Masterarbeit, 2011
110 Seiten, Note: 2,1
Einleitungsteil
Kapitel I.: Einleitung
Theoretischer Teil: Die Doku-Soap
Kapitel II.: Die Doku-Soap als Genre des Reality TV
II.a. Definition und Merkmale des Reality TV
II.a.1. Merkmale der Darstellung der Akteure im Reality TV
II.a.2. Typische Darstellungswerkzeuge im Reality TV
II.a.3. Die Mischung aus Realität/Fiktion, Information/Unterhaltung und Authentizität/Inszenierung im Reality TV
II.b. Eine Kurzfassung der Geschichte des Reality TV in Deutschland
II.c. Die Doku-Soap als Genre des Reality TV
II.d. Veränderungen im Reality TV durch die Doku-Soaps und Veränderungen mit Auswirkungen auf die Doku-Soaps
Kapitel III.: Die Doku- Soap
III.a. Der Begriff Doku-Soap
III.b. Eine kurze Entstehungsgeschichte des Genres
III.c. Die Kategorisierung der verschiedenen Grundtypen der Doku-Soap und die Abgrenzung zu verwandten Gattungen und Genres
III.c.1. Die verschiedenen Grundtypen der Doku-Soap
III.c.2. Die Abgrenzung der Doku-Soaps zu den Reality Soaps
III.c.3. Die Abgrenzung der Doku-Soaps zu den Pseudo-Doku-Soaps
III.c.4. Die Abgrenzung der Doku-Soaps zur Reportage und zum Dokumentarfilm
III.d. Der Erfolg der Doku-Soaps und Pseudo-Doku-Soaps: Sendeplätze und Einschaltquoten
Analytischer Teil: Inszenierungsstrategien in Doku-Soaps und Pseudo-Doku-Soaps
Kapitel IV.: Das Vorgehen der Analyse der Inszenierungsstrategien
IV.a. Begriffserklärung „Inszenierungsstrategien“
IV.b. Forschungsfragen
Kapitel V.: Die Inszenierungsstrategien bei We are Family (Pro7)
V.a. Inszenierungsstrategien mit Bezug auf die Darstellung der Akteure
V.a.1. Die Verwendung von nicht-prominenten, alltäglichen Akteuren und deren möglichst persönliche, private Darstellung
V.a.2. Die überwiegende Darstellung niedriger sozialer Schichten
V.a.3. Die Stereotypisierung der Akteure
V.a.4. Die emotionale und intime Darstellung der Akteure
V.b. Inszenierungsstrategien in der Narration/im Handlungsablauf
V.b.1. Die Dramaturgie in Anlehnung an ein Drehbuch
V.b.2. Die gezielte Darstellung von Schicksalsschlägen, Misserfolgen, Streitereien und peinlichen Situationen
V.c. Inszenierungsstrategien durch filmtechnische Darstellungswerkzeuge
V.c.1. Die Aufmachung des Formats
V.c.2. Die „Cliffhanger“
V.c.3. Der Schnitt
V.c.4. Die regelmäßig eingespielten Musikstücke
V.c.5. Die Kameraführung
V.c.6. Die Kommentare aus dem Off
Kapitel VI.: Inszenierungsstrategien bei Familien im Brennpunkt (RTL)
VI.a. Inszenierungsstrategien mit Bezug auf die Darstellung der Akteure
VI.a.1. Die Verwendung von alltäglichen, nicht-prominenten Akteuren und deren persönliche, private Darstellung
VI.a.2. Die Darstellung verschiedener, aber hauptsächlich mittlerer sozialer Schichten
VI.a.3. Die Stereotypisierung der Akteure
VI.a.4. Die emotionale und intime Darstellung der Akteure
VI.b. Inszenierungsstrategien in der Narration/im Handlungsablauf
VI.b.1. Die Dramaturgie im Drehbuch
VI.b.2. Die gezielte Darstellung von Streitereien und Betrügereien
VI.c. Inszenierungsstrategien durch filmtechnische Darstellungswerkzeuge
VI.c.1. Die Cliffhanger und die Stimme aus dem Off
VI.c.2. Der Schnitt
VI.c.3. Die Kameraführung
Kapitel VII.: Zusammenfassung der Ergebnisse des analytischen Teils und Beantwortung der Forschungsfragen
Empirischer Teil: Die Wirkung auf die Rezipienten
Kapitel VIII.: Die Wirkung auf die Rezipienten
VIII.a. Forschungsfragen
VIII.b. Die Zusammensetzung der Gruppe der Befragten
VIII.c. Die Sehgewohnheiten der Probanden im auf Bezug Doku-Soaps
