Bachelorarbeit, 2014
39 Seiten, Note: 2,5
1. Einleitung
2. Historischer Hintergrund und Entwicklungen der letzten Jahrzehnte
3. Definition und Messung von Armut
3.1. Armut
3.2. Armutsmessung anhand von Einkommen
3.3. Das Lebenslagenkonzept
4. Die Rolle des Wohlfahrtsstaates
5. Das derzeitige Ausmaß
5.1. Einkommensarmut
5.2. Ausmaß nach dem Lebenslagenkonzept
5.3. Regionale Unterschiede innerhalb Deutschlands
5.4. Geschlechtsspezifische Unterschiede
5.5. Personen mit Migrationshintergrund
6. Ausblick: zur zu erwartenden Entwicklung der Altersarmut in der BRD im mittelfristigen Blick
6.1. Prekäre Erwerbsverläufe – Arbeitslosigkeit als Hauptproblem
6.2. Entwicklungen in den neuen Bundesländern
6.3. Entwicklungen der Geschlechterdiskrepanz
6.4. Entwicklungen bei Personen mit Migrationshintergrund
7. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das Ausmaß, die Ursachen und die zukünftige Entwicklung der Altersarmut in der Bundesrepublik Deutschland. Ziel ist es, die strukturellen Risikofaktoren aufzuzeigen, die zu einer prekären finanziellen Situation im Rentenalter führen können, und dabei insbesondere vulnerable Bevölkerungsgruppen zu identifizieren.
3.1. Armut
Der Armutsbegriff ist schwer zu fassen. Mit Blick auf die Lebenswirklichkeit von Millionen von Menschen, beispielsweise in Entwicklungsländern, mag es je nach Betrachtungsweise regelrecht anmaßend erscheinen, sich mit Blick auf die Bundesrepublik Deutschland mit der „armen“ Bevölkerung zu befassen. In einem kleineren Kontext betrachtet – wie in der vorliegenden Arbeit – kann sie im Sinne ihres relativen Vorkommens durchaus betrachtet werden. Eine einheitliche Definition für den Armutsbegriff liegt nicht vor. Eine objektive Erhebung von Armut im Allgemeinen ist nicht möglich, „denn letztlich stehen hinter jeder Interpretation des Armutsbegriffs und hinter jedem darauf beruhenden Messverfahren Wertüberzeugungen, über deren Richtigkeit im ethischen Sinn nicht allgemein gültig geurteilt werden kann“ (Hauser 2008, S. 95). Anhand von Aspekten, die als gesellschaftliche Norm angesehen werden, kann im relativen Sinne etwa hier in der BRD auch bereits dann von Armut gesprochen werden, wenn es Einzelnen nicht möglich ist, aufgrund von (in der Regel wirtschaftlichem) Mangel ein Leben im Sinne der gesellschaftlichen Konventionen zu führen (vgl. bpb I o.D., o.S.). Armut ist also einerseits auf verschiedenen Ebenen ein individuelles Problem. Denn Einkommen ist, „aus welchen Quellen auch immer, […] ein zentraler Faktor, um am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können, materielle Armut bedeutet im Regelfall auch soziale Ausgrenzung“ (Huster/ Boeckh/ Mogge-Grotjahn 2008, S. 24).
Andererseits stellt Armut auch ein sozialstaatliches Problem dar. Artikel 1 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland besagt, „dass die Würde des Menschen unantastbar ist und dass es Verpflichtung aller staatlichen Gewalt ist, sie zu achten und zu schützen“ (Hauser 2008, S. 97). Dies ist die Grundlage, auf die „sich sozialpolitische Maßnahmen zur Verhinderung eines Lebens in würdeloser Armut [stützen], d.h. zur Gewährleistung eines soziokulturellen Existenzminimums für alle Bürger“ (ebd.).
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Diskrepanz zwischen der offiziellen Wahrnehmung, Altersarmut sei kein Problem, und den Warnungen von Sozialverbänden angesichts steigender Zahlen bei der Grundsicherung im Alter.
