Angels von hoher Bedeutung sind und ob diese als Ausschlusskriterien fungieren. Zudem wird ein Vergleich zu formellen Venture Capital Gesellschaften gezogen.
(c) Lernbedarf bezüglich Märkte und Kunden
Idealerweise ist der Lernbedarf bezüglich Wettbewerb und Konkurrenz in einem Startup sehr niedrig. Mit dem Lernbedarf hängt die für Business Angels sehr wichtige Gründerkompetenz eng zusammen. Defizite in diesem Bereich generell und auch auf das Bewusstsein gegenüber Wettbewerb und Konkurrenz, werden von den meisten Business Angels sehr negativ wahrgenommen und von vielen nicht toleriert und bilden somit ein Ausschlusskriterium. Interviewpartner 8 und 9 sahen sich allerdings imstande, Defizite in diesem Bereich auszugleichen und maßen dem Faktor keine besondere Bedeutung zu.
Wie auch schon der Lernbedarf bezüglich Wettbewerb und Konkurrenz hängt auch der Lernbedarf in der Kundeninteraktion stark von den Gründerkompetenzen ab. So ist es nicht verwunderlich, dass auch dieser Faktor bei hoher Ausprägung als sehr negativ wahrgenommen wird und für die meisten Interviewpartner ein Ausschlusskriterium ist. Auch hier sahen wiederum Interviewpartner 8 und 9 es als kein gewichtiges Kriterium an. Interviewpartner 9 merkte zusätzlich an, dass das „ [...] zu 99,9% das große Defizit von Startups [ist], das [..] ganze Thema Vertrieb und Marketing [...], das kann kein Ausschlusskriterium sein. Das ist ein Ausschlusskriterium, wenn Sie merken, dass es vergebliche Liebesmühe ist, in die Richtung zu argumentieren. Aber die meisten Gründer wissen, dass das ihr Schwachpunkt ist“ (Anhang C, S.198).
Der Faktor Kundenheterogenität ist für alle Interviewpartner von relativ geringer Bedeutung und Relevanz. Dies liegt vor allem daran, dass es hier immer auf den Einzelfall ankommt und man im Zweifel in der Seedphase keine großen Ansprüche an die Kundenbasis, falls sie überhaupt schon vorhanden ist, stellen kann. Idealerweise wäre die Kundenbasis homogen, was Interviewpartner 8 indirekt äußerte: „Da wir in Nischen sind und somit auch immer klar definierte Zielgruppen haben auf der Kundenbasis, wo wenig Heterogenität ist, ist das auch kein Kriterium für uns“ (Anhang C, S.188). Zwei der Interviewpartner nahmen Kundenheterogenität auch als potentielle Chance, für spätere Expansion in die Breite, oder eine hohe Produktdifferenzierung, wahr.
1.Problemstellung: Die Einleitung beleuchtet den Aufschwung der Startup-Szene und die zentrale Bedeutung von Business Angels als Finanzierer in der Frühphase, wobei ein Mangel an Forschung zu deren Entscheidungskriterien bei innovativen Vorhaben identifiziert wird.
2.Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise von Venture Capital, differenziert zwischen formellen und informellen Kapitalgebern und definiert die Rolle des Business Angels innerhalb des Finanzierungssystems.
3. Stand der Forschung zum Thema Business Angel: Hier wird der aktuelle Forschungsstand zum Business Angel Markt in Deutschland zusammengefasst, inklusive Typisierungen, Motiven und bisherigen Erkenntnissen zu Entscheidungsprozessen sowie der Innovativität als Kriterium.
4. Methodisches Vorgehen: Der Autor beschreibt den qualitativen Forschungsansatz, basierend auf Experteninterviews mit zehn Business Angels, um die schwer zugängliche Materie explorativ zu erschließen.
5. Analyse Auswertung der Ergebnisse: Die Ergebnisse der Interviews werden anhand des Modells von Jell et al. analysiert, wobei die einzelnen Innovativitätsfaktoren nach ihrer Bedeutung für Business Angels bewertet und in Gruppen klassifiziert werden.
6. Fazit und Ausblick: Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst, wobei sich zeigt, dass Innovativität zwar wichtig ist, aber "je innovativer, desto besser" aufgrund hoher Risiken nicht uneingeschränkt gilt.
Business Angels, Venture Capital, Startups, Investitionsentscheidung, Innovativität, Due Diligence, Frühphasenfinanzierung, Gründerteam, Professional Angel, Entscheidungsmodell, Marktneuheit, Technologiepotential, Innovationsmanagement, Kapitalbeteiligung, Startup-Finanzierung.
Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Analyse, welche Rolle Innovativität bei der Auswahl von Startups durch Business Angels spielt.
Die Schwerpunkte liegen auf den Entscheidungskriterien privater Investoren, der Anwendung von Bewertungsmodellen für Innovativität und der Abgrenzung zu institutionellen Venture Capital Gebern.
Das Ziel ist es, die Ausprägungen von Innovativitätsdimensionen zu identifizieren, die von Business Angels als kritisch oder wünschenswert betrachtet werden.
Es handelt sich um eine qualitative Studie, die auf Leitfadeninterviews mit zehn professionellen Business Angels basiert.
Im Hauptteil werden der theoretische Rahmen, der Stand der Forschung, das methodische Vorgehen und die detaillierte Auswertung der Interviews hinsichtlich verschiedener Innovativitätsfaktoren präsentiert.
Die zentralen Begriffe sind Business Angels, Venture Capital, Startups, Investitionsentscheidung, Innovativität und Due Diligence.
Die Befragten gaben an, dass disruptive Ansätze oft einen enormen Kapitalbedarf und hohe Risiken bergen, die ihre vergleichsweise begrenzten Finanzmittel und ihre Anlagestrategie übersteigen.
Das Bauchgefühl ist trotz objektiver Kriterien essenziell, insbesondere bei der Beurteilung, ob die "Chemie" mit dem Gründerteam stimmt und gemeinsame Werte geteilt werden.
Business Angels führen die Due Diligence meist selbst durch, was deutlich schneller verläuft als bei Venture Capital Fonds, wobei sie sich stärker auf informelle Daten und den persönlichen Eindruck verlassen.
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