VIII.d. Die wichtigsten Inszenierungsstrategien
VIII.e. Einschätzungen bezüglich des Verhältnisses Inszenierung/Authentizität bei ausgewählten Formaten und der Bedeutung der Scripted Reality
Kapitel IX. Zusammenfassung der Erkenntnisse des empirischen Teils und Beantwortung der Forschungsfragen
Letzter Teil: Zusammenfassung, Schlusswort und Quellenangaben
Kapitel X.: Zusammenfassung und Schlusswort
X.a. Zusammenfassung
X.b. Schlusswort und Ausblick
XI. Quellenangaben
Diese Arbeit untersucht die Inszenierungsstrategien von Doku-Soaps und Pseudo-Doku-Soaps im deutschen Fernsehen, um zu verstehen, wie diese Formate für den Zuschauer attraktiv gestaltet werden und welche Auswirkungen die Inszenierung auf die Wahrnehmung der Rezipienten hat. Im Fokus steht dabei die Analyse, wie durch filmtechnische Mittel und dramaturgische Konzepte Unterhaltung und Emotionalisierung erzeugt werden, und warum die fiktiven Formate der "Scripted Reality" trotz ihres mangelnden Wahrheitsgehalts hohe Einschaltquoten erzielen.
V.a.1. Die Verwendung von nicht-prominenten, alltäglichen Akteuren und deren möglichst persönliche, private Darstellung
Das erste grundlegende Merkmal, das eine direkte Identifikation des Zuschauers mit den Geschehnissen sehr erleichtert, ist, dass die beiden Hauptakteure Christa und Michael als ganz „normale“, alltägliche Menschen präsentiert werden. Es werden keine unrealistischen Lebenswelten gezeigt, sondern möglichst das für den Zuschauer sehr nachvollziehbare, alltägliche Leben. Die Distanz zwischen dem Zuschauer und den Akteuren wird dadurch niedrig gehalten. Darüber hinaus wird, anders als bei vielen Nicht-Prominenten in Sendungen, die nicht zum Reality TV gehören (z.B. Kandidaten in Game-Shows oder Teilnehmer von Talk-Shows), bei Christa, Michael und der zwölfjährigen Tochter Marie-Belle eine Darstellung von einer öffentlichen, professionellen, distanzierten Seite weitgehend ausgeklammert. Dazu trägt beispielsweise auch bei, dass die Akteure fast immer grundsätzlich bei ihren Vornamen genannt werden. Die Akteure werden also als reine Figuren des privaten Lebens präsentiert, die möglichst als „Modell“ für das erweiterte private Umfeld oder die Nachbarschaft des Zuschauers dienen könnten. Diese Menschen, die also normalerweise das private, soziale Umfeld eines Durchschnittsbürgers bilden können, können in Doku-Soaps wie We are Family sozusagen voyeuristisch beobachtet werden. Man kann bei Doku-Soaps „Mäuschen spielen“. Diese fehlende Distanz ist für den Zuschauer ein „besonderer Reiz zum Zusehen“ (LÜCKE 2002:53).
Des Weiteren wird die Distanz auch dadurch abgebaut, dass die Akteure beispielsweise zwischen den einzelnen Szenen immer wieder in kurzen Sequenzen interviewt werden (z.B. 01:18-01:29 Minuten, 21:56-22:02 oder 26:15-26:30) und persönlich erzählen, wie sie einzelne Situationen erlebt haben. Auch das steigert die „Glaubwürdigkeit und auch die emotionale Nähe der Rezipientinnen zu dem Geschehen“ (WEGENER in LÜCKE 2002:53).
Kapitel I.: Einleitung: Diese Einleitung führt in das Genre der Doku-Soaps als Hybridform aus Dokumentation und Fiktion ein und erläutert die zentrale Fragestellung der Arbeit bezüglich der Inszenierung von Wirklichkeit.
Kapitel II.: Die Doku-Soap als Genre des Reality TV: Das Kapitel definiert Reality TV und arbeitet dessen zentrale Charakteristika wie Personalisierung und Dramatisierung heraus, um den theoretischen Rahmen für die Doku-Soap zu bilden.