2. Historischer Hintergrund und Entwicklungen der letzten Jahrzehnte: Dieses Kapitel erläutert die Genese der Rentenversicherung und die Auswirkungen politischer Rentenreformen auf die Finanzierbarkeit und Leistungsansprüche.
3. Definition und Messung von Armut: Hier werden zentrale Begriffe wie absolute und relative Armut sowie das Lebenslagenkonzept definiert und als methodische Basis für die Untersuchung abgegrenzt.
4. Die Rolle des Wohlfahrtsstaates: Das Kapitel vergleicht verschiedene Wohlfahrtsstaatstypen nach Esping-Andersen und analysiert, wie diese Modelle unterschiedlich auf Armutsrisiken reagieren.
5. Das derzeitige Ausmaß: Dieser Abschnitt liefert eine Bestandsaufnahme der Altersarmut unter Berücksichtigung von Einkommensstatistiken, regionalen Unterschieden, Geschlechterfaktoren und Migrationshintergrund.
6. Ausblick: zur zu erwartenden Entwicklung der Altersarmut in der BRD im mittelfristigen Blick: Das Kapitel analysiert zukünftige Gefährdungspotenziale, insbesondere durch prekäre Erwerbsverläufe, Langzeitarbeitslosigkeit und den Niedriglohnsektor.
7. Fazit: Das Fazit fasst die identifizierten Hauptrisikogruppen zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit präventiver sozialpolitischer Maßnahmen trotz bestehender systemischer Hürden.
Altersarmut, Rentenversicherung, Grundsicherung, Einkommensarmut, Lebenslagenkonzept, Erwerbsbiografien, Sozialstaat, Geschlechterdiskrepanz, Teilzeitbeschäftigung, Niedriglohnsektor, Migrationshintergrund, Demografischer Wandel, Altersvorsorge, Armutsrisiko, Soziale Ausgrenzung.
Die Arbeit untersucht das Ausmaß, die Ursachen und die zukünftige Entwicklung von Altersarmut in Deutschland, um ein besseres Verständnis für dieses zunehmend relevante gesellschaftliche Thema zu entwickeln.
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Definition von Armut, der Rolle des deutschen Sozialstaats, den Unterschieden zwischen Ost- und Westdeutschland sowie geschlechtsspezifischen Aspekten der Rentenentwicklung.
Das primäre Ziel besteht darin, darzustellen, welche Bevölkerungsgruppen am stärksten von Altersarmut bedroht sind und welche strukturellen Bedingungen, wie etwa Erwerbsverläufe, dazu führen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung und Analyse bestehender Statistiken, Berichte und sozialwissenschaftlicher Studien, um die aktuelle Lage und zukünftige Trends der Altersarmut zu beleuchten.
Im Hauptteil wird das derzeitige Ausmaß der Altersarmut nach verschiedenen Kriterien (Einkommen, Region, Geschlecht, Migration) analysiert und ein Ausblick auf die mittelfristige Entwicklung gegeben.
Typische Schlüsselbegriffe sind Altersarmut, Rentenversicherung, Einkommensarmut, Erwerbsbiografien und soziale Ausgrenzung.
Aufgrund von familienbedingten Erwerbsunterbrechungen, häufigerer Teilzeitbeschäftigung und Beschäftigung in schlechter bezahlten Dienstleistungsberufen bauen Frauen oft geringere Rentenansprüche auf als Männer.
Langzeitarbeitslosigkeit führt direkt zu Lücken in den Rentenbeitragsjahren, was das Risiko für eine spätere Rente, die unter dem Armutsrisikoniveau liegt, massiv erhöht.
Ja, die Arbeit zeigt, dass Unterschiede in den Erwerbshistorien, Lohnniveaus und der Verfügbarkeit ergänzender Alterseinkommen (z.B. Pensionen, private Vorsorge) in beiden Teilen Deutschlands zu unterschiedlichen Risikostrukturen führen.
Das Lebenslagenkonzept erweitert die rein monetäre Sichtweise um subjektive Faktoren und Lebensbedingungen, um ein multidimensionales Bild von Armut und gesellschaftlicher Teilhabe zu zeichnen.
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