Bachelorarbeit, 2013
54 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Werbung
2.1. Begriffliche Abgrenzung
2.2. Arten von Werbemedien
3. Wahrnehmung
3.1. Begriffliche Abgrenzung
3.2. Wahrnehmung als wichtiger Faktor im Werbeprozess
3.3. Der Wahrnehmungsprozess und das Drei-Speicher-Modell des Gedächtnisses
3.3.1. Der Wahrnehmungsprozess
3.3.2. Drei-Speicher-Modell des Gedächtnisses
3.4. Modelle zur Werbewirkung
3.4.1. Das SR und SOR Modell
3.4.2. Das AIDA-Modell
3.4.3. Das Involvement Modell
4. Komplexität in der Gestaltung
4.1. Gestaltungsgrundlagen
4.2. Gestaltungsmerkmale einer Anzeige
4.2.1. Arten der Werbe-Komplexität
5. Zusammenhang zwischen Gestaltung und Effektivität in der visuellen Wahrnehmung
5.1. Prinzipien in der Gestaltung bei Low und High-Involvement
5.2. Visuelle Wahrnehmung und Blickverhalten
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss visueller Komplexität auf die Wahrnehmung von Werbeanzeigen und analysiert, wie Werbetreibende unter Berücksichtigung psychologischer Erkenntnisse und des Involvement-Grades der Zielgruppe die Aufmerksamkeit effektiv steuern können, um eine erfolgreiche Markenidentifikation zu gewährleisten.
4.2.1 Arten der Werbe-Komplexität
Die visuelle Komplexität spielt eine zentrale Rolle in der Aktivierung der Aufmerksamkeit. Sie verhilft dem Werbemittel zu mehr Aufmerksamkeit hinsichtlich der Marke und des vermittelten Inhaltes. Werbung ist dann visuell komplex, wenn sich viele Elemente in einer Anzeige wiederfinden (feature complexity) oder wenn sie ein kreatives und vielschichtiges Design vorweisen (design complexity). Eine Analyse über 249 Werbeanzeigen zeigte, dass feature complexity die Wahrnehmung und die Aufmerksamkeit in Bezug auf die Marke störte, dagegen die design complexity diese beiden Faktoren unterstützt.
Ferner ergaben Forschungen, dass die Effektivität von Werbemitteln von zwei Faktoren abhängig ist. Zum Einen von den individuell für die Verarbeitung zur Verfügung stehenden Ressourcen des Konsumenten. Zum Anderen von den Ressourcen, welche von der Werbung zur Verfügung gestellt werden. Dies ist vor allem aus dem Grund wichtig, da auf dieser Basis abgeschätzt werden kann, inwieweit Bedarf an Werbeanzeigen o. ä. auf dem Markt existiert.
Durch die Analyse der 249 Werbeanzeigen wurden zwei Arten visueller Komplexität voneinander unterschieden. Dies ist einerseits die feature complexity und andererseits die design complexity, welche im Folgenden näher vorgestellt werden.
Die feature complexity wird den grundlegenden visuellen Eigenschaften zugeordnet. Werbung, welche detail- und variationsreiche Elemente in ihren Eigenschaften, wie z. B. in der Helligkeit oder in der Farb- oder Formgebung aufweisen, werden der visuellen Komplexität zugeordnet. Jedoch wurde auch herausgefunden, dass feature complexity negative Auswirkungen auf die Aufmerksamkeit bezüglich der Marke aufweist. Wie in Abbildung 7 ersichtlich, ist die Lamy Werbeanzeige durch die einfache Darstellung eines Kugelschreibers auf hellem Hintergrund gestalterisch simpler aufgebaut als die Werbeanzeige der Marke Lee, welche verschiedene Farben und Formen aufweist. Ebenfalls ist zu erkennen, dass der Fließtextanteil bei steigender Komplexität zunimmt.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Werbewirkung ein und definiert die neuropsychologischen sowie wirtschaftspsychologischen Grundlagen, die für das Verständnis der Arbeit notwendig sind.