Kapitel III.: Die Doku- Soap: Hier werden der Begriff und die Entstehungsgeschichte der Doku-Soap erörtert sowie eine Kategorisierung der Grundtypen vorgenommen, um sie von anderen Genres abzugrenzen.
Kapitel IV.: Das Vorgehen der Analyse der Inszenierungsstrategien: Es wird definiert, was unter Inszenierungsstrategien zu verstehen ist, und das methodische Vorgehen für die Analyse der beiden Fallbeispiele wird dargelegt.
Kapitel V.: Die Inszenierungsstrategien bei We are Family (Pro7): Anhand einer Beispiel-Episode wird analysiert, welche Strategien (Akteursdarstellung, Narration, Filmtechnik) eingesetzt werden, um Authentizität vorzutäuschen und den Zuschauer emotional zu binden.
Kapitel VI.: Inszenierungsstrategien bei Familien im Brennpunkt (RTL): Dieses Kapitel vergleicht die Ergebnisse der Doku-Soap-Analyse mit der Pseudo-Doku-Soap, um die Unterschiede in Dramaturgie und Inszenierungsgrad herauszuarbeiten.
Kapitel VII.: Zusammenfassung der Ergebnisse des analytischen Teils und Beantwortung der Forschungsfragen: Die zentralen Erkenntnisse aus der Analyse der Inszenierungsstrategien werden übergreifend zusammengefasst und die Forschungsfragen des analytischen Teils beantwortet.
Kapitel VIII.: Die Wirkung auf die Rezipienten: Auswertung einer durchgeführten Internetumfrage zur Rezeption, Sehgewohnheiten und Glaubwürdigkeitseinschätzung der Zuschauer hinsichtlich verschiedener Doku-Formate.
Kapitel IX. Zusammenfassung der Erkenntnisse des empirischen Teils und Beantwortung der Forschungsfragen: Die Ergebnisse der Umfrage werden zusammengeführt, um zu erklären, warum Zuschauer trotz mangelndem Wahrheitsgehalt bei den Formaten einschalten.
Kapitel X.: Zusammenfassung und Schlusswort: Das Kapitel schließt mit einer Gesamtschau der Arbeit ab und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Inszenierungstendenzen im Reality TV.
Reality TV, Doku-Soap, Pseudo-Doku-Soap, Scripted Reality, Inszenierungsstrategien, Authentizität, Fiktion, Einschaltquoten, Rezipienten, Fernsehanalyse, Dramaturgie, Zuschauerbindung, Alltagsdarstellung, Hybridgenre, Medienwissenschaft.
Die Master-Arbeit befasst sich mit der Analyse von Inszenierungsstrategien in Doku-Soaps und Pseudo-Doku-Soaps im deutschen Privatfernsehen und deren Wirkung auf die Zuschauer.
Die Arbeit behandelt die Definition des Reality TV, die Entstehungsgeschichte der Doku-Soaps, die methodische Analyse filmischer Inszenierungsmittel sowie die empirische Untersuchung der Rezeptionsgewohnheiten.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch spezifische Inszenierungstechniken eine künstliche Realität für das Fernsehen erzeugt wird und warum diese Formate trotz oft fehlender Authentizität hohe Quoten bei den Rezipienten erreichen.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Genre-Analyse mit einer analytischen Fallstudie ausgewählter Episoden zweier Sendeformate (We are Family, Familien im Brennpunkt) sowie einer empirischen Internetumfrage.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Überblick, eine detaillierte Analyse der Inszenierungstechniken (Akteure, Dramaturgie, Filmtechnik) und einen empirischen Teil über die Wahrnehmung durch die Zuschauer.
Zu den zentralen Begriffen gehören Reality TV, Inszenierungsstrategien, Authentizität, Scripted Reality, Einschaltquoten und Zuschauerbindung.
Während "We are Family" ein authentischeres Format darstellt, ist "Familien im Brennpunkt" ein "Scripted Reality"-Format, das vollständig auf fiktiven, von Drehbuchautoren geschriebenen Handlungen basiert.
Der Erfolg liegt in der leichten Nachvollziehbarkeit der Handlungen, dem Unterhaltungswert, der Möglichkeit zum beiläufigen Sehen ("Zappen") und dem Verzicht auf besonders schockierende, intime Einblicke, die in anderen Formaten stärker genutzt werden.
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