Masterarbeit, 2014
86 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Integrationspolitik und politische Integration unter Berücksichtigung der Bedeutung der sprachlichen Verständigung
2.1 Politische Partizipationsformen von MigrantInnen
2.1.1 Kommunale Partizipation
2.1.2 Nationale Partizipation
2.1.3 Transnationale Partizipation und Online-Partizipation
2.1.4 Interpersonaler Einfluss bei politischer Unterhaltung
2.1.5 PolitikerInnen mit Migrationshintergrund
2.2 Integration und Assimilation
2.2.1 Integration nach Hartmut Esser
2.2.2 Assimilation nach Hartmut Esser
2.3 Diskriminierung und Antidiskriminierung
2.3.1 Institutionelle Diskriminierung in den Schulen
2.3.2 Diskriminierung im Alltag
3. Das Konzept der politischen Integration durch politische Bildung – somit auch durch kommunikatives Handeln – im Rahmen der Sozialintegration
3.1 Funktionen und Ziele politischer Bildung
3.2 Die demokratietheoretische Debatte um politische Qualifikationen und Kompetenzen der BürgerInnen
3.2.1 Deliberative Demokratietheorie
3.2.2 Bürgerbilder in Bezug auf die deliberative Demokratietheorie
3.2.2.1 Reflektierter Zuschauer
3.2.2.2 Interventionsbürger
3.2.2.3 Aktivbürger
4. Politische Bildung und Sprache
4.1 Bilingualität – Die Bedeutung der Erstsprache für die Entwicklung zweitsprachlicher Kompetenzen
4.2 Das Dilemma zwischen Sprachkompetenz und Subsprache Politik in Bezug auf politische Partizipation
4.3 Die Bedeutung des Beherrschens der Erstsprache bei Bilingualität in Bezug auf die Macht der Subsprache Politik
5. Schlussbetrachtung und Fazit
Die Arbeit untersucht die Bedeutung der Erstsprache für die Entwicklung zweitsprachlicher Kompetenzen von Menschen mit Migrationshintergrund im Hinblick auf deren politische Partizipation und staatsbürgerliche Persönlichkeitsbildung in Deutschland. Dabei wird analysiert, wie Sprachbarrieren und institutionelle Diskriminierung die politische Teilhabe beeinflussen.
Die Bedeutung der Erstsprache für die Entwicklung zweitsprachlicher Kompetenzen
In diesem Abschnitt wird es aus politischer Perspektive um die Bedeutung des Beherrschens der Landes- und der Muttersprache für MigrantInnen gehen, wobei diese in zwei Sprachgruppen unterteilt werden: zum einen solche, die Deutsch als eine Fremdsprache erlernt haben (und in dieser Arbeit nur am Rande erwähnt werden), und zum anderen diejenigen, die bilingual sind und sowohl das Deutsche wie auch ihre Muttersprache vom Kleinkindalter an erlernt haben. MigrantInnen, die sowohl ihre Erstsprache beherrschen als auch von ihrer Erstsprache aus die Zweitsprache erlernt haben, werden bezüglich der politischen Partizipation den Schwerpunkt dieses Kapitels bilden.
Im Grunde genommen haben sowohl Deutsche, die Deutsch als Muttersprache beherrschen wie auch die „Deutsch-als-Fremdsprachler“ und ebenso Bilinguale dasselbe Problem: Die politische Sprache hat sich zu einer sogenannten Subsprache entwickelt und ist nicht immer einfach zu verstehen. Auf die Problematik der Subsprache Politik wird im nächsten Kapitel eingegangen; an dieser Stelle soll es um die Bedeutung des Beherrschens der Erstsprache bei Bilingualität für politische Partizipation und somit für staatsbürgerliche Kompetenz gehen. Unter dem Begriff „Sprache“ wird die menschliche Fähigkeit verstanden, mit der sich Menschen wechselseitig über individuelle Erfahrungen, Erkenntnisse sowie über die Umwelt mit Hilfe von Zeichen austauschen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle der Migration in Deutschland, die Herausforderungen durch institutionelle Diskriminierung und die Bedeutung von Mehrsprachigkeit für die politische Partizipation.
2. Integrationspolitik und politische Integration unter Berücksichtigung der Bedeutung der sprachlichen Verständigung: Dieses Kapitel analysiert verschiedene Integrationspolitiken, Partizipationsformen sowie theoretische Modelle wie das von Hartmut Esser und definiert Diskriminierung im schulischen und gesellschaftlichen Alltag.
3. Das Konzept der politischen Integration durch politische Bildung – somit auch durch kommunikatives Handeln – im Rahmen der Sozialintegration: Hier wird die politische Bildung als Querschnittsdimension der Sozialintegration dargestellt, wobei deliberative Demokratietheorien und verschiedene Bürgerbilder hinsichtlich ihrer Kompetenzen analysiert werden.
4. Politische Bildung und Sprache: Dieses Kapitel untersucht die Macht der politischen Sprache als "Subsprache" und stellt die heuristische These auf, dass eine fundierte Erstsprache die kognitiven Voraussetzungen für das Verständnis politischer Diskurse positiv beeinflusst.
5. Schlussbetrachtung und Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und bekräftigt die Forderung, Erstsprachenkompetenz im Bildungssystem zu fördern, um echte politische Mündigkeit und Partizipation zu ermöglichen.
Politische Partizipation, Migrationshintergrund, Erstsprache, Zweitspracherwerb, Politische Bildung, Sprachkompetenz, Institutionelle Diskriminierung, Deliberative Demokratietheorie, Sozialintegration, Staatsbürgerliche Persönlichkeit, Mehrsprachigkeit, Politische Subsprache, Mündigkeit, Integration, Assimilation
Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss das Beherrschen der Erstsprache auf die Entwicklung zweitsprachlicher Kompetenzen und die politische Partizipation von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland hat.
Zentrale Themen sind Integrationspolitik, politische Bildung, Sprachsoziologie (insbesondere das Konzept der "Subsprache Politik") sowie der Zusammenhang zwischen Sprache und Macht in einer demokratischen Migrationsgesellschaft.
Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, dass die Förderung der Erstsprache essentiell für eine gelungene Zweitsprachaneignung und somit für die Entwicklung politischer Mündigkeit und staatsbürgerlicher Kompetenz ist.
Es handelt sich primär um eine Literaturstudie, ergänzt durch eine heuristische Analyse und eigene Reflexionen der Autorin als Migrantin in Deutschland.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Integrations- und Diskriminierungsstrukturen in Deutschland, eine theoretische Einbettung der politischen Bildung sowie eine tiefgehende Untersuchung der Macht von Sprache im politischen Diskurs.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie "politische Partizipation", "institutionelle Diskriminierung", "Bilingualität" und "politische Mündigkeit" geprägt.
Die Autorin argumentiert, dass eine geförderte Erstsprache das Fundament für eine hohe Zweitsprachkompetenz legt, kognitive Potenziale schützt und ein tieferes Verständnis komplexer politischer Sprachstrukturen ermöglicht.
Die "Subsprache Politik" fungiert laut der Autorin oft als eine exklusive Fachsprache, die bei unzureichenden Sprachkenntnissen zu Entmündigung und mangelnder Teilhabe führt, weshalb politische Sprachförderung über reines Vokabellernen hinausgehen muss.
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