Bachelorarbeit, 2013
63 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Einführung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Nachhaltigkeit
2.1 Definition des Begriffs „Nachhaltigkeit“
2.2 Dimensionen der Nachhaltigkeit
3 Strategische Relevanz der Nachhaltigkeit für Unternehmen
3.1 Ertragsperspektive
3.2 Kostenperspektive
4 Grundlagen des Nachhaltigkeitscontrollings
4.1 Begriffsabgrenzung Controlling
4.2 Begriffsabgrenzung Nachhaltigkeitscontrolling
5 Gestaltung des Nachhaltigkeitscontrollings
5.1 Organisatorische Gestaltung des Nachhaltigkeitscontrolling
5.2 Funktionale Gestaltung des Nachhaltigkeitscontrollings
5.2.1 Informationsversorgung
5.2.2 Koordination
5.2.3 Kommunikation
5.2.4 Rationalitätssicherung
5.3 Instrumentale Gestaltung des Nachhaltigkeitscontrollings
5.3.1 Checklisten
5.3.2 Bilanzierung
5.3.3 Benchmarking
5.3.4 Kennzahlensysteme
5.3.5 Nachhaltigkeitsberichterstattung
5.4 Konzeptionelle Gestaltung eines Nachhaltigkeitscontrollings
5.4.1 Grundlagen der Sustainability Balanced Scorecard
5.4.2 Integrationsansätze der Sustainability Balanced Scorecard
6 Problemfelder des Nachhaltigkeitscontrollings
6.1 Mangelnder Druck
6.2 Mitarbeiter und Unternehmenskultur
6.3 Datenerhebung und -bewertung
6.4 Reichweite
7 Zusammenfassung und Ausblick
Diese Arbeit zielt darauf ab, einen Überblick über die Gestaltungsmöglichkeiten eines Nachhaltigkeitscontrollings zur effektiven Entscheidungsunterstützung im Management zu geben und dabei auftretende Grenzen sowie Herausforderungen kritisch zu beleuchten.
3 Strategische Relevanz der Nachhaltigkeit für Unternehmen
Grundsätzlich kommen bei der Motivation, nachhaltig zu handeln, zwei Motive zum Tragen. Zum einen normativ-ethische, d.h. die moralische Verpflichtung zu nachhaltiger Unternehmenstätigkeit. Diese, teils aus persönlichen Wertvorstellungen der Unternehmer entstammenden, Gründe, sollen hier jedoch nicht weiter behandelt werden. Zum anderen bestimmen unternehmensstrategische Beweggründe das Engagement der Unternehmen in Hinblick auf Nachhaltigkeit (vgl. Jänicke, 2011, S. 14 ff.). Die unternehmensstrategischen Motive sollen in diesem Kapitel näher erläutert werden.
Im Gegensatz zur Meinung vieler Manager ist nachhaltiges Handeln also nicht nur im Rahmen der sozialen und ökologischen Verantwortung relevant (vgl. Porter & Reinhardt, 2007, S. 13). Nachhaltigkeit ist kein Gutmenschentum, sondern vielmehr kaufmännisches Kalkül. So konnten Ambec und Lanoie (2008) einen klaren Zusammenhang zwischen der Nachhaltigkeitsperformance eines Unternehmens und dessen ökonomischem Erfolg herausstellen. Die unternehmensstrategischen Beweggründen für Nachhaltigkeit können dabei zusammenfassend in zwei Perspektiven untergliedert werden: Der Einfluss von Nachhaltigkeit auf die Ertragspotenziale sowie den Einfluss auf die Kosten des Unternehmen.
Im Rahmen einer Analyse der strategischen Relevanz von Nachhaltigkeit müssen alle internen und externen Akteure, die das Unternehmen und dessen Umfeld beeinflussen, betrachtet werden. So zählen zu den externen Akteuren allen voran die Kunden sowie weiter die Kapitalgeber, die Politik bzw. die Regulatoren sowie andere externe Anspruchsgruppen wie beispielsweise Nicht-Regierungs Organisationen (NGO). Zu den internen Akteuren gehören Mitarbeiter und Führungskräfte des Unternehmens (vgl. Weber, Goretzki, & Meyer, 2012, S. 18-28). Abbildung 2 stellt die verschiedenen Akteure dar und fasst deren Einfluss auf die Unternehmensstrategie und die Kosten- und Ertragsposition zusammen.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Nachhaltigkeit für Unternehmen und Vorstellung des Aufbaus der Arbeit.
2 Nachhaltigkeit: Definition und Erläuterung der Dimensionen einer nachhaltigen Entwicklung.
3 Strategische Relevanz der Nachhaltigkeit für Unternehmen: Untersuchung der wirtschaftlichen Motive für Nachhaltigkeit aus Ertrags- und Kostenperspektiven.
4 Grundlagen des Nachhaltigkeitscontrollings: Begriffsabgrenzung von Controlling und Nachhaltigkeitscontrolling.
5 Gestaltung des Nachhaltigkeitscontrollings: Detaillierte Betrachtung organisatorischer, funktionaler, instrumentaler und konzeptioneller Gestaltungsmöglichkeiten.
6 Problemfelder des Nachhaltigkeitscontrollings: Analyse von Herausforderungen wie mangelndem Marktdruck, kulturellen Barrieren, Datenproblemen und der Reichweite der Steuerung.
7 Zusammenfassung und Ausblick: Fazit der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Bereich Nachhaltigkeitscontrolling.
Nachhaltigkeit, Controlling, Nachhaltigkeitscontrolling, Unternehmensstrategie, Entscheidungsunterstützung, Sustainability Balanced Scorecard, SBSC, Ökobilanz, Sozialbilanz, Benchmarking, Kennzahlensysteme, Stakeholder, Unternehmensführung, Nachhaltigkeitsmanagement
Die Arbeit befasst sich mit der Gestaltung eines Nachhaltigkeitscontrollings, das Unternehmen dabei unterstützen soll, nachhaltigkeitsorientierte Entscheidungen fundiert zu planen, zu steuern und zu koordinieren.
Zentrale Themen sind die strategische Relevanz von Nachhaltigkeit für den Unternehmenserfolg, die verschiedenen Gestaltungsebenen (organisatorisch, funktional, instrumental) eines Nachhaltigkeitscontrollings sowie die Anwendung spezifischer Konzepte wie der Sustainability Balanced Scorecard.
Das Ziel ist es, einen Überblick über mögliche Gestaltungsmöglichkeiten eines Nachhaltigkeitscontrollings zu geben und kritisch zu erörtern, an welche Grenzen dieses Instrument bei der Steuerung unternehmerischer Nachhaltigkeit stößt.
Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle Fachliteratur, Monografien, Fachzeitschriften und wissenschaftliche Publikationen ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die strategische Relevanz von Nachhaltigkeit, die begriffliche Einordnung, verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten (u.a. durch Instrumente wie Checklisten, Bilanzierung und Kennzahlen) sowie eine Analyse von Problemen bei der praktischen Umsetzung.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Nachhaltigkeitscontrolling, Unternehmenssteuerung, Sustainability Balanced Scorecard (SBSC), Nachhaltigkeitsstrategie und Stakeholder-Management charakterisiert.
Sie dient als konzeptioneller Rahmen, der neben finanziellen Kennzahlen auch ökologische und soziale Aspekte in das Managementsystem integriert und somit eine ganzheitliche strategische Steuerung ermöglicht.
Herausforderungen liegen in der Komplexität der Datengewinnung für ökologische und soziale Sachverhalte, der schwierigen Monetarisierung nicht-finanzieller Kennzahlen und dem hohen zeitlichen sowie personellen Aufwand.
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