2. Werbung: In diesem Kapitel erfolgt eine begriffliche Abgrenzung von Werbung im Marketing-Mix sowie eine Darstellung der verschiedenen Werbemedien und deren Bedeutung für den Werbeprozess.
3. Wahrnehmung: Hier werden die Grundlagen der Wahrnehmungspsychologie, der Wahrnehmungsprozess, das Drei-Speicher-Modell des Gedächtnisses sowie zentrale Werbewirkungsmodelle wie AIDA und Involvement detailliert erläutert.
4. Komplexität in der Gestaltung: Dieses Kapitel widmet sich den gestalterischen Prinzipien, der Figur-Grund-Trennung und differenziert zwischen den beiden Arten der Werbekomplexität (Feature und Design Complexity).
5. Zusammenhang zwischen Gestaltung und Effektivität in der visuellen Wahrnehmung: Die Autorin analysiert die Interaktion zwischen Gestaltung und Effektivität unter Differenzierung von High- und Low-Involvement-Zuständen sowie das Blickverhalten des Konsumenten.
6. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse über die Bedeutung von Wahrnehmung, Involvements und Komplexität für eine effektive Anzeigengestaltung zusammen.
Visuelle Komplexität, Werbewirkung, Wahrnehmungspsychologie, Low-Involvement, High-Involvement, Markenidentifikation, Eye-Tracking, Gestaltpsychologie, Design Complexity, Feature Complexity, Werbegestaltung, Aufmerksamkeit, Blickverhalten, Konsumentenverhalten, Reizverarbeitung.
Die Arbeit untersucht, wie visuelle Komplexität in Werbeanzeigen die menschliche Wahrnehmung beeinflusst und welche gestalterischen Maßnahmen notwendig sind, um in verschiedenen Involvement-Situationen die Aufmerksamkeit und Markenidentifikation zu steigern.
Die zentralen Felder umfassen die Werbepsychologie, Wahrnehmungs- und Gedächtnismodelle, die Gestaltpsychologie sowie die empirische Analyse von Gestaltungskomplexität und Blickverläufen bei Printwerbung.
Das Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen der visuellen Gestaltung von Werbeanzeigen und deren Erfolg in der Wahrnehmung durch den Konsumenten aufzuzeigen, um daraus Handlungsempfehlungen für eine effektive Werbepraxis abzuleiten.
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse theoretischer Modelle (z. B. Drei-Speicher-Modell, Involvement-Modelle) in Verbindung mit der Auswertung psychologischer Erkenntnisse zur Gestaltung und Wirkungsweise von visuellen Reizen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Werbung und Wahrnehmung, die Vorstellung von Werbewirkungsmodellen, eine Analyse von Gestaltungsmerkmalen sowie die Verknüpfung dieser Konzepte zur Steigerung der Werbeeffektivität unter Berücksichtigung unterschiedlicher Involvements.
Die wichtigsten Schlagworte sind Visuelle Komplexität, Werbewirkung, Low-Involvement, High-Involvement, Markenidentifikation, Eye-Tracking und Anzeigengestaltung.
Bei Low-Involvement ist eine einfache, bildhafte Gestaltung (3-K-Prinzip: Klarheit, Konsistenz, Kontrast) entscheidend, da der Konsument die Anzeige nur flüchtig wahrnimmt. Bei High-Involvement ist der Rezipient bereit, sich intensiver mit komplexeren Inhalten auseinanderzusetzen.
Die Markenidentifikation stellt ein Schlüsselelement dar. Ist eine Anzeige zu komplex gestaltet, kann dies die Identifikation der Marke erschweren, da das Auge Schwierigkeiten hat, das Logo oder den Markennamen im Kontext der übrigen Bildelemente schnell zu erfassen.
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