Diplomarbeit, 2014
105 Seiten, Note: 2,0
1. Ehe, Trennung und Scheidung
1.1 Definitionen und rechtliche Grundlagen
1.1.1 Theoretische Ansätze
1.1.2 Die Eheschließung
1.1.3 Die Ehescheidung
1.1.4 Das gemeinsame Sorgerecht
1.1.5 Das Umgangsrecht
1.2 Aktuelle statistische Daten und Trends
1.2.1 Statistische Übersicht zu Eheschließungen
1.2.2 Statistische Übersicht zu Ehescheidungen
1.3 Folgen von Trennung und Scheidung
1.3.1 Psychosoziale Folgen
1.3.2 Finanzielle Folgen
1.3.3 Risiko- und Schutzfaktoren
1.4 Nachtrennungsfamilien
1.4.1 Ein-Eltern-Familien
1.4.2 Stief- bzw. Patchworkfamilien
1.4.3 Abwechselnde Betreuung durch beide Eltern
2. Wechselmodell
2.1 Merkmale
2.1.1 Definitionen
2.1.2 Wechselrhythmen
2.1.3 Rechtliche Regelungen
2.2 Forschungserkenntnisse und Folgen der Betreuung
2.3 Voraussetzungen und Kontraindikationen
2.4 Vorteile
2.5 Nachteile
2.6 Exkurs: Internationale Verbreitung
3. Beratungsstelle für Eltern, Kinder, Jugendliche und Familien
3.1 Definition, rechtliche Grundlagen und Statistik
3.2 Angebotsspektrum, Anforderungen an den Berater
3.3 Arbeit mit Trennungs- und Scheidungsfamilien
3.4. Unterstützung bei der Installation eines Wechselmodells und Begleitung
4. Vorbereitung und Durchführung der Interviews
4.1 Auswahl und Darstellung der Methode
4.2 Vorbereitung der Interviews
4.3 Auswahl der Interviewpartner
4.4 Datenerhebungen
4.5 Verarbeitung des gewonnen Materials
4.6 Grenzen der Erhebung
5. Ergebnisse
5.1 Einflussfaktoren auf die Entscheidung für das Wechselmodell
5.2 Ablauf des Wechselmodells
5.3 Kommunikation zwischen den Eltern
5.4 Kooperation der Eltern
5.5 Eigene Gefühle und Wünsche
5.6 Vorteile des Modells
5.7 Nachteile des Modells
5.8 Bedingungen für das Gelingen des Modells
5.9 Meinung von Dritten
5.10 Zusammenfassung
6. Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Erfahrungen von Familien mit dem Wechselmodell nach einer Trennung oder Scheidung qualitativ zu erforschen und dabei die Perspektiven von Eltern und Kindern zu beleuchten. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie sich der Alltag im Wechselmodell gestaltet, welche Vor- und Nachteile Betroffene wahrnehmen und welche Bedingungen für ein Gelingen dieses Betreuungsmodells essenziell sind.
1.1.1 Theoretische Ansätze
In den 1970er Jahren galt das Desorganisationsmodell als verbreitetstes Modell um eine getrennte oder geschiedene Familie darzustellen. Mit dem Modell wurde das Ende des Familiensystems verbunden (vgl. Buchholz 2008, S.13). Ein stark defizitärer Blick auf die Familie, er betonte vor allem die negativen Folgen für die Familien, besonders für die Kinder (Balloff 2013). Da der Begriff „Familie“ zu diesem Zeitpunkt an die Kernfamilie gebunden war, galt die Auflösung der Paarbeziehung als Ende der Familie (vgl. Walper; Krey 2009, S.716).
Abgelöst wurde diese Ansicht durch das Reorganisationsmodell, was davon ausging, dass sich die Familie nach einer Trennung oder Scheidung, nicht komplett auflöst, sondern sich neuorganisiert. Scheidung wird demzufolge als eine Entwicklungsmöglichkeit der Familie betrachtet. Im Vordergrund stehen nun die Eltern-Kind-Beziehungen, die auch nach der Trennung der Familie aufrechterhalten werden (vgl. Buchholz 2008, S.13). Dieses Modell trug dazu bei, dass Neuerungen im Familienrecht erfolgten, z.B. die Einführung des Zerrüttungsprinzips (vgl. Walper; Krey 2009, S.717), was in 1.1.3 nochmals aus rechtlicher Sicht betrachtet wird.
Die Weiterführung des Reorganisationsmodells bildet das Transitionsmodell. Die Familien haben verschiedene Entwicklungsmöglichkeiten, z.B. Scheidung und darauffolgend Wiederheirat, welche verschiedene Übergänge (Transitionen) im Leben einer Familie sein können (vgl. Balloff 2013). Ein viertes Modell bildet die Erweiterung des (Reorganisations- und) Transitionsmodells um den Netzwerkansatz. Der vollständige Begriff lautet: „Transitionsmodell im privaten und professionellen Netzwerk“ (Balloff 2013). Hierbei werden bedeutende Personen im Netzwerk des Kindes, auch wenn sie nicht mit dem Kind verwandt sind, berücksichtigt (vgl. Balloff 2013).
1. Ehe, Trennung und Scheidung: Dieses Kapitel führt in die theoretischen Grundlagen und die rechtliche Situation bei Trennung und Scheidung ein und beleuchtet statistische Trends sowie psychosoziale Folgen für Familien.
2. Wechselmodell: Hier wird das Hauptthema der Arbeit detailliert behandelt, einschließlich Definitionen, rechtlicher Regelungen, internationaler Verbreitung sowie der Vor- und Nachteile dieses Betreuungsmodells.
3. Beratungsstelle für Eltern, Kinder, Jugendliche und Familien: Das Kapitel erläutert die Rolle von Beratungsstellen bei der Unterstützung von Familien in Trennungssituationen und bei der Installation eines Wechselmodells.
4. Vorbereitung und Durchführung der Interviews: Dieser Abschnitt beschreibt das methodische Vorgehen der qualitativen Studie, inklusive der Auswahl der Methode, der Interviewpartner und der Verarbeitung des Datenmaterials.
5. Ergebnisse: Hier werden die Erkenntnisse aus den Experten- und Familieninterviews analysiert und die zentralen Themen wie Einflussfaktoren, Kommunikation, Kooperation und Gefühle der Beteiligten dargestellt.
6. Ausblick: Der Ausblick resümiert die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit und gibt Empfehlungen für die Praxis sowie zukünftige Forschungsvorhaben.
Wechselmodell, Trennung, Scheidung, Kindeswohl, Beratungsstelle, Erziehungsberatung, elterliche Sorge, Umgangsrecht, qualitative Studie, Interviewanalyse, Eltern-Kind-Beziehung, Kooperation, Kommunikation, binukleares Familiensystem, Patchworkfamilie.
Die Arbeit untersucht das sogenannte Wechselmodell als eine Option zur Gestaltung des Familienlebens nach einer Trennung oder Scheidung der Eltern.
Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen Grundlagen der Trennung, dem Konzept des Wechselmodells, den psychosozialen Folgen für betroffene Familien sowie den Unterstützungsmöglichkeiten durch Erziehungsberatungsstellen.
Das primäre Ziel ist es, durch eine qualitative Studie die subjektiven Erfahrungen von Eltern und Kindern sowie Expertenmeinungen zum Wechselmodell zu erfassen und zu analysieren.
Die Autorin verwendet eine qualitative Methode in Form von Leitfadeninterviews mit betroffenen Familien und Fachkräften, die mittels einer qualitativen Datenanalyse ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung von Trennungsprozessen, eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Wechselmodell (Vor-/Nachteile, Rhythmen, Recht) und eine Analyse der Beratungsarbeit.
Wichtige Begriffe sind Wechselmodell, Trennung, Kindeswohl, Kooperation, Kommunikation, Erziehungsberatung und binukleares Familiensystem.
Die Arbeit verdeutlicht, dass das Wechselmodell für Kinder mit Anpassungsleistungen verbunden ist; daher ist ihre Einbeziehung und Berücksichtigung ihrer Bedürfnisse essenziell für das Gelingen des Modells.
Beratungsstellen bieten Unterstützung bei der Initiierung des Modells, begleiten Familien bei auftretenden Problemen, wie etwa Konflikten oder Anpassungsschwierigkeiten, und helfen, die Interessen des Kindes in den Mittelpunkt zu stellen.
Nein, die Autorin betont, dass es keine universelle Lösung gibt. Jede Familie muss individuell einen Rhythmus finden, der zu ihren Bedürfnissen und zum Alltag der Beteiligten passt